Diese Folge endet auf eine eher unerwartete und offene Art und Weise.
Doppelte Laufzeit
Chris Smith (John Cena) ist im Gefängnis und will seine Freunde nicht sehen. Die sich zu Recht Sorgen um ihn machen. Deshalb setzen sie alles daran, ihn wieder freizukriegen, was sie auch schaffen. Doch er will nichts von ihnen wissen, sondern setzt sich mich Eagley ab.
Unterdessen hat A.R.G.U.S. den Apparat, mit dem man eine Tür zu anderen Welten öffnen kann, in ihrem Besitz. Rick Flag Sr. (Frank Grillo) schickt immer wieder Teams los, die andere Türen öffnen, mit teilweise desaströsen Ausgängen. Doch das juckt ihn nicht. Er arbeitet nicht mehr mit seinen Leuten zusammen, sondern mehr mit der Crew von Lex Luthor. Mit dem er auch die Ergebnisse der Expeditionen teilt. Was allerdings in seinem alten Team für Unmut sorgt.
Man kann das Wort „Doppel“ in Doppel Nelson durchaus wortwörtlich nehmen. Denn wo die vorherigen Folgen im Schnitt nur um die 30 Minuten lang waren, ist diese hier doppelt so lang. 58 Minuten dauert diese Episode. Was für die Verhältnisse der zweiten Season jede Menge Zeit ist. Weshalb sich natürlich die bange Frage stellt, ob es James Gunn gelingt, diese zeitliche Länge auch gut zu füllen?
Material für eine dritte Season
Die Antwort lautet, dass es ihm gelingt. Dass die Folge allerdings am Ende dann doch nicht vollkommen überzeugt, liegt an etwas anderem. Und zwar einem Aspekt, der schon früher bei ihm daneben gegangen ist.
Was diese Episode gut macht, ist, dass sie nicht nur viele Plots abschließt. Sondern auch gleichzeitig sehr viel Material für eine kommende dritte Season vorbereitet, so denn es eine solche geben sollte. Aber angesichts der überwiegend großartigen zweiten Staffel kann man sich dies nur wünschen.
Es zeigt sich dabei, wie sehr die 11th Street Kids wirklich zu Freunden geworden sind. Wie sehr sie füreinander einstehen. Das sieht man unter anderem daran, wie Econmous extra Eagley in der Wohnung von Peacemaker sucht, um sich um ihn zu kümmern. Oder wie Adebayo ihre frühere Geliebte aufsucht, um sich mit ihr auszusprechen und so gleichzeitig für eine neue, gemeinsame Zukunft mit ihren Freunden den Weg frei macht. Oder wie Vigilante sein Falschgeld hergibt, damit sie Peacemaker befreien können.
Entfremdung
Wobei der es ihnen nicht dankt. Im Gegenteil: Er schottet sich über weite Teile der Folge ab. Er will nichts von ihnen wissen. Selbst nach seiner Befreiung will er nur vor seiner Wohnung sitzen und Gras rauchen. Er suhlt sich dabei in Selbstmitleid, was sich erst dann ändert, als seine Freunde ihn aufsuchen und ihm ins Gewissen reden.
Parallel dazu wird die schleichende Entfremdung zwischen Rick Flag Sr. und seinen Leuten gezeigt. Wo man sieht, wie diese immer neue Türen aufmachen, dass teilweise mit ihrem Leben bezahlen. Und er diese Opfer ignoriert und sich stattdessen nur über die Ergebnisse freut.
Wieso er dies macht, zeigt das Ende der Folge. Wo er Peacemaker kidnappen und dessen Unterschrift fälschen lässt, um ihn dann auf eine lebensfreundliche, andere Welt wieder rauszulassen. Wo dieser anschließend ohne Kontakt zur Zivilisation feststeckt. Es geht ihm, wie er sagt, immer noch um Rache für seinen von Peacemaker getöteten Sohn. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sich diese Aktionen in einem künftigen Auftritt rächen werden.
Stellenweise zu krasser Humor
Bei den anderen Welten, die die A.R.G.U.S.-Agenten besuchen, geht es stellenweise heftig zur Sache. Hier zeigt sich allerdings der Ideenreichtum und Ursprung als Horrorregisseur von James Gunn, der wirklich einige gruselige Welten erschafft. Und selbst die Welt, auf der Peacemaker am Ende landet, scheint gruselige Gefahr zu bergen.
Was jetzt stört, ist die Tatsache, dass stellenweise der Humor übertrieben krass ist. Das war ja auch schon ein Problem in „Guardians of the Galaxy vol. 2“. Hier ist es so, dass man über Szenen, wie, dass die Leute von Lex Luthor gemeinsam mit Ric Flag die Ergebnisse der Expeditionen feiern, derweil die ARGUS-Agenten geschunden zurückkommen, nicht lachen kann. Vor allem dann nicht, wenn man sieht, wie die Luthor-Crew auch noch Drogen zu sich nehmen. Das ist dann doch zu übertrieben.
Dennoch ist es ein guter Staffelabschluss.
Info
Regie: James Gunn
Drehbuch: James Gunn
Showrunner: James Gunn
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Avatar: Der Herr der Elemente – 59 – Zosins Komet: Teil 2: Die alten Meister - 3. Juni 2026
- Peacemaker – 16 – Doppel Nelson - 3. Juni 2026
- Avatar – Der Herr der Elemente: Die Vergeltung von Roku - 2. Juni 2026

