Artefakte der Nargan – ein Mausbiber gerät auf Abwege
Worum geht es in diesem Roman?
Perry Rhodan ist mit der SHIKARI nach Gren Gor gereist, um dort am Landungsort der ILTEG nach den ÜBSEF-Kollektor aus Guckys Erinnerungen der Mumienbesatzung zu suchen, um bei der Rettung/Bergung von ES zu helfen.
Mit an Bord ist auch der kleine Coyn, der in die Fußstapfen seines großen Vorbilds Gucky treten will und sich auf einen gefährlichen Alleingang begibt.
Der Leseeindruck
Das Cover kündigt mit seinem vorwitzigen Mausbiber schon an, in welche Richtung es gehen wird, es wird lustig bis kindlich werden. Auch das hat Tradition im Perry Rhodan Umfeld und da kommt dem Kenner der Serie natürlich sofort der Name Clark Dalton und seine Gucky/Mausbiber Romane in den Sinn. Und natürlich auch Olli Bolly von der Basis.
Das sind große Fußstapfen und das hätte jetzt auch schiefgehen können. Zu meiner großen Freude funktioniert aber der Charakter Coyn und damit auch die Handlung. Der kleine Mausbiber ist vorwitzig, bleibt dabei aber sympathisch und geerdet. Die Figur geht im Rahmen ihrer kindlichen Möglichkeiten systematisch und sehr überlegt vor. Die Figur scheitert auch mal im ersten Anlauf, erkennt eigene Fehler und sucht dann einen bessern Weg. Bei ein, zwei Dingen wurde dann auch mal fünf gerade sein gelassen, da würden mir in Bezug auf die Reise zum Planeten noch ein, zwei Stolpersteine seitens der Schiffspositronik einfallen, aber seinen wir hier nicht päpstlicher als der Papst. Im gesetzten Rahmen funktioniert das trotzdem.
Ich hatte meinen Spaß bei der Geschichte!
Gerne mehr für den Nachwuchs. Vielleicht in einer eigenen neuen Kategorie? Neue Leser wachsen nicht auf Bäumen, die denen muss man auch was bieten, damit das Genre SF und die Serie Perry Rhodan nicht mit den Altlesern ausstirbt.
Die Punktevergabe
Einstieg (max. 2 Punkte, Koppeln zum Vorgänger, Holt mich der Anfang ab?):
Dass dieser Roman anders wird, war absehbar bis klar und hier stimmen Erwartung und Inhalt überein. Ich vergebe hier 1,75 Punkte.
Immersion (max. 2 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt):
Die Geschichte springt meinem Geschmack nach zwischen zu vielen Personen, was die Immersion der eigentlich tollen Geschichte etwas dämpft. Ich vergebe hier 1,6 Punkte.
Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte):
Ich bekomme hier deutlich mehr als ursprünglich erwartet und vergebe hier 1,75 Punkte.
Der Handlungs-Spannungsbogen (Max. 2 Punkte):
Die Geschichte fließt auch, wenn es meiner Meinung nach etwas zu viele Perspektivfiguren gibt. Ich vergebe hier 1,6 Punkte.
Ausblick (max. 2 Punkte. Zusammenfassung. Habe ich Lust, weiter zu lesen?):
Es war ein toller Roman, der zwar etwas abseits des Üblichen war, aber hervorragend funktioniert hat. Wir bleiben wohl im selben Thema und ich vergebe hier 1,5 Punkte.
Das ergibt in Summe hervorragende 8,2 von 10 Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.
Info
Autor: Christian Montillon
Cover-Artist: Dominic Beyeler
Erschienen: Freitag, 5. Juni 2026
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Perry Rhodan – 3381 – Die Coyn-Katastrophe (Christian Montillon) - 13. Juni 2026
- Perry Rhodan – 3380 – Galaxis im Schatten (Christian Montillon) - 6. Juni 2026
- Perry Rhodan – 3379 – Pilger in Raum und Zeit (Hubert Haensel) - 30. Mai 2026


