Ein Konzept stirbt – und eine Superintelligenz ist verwirrt
Worum geht es in diesem Roman?
Die Situation im Sol-System ist durch die Anwesenheit des zerfragmentierten ES immer noch desolat. Perry kam mit leeren Händen heim und PIAT hat Terra immer noch fest im Griff, so das selbst ein Flint Cole noch an der Konferenz teilnehmen darf.
Rettung erhoffen sich die Terraner von der Suche nach Wanderer des alten Ankers der Superintelligenz ES und so machen sich schließlich die ES-Hüterinnen Toio und Shinae Zindher auf die Suche nach Wanderer, wo auf die Rebellen von Wanderer stoßen werden …
Der Leseeindruck
Nachdem der vorherige Handlungsblock auf Terra zum Terra-ES Handlungsstrang eher nicht meins war, trat, nachdem man dann dem PIAT-verseuchten Terra den Rücken gekehrt hat, doch wieder der Lesespass in den Vordergrund. Die beiden ES-Hüterinnen Toio Zindher und Shinae Zindher-Bull machen sich auf die Suche nach der Kunstwelt Wanderer.
Der Roman ist eine Schnitzeljagd, oder Suche nach den Brotkrumen Wanderers, bei dem eine phantastische und erkennbar mit ES im Zusammenhang stehende Begegnungen gibt. Wir kommen dem Ziel Wanderer Schritt für Schritt näher und landen dann schließlich auf der Kunstwelt und dem ehemaligen Anker der Superintelligenz ES. Dort sind die schon fast vergessenen Navigatoren Lua Virtanen und Vogel ziellos für das Abdriften der Kunstwelt vom Kurs verantwortlich. Das wiederum sorgt für deutliche Missstimmung auf der Kunstwelt.
Die beiden ES-Hüterinnen erfüllen ihre Aufgabe, aber das schafft gleichzeitig neue Probleme für den nächsten Roman. Es bleibt also spannend.
Die Punktevergabe
Einstieg (max. 2 Punkte, Koppeln zum Vorgänger, Holt mich der Anfang ab?):
Der Einstieg leidet noch etwas unter dem thematischen Vorgänger und so vergebe ich hier nur 0,75 Punkte.
Immersion (max. 2 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt):
Der Roman steigert sich deutlich im Laufe der Handlung und bleibt dabei immer kurzweilig und mitnehmend. Ich vergebe hier 1,75 Punkte.
Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte):
Ein ES-Roman strotzt natürlich von alten Rätseln und kosmischen Wundern und so kommt der Sense-of-Wonder natürlich nicht zu kurz, auch wenn es etwas im Schnelldurchlauf war. Ich vergebe hier 1,75 Punkte.
Der Handlungs-Spannungsbogen (Max. 2 Punkte):
Der Roman führt in für mich deutlich interessantere Schauplätze und Themen. Es ist aber doch etwas eine Schnitzeljagd und leidet etwas unter Zeitdruck. Es war trotzendem spannend und so vergebe ich hier 1,5 Punkte.
Ausblick (max. 2 Punkte. Zusammenfassung. Habe ich Lust, weiter zu lesen?):
Am Ende war es eine gute und spannende Geschichte voller Wunder und der Entspurt des Zyklus ist erkennbar eingeleitet. Ich vergebe hier 1,5 Punkte.
Das ergibt in Summe sehr ordentliche 7,25 von 10 Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.
Info
Autor: Stefan Pannor
Cover-Artist: Alfred Kelsner
Erschienen: Freitag, 18. September 2026
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