Die Entscheidung, die Chris am Ende der Episode fällt, ist leider ziemlich gut nachvollziehbar.
Höhepunkt einer Entwicklung
Das Treffen zwischen Chris Smith (John Cena) und Emily Harcourt (Jennifer Holland) wird vorbereitet. Rick Flag Sr. (Frank Grillo) hat alle ARGUS-Agenten, denen er vertrauen kann, um den Treffpunkt verteilt und wartet darauf, dass Peacemaker kommt und er ihn erledigen kann. Und tatsächlich erfüllt dieser seinen Wunsch insoweit, als dass er ankommt. Doch danach verläuft nicht alles nach Plan.
Unterdessen versucht der Adlerjäger St. Wild (Michael Rooker) Eagley zu töten. Allerdings muss er sehr schnell feststellen, dass dieser nicht nur ein einfacher Adler ist. Sondern ein ganz besonderes Tier. Dass seine Versuche, ihn umzubringen, nicht sonderlich gut aufnimmt.
Mit seinen Wunden wuchern markiert den Höhepunkt einer Entwicklung, die man im Prinzip schon seit langem hat kommen sehen. Was allerdings nichts daran ändert, dass dies eine Folge ist, die einen emotional heftig mitnimmt. Und an deren Ende klar wird, dass es jetzt erst so richtig spannend wird.
Lass uns Freunde sein
Zunächst geht es um den scheinbaren Verrat von Emily Harcourt. Man weiß ja mittlerweile, dass Peacemaker in sie verschossen ist, dass er sich insgeheim erhofft hat, dass auch die Harcourt aus seinem Universum seine Gefühle erwidern könnte. Doch schnell wird klar, dass dem nicht der Fall ist.
Allerdings ist es jetzt nicht so, dass sie ihn nicht mag. Sie respektiert ihn als Freund. Und eben als seine Freundin sorgt sie dafür, dass er von ARGUS und Rick Flag Sr. nicht umgebracht wird. Sondern „nur“ verhaftet wird. Ebenso, wie sie auch danach sich darum kümmert, dass er am Leben bleibt, wobei Rick Flag Sr. alles daran setzt, ihm dieses zu nehmen.
Die Szene, in der dieser Peacemaker brutal zusammenschlägt, geht einem nahe. Man wusste ja, dass er den Mörder seines Sohnes hasst. Dass er aber so weit geht, ist schon erschreckend. Und das Schlimme ist, es zeigt sich am Ende, dass dies auch nur Teil eines großen Plans ist, den er heimlich verfolgt hat.
Freunde fürs Leben
Dabei zeigt Mit seinen Wunden wuchern, wie sehr die 11th Street Kids mittlerweile Freunde geworden sind. Die alles dafür tun, um füreinander einzustehen. So ist es Emily Harcourt, die Economos überzeugt, dass er mit einem Trick dafür sorgt, dass Peacemaker wieder frei kommt. Derweil Leota wirklich alles daran setzt, dass Peacemaker zur Ruhe kommt.
Doch ob dieser die Taten seiner Freunde auch registriert? Diese Folge wirft diesbezüglich Fragen auf. Im Prinzip sieht man, wie er am Ende dieser Episode fertig mit seiner Welt ist. Sein Universum bietet ihm, so seine Meinung, nichts mehr, was ihn dazu bringen könnte, zu bleiben. Im Gegenteil: Er leidet hier zu viele Qualen. Weshalb er am Ende den, in seinen Augen, richtigen Schritt tut, alle Brücken hinter sich abzureißen und endgültig in das andere Universum überzuwechseln. Wo er wirklich all das hat, was er in seiner Heimat nicht hat. Unter anderem einen lebendigen Bruder und Vater, sowie eine Emily Harcourt, die seine Gefühle erwidert.
Und trotzdem bleiben am Ende Zweifel, ob nicht doch alles zu schön ist, um wahr zu sein. Denn wenn man Peacemakers eigenes Universum und das andere Universum vergleicht, dann fällt einem etwas auf. Das es nämlich in dem anderen an farbigen Leuten zu fehlen scheint. Wo in dem Ursprünglichen diese durchaus prominent präsentiert werden, ist dem in dem anderen nicht der Fall. Es ist ein durch und durch weißes Universum. Und man weiß nicht, woran das liegt.
Abgebrochen
Zurück zu den Freunden von Peacemaker: Es zeigt sich, wie stark diese Freundschaft ist. Dass sie trotz allem, was geschehen ist, beschließen, ihm nachzufolgen und ihn zurückzuholen. Eben weil ihnen an ihm liegt. Doch ob er dies auch realisieren wird? Das werden die nächsten Episoden zeigen müssen.
Am Ende ist das Einzige, was nicht für diese Folge spricht, der Plot um Eagley und St. Wild. Weil diese Handlung sich wie abgebrochen fühlt. Man erfährt, dass Peacemakers Haustier ein ganz besonderes ist, derweil es dafür sorgt, das St. Wild von anderen Adlern massakriert wird. Womit diese Figur höchstwahrscheinlich aus der Serie hinausgeschrieben worden ist. Nicht, dass man den Charakter großartig vermissen würde. Gefühlt kam er nie aus der Rolle der Karikatur eines Möchtegerntierjägers heraus und konnte dementsprechend nie so wirklich ernst genommen werden. Am Ende war er ein Lückenfüller, damit die Episode nicht zu kurz läuft.
Dennoch ist dies eine großartige Folge, die einen gespannt darauf macht, was als Nächstes kommen wird.
Info
Regie: Alethea Jones
Drehbuch: James Gunn
Showrunner: James Gunn
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