[Perry Rhodan 11] Mutanten im Einsatz

Lesezeit circa: 3 Minuten

Die GOOD HOPE ist nur noch ein Wrack. Wie können sie jemals zur Erde zurückkehren?

Mutanten im Einsatz
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Mutanten im Einsatz
Autor: Kurt Mahr
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1961

Zur Handlung in „Mutanten im Einsatz“

Die Good Hope ist ein Wrack und Perry Rhodan und seine kleine Truppe damit im System der Wega gestrandet. Neues Ziel: Den Topsidern das arkonidische 800-Meter-Kampfschiff abluchsen. Mit vielen Tricks und durch Einsatz der Mutanten gelingt dies auch und Perry hat jetzt eine echte Waffe in der Hand. Allerdings unterbesetzt, weswegen er erst mal zur Erde fliegt und Nachschub besorgt. Derweil dürfen sich die Ferronen weiter mit den Topsidern in ihrem System plagen. Verhöre einiger an Bord des Kugelraumers verbliebener Topsider bestätigen den Verdacht, dass die Invasion des Wega-Systems auf den Notruf des auf dem irdischen Mond notgelandeten Kreuzers zurückzuführen ist und lediglich ein Rechenfehler dazu geführt hat, dass die topsidische Flotte nicht im Solsystem erschienen ist.

Meine Gedanken

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll bei den Schwachpunkten des Heftes … Mal nur ein paar kleinere Sachen: Da wird Ferrol besetzt durch die Topsider, aber die Besetzung klingt nicht nach Bedrohung. Die Zivilbevölkerung scheint nirgends wirklich zu leiden, man darf lediglich nicht mehr weiter als 50 km reisen. Ziemlich sanfte Invasion im Grunde.

Dann so manche Logikfehler. Perry hat den Psychostrahler, der, wie man von einigen Seiten zuvor weiß, auch auf die Echsenwesen von Topsid wirkt. Trotzdem wird eine Topsiderpatrouille einfach mal erschossen. Ohne Notwendigkeit. Beeinflusst wäre das Risiko für Rhodan und Co. entdeckt zu werden weit geringer, aber nö, es muss geballert werden. Die Szene mit Deringhouse im Gasthaus, umringt von vielen Ferronen. Da steht, „sie senkten die Waffen“, um noch auf der gleichen Seite als Aussage folgen zu lassen, „Wir können nicht gegen die Topsider kämpfen, wir haben keine Waffen.“

Kurt Mahr und sein Stil

Überhaupt scheint Kurt Mahr eine Art Hardliner gewesen zu sein mit wenig bis gar keinem Respekt vor dem Leben anderer Menschen außer den Handlungsträgern. Dies will ich nicht als bösen Willen bezeichnen, sondern eher als Gedankenlosigkeit. Auffällig ist es dennoch. Speziell dann, wenn Scheer immer wieder betont, wie wichtig Perry ein Leben ist, egal welche Spezies. Und dann kommt Mahr daher und schreibt mal eben Szenen, in denen vermeidbare Gewalt vorherrscht. Muss ich nicht gutheißen.

Übrigens werden auch hier das hohe Tempo und die Packungsdichte der vorherigen Hefte gehalten. Was langsam dann doch etwas einschläfernd wirkt. Zu viel Action und zu viele Handlungssprünge in Folge können abstumpfen lassen und genau dies fängt hier ganz langsam schleichend an.

Deswegen möchte ich das Heft jetzt nicht als schlecht bezeichnen, lediglich hat es mir eher weniger gefallen. Immerhin trifft der Titel komplett ins Schwarze. Die Mutanten im Einsatz – genau das liefert das Heft.

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Mario Staas

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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