Dieses Mal vermischt die Serie gekonnt Tragik mit Komik, so das man am Ende sowohl lacht, wie auch trauert.
Endlich großartig
Mit Hilfe von G.I. Robot (Sean Gunn), der dank der Anweisung von Rick Flag Sr. (Frank Grillo) die angreifenden Söhne von Themyscira als Nazis sieht, können die Braut (Indira Varma) und Nina (Zoë Chao) befreit werden. Vor allem um Letztere kümmert sich der Roboter rührend. Doch das stellt sich als ein Ablenkungsmanöver heraus, derweil Circe (Anya Chalotra) in Wahrheit mit ihren Leuten das Schloss angreift. Womit klar wird, dass das Sonderkommando schnell zurück muss.
In der Vergangenheit war der Roboter Teil der Easy Company, die er sogar mal aus einem Hinterhalt der Nazis gerettet hat. Doch die Zeit vergeht und er wird von Experte zu Experte, von Lager zu Lager geschickt. Bis er eines Tages privat verkauft wird. Was sich als ein Wendepunkt in seinem Leben herausstellen sollte.
Mit Ein Hoch auf den Blechmann schafft es die Creature Commandos-Reihe endlich, das von James Gunn gewohnte Niveau zu erreichen. Es ist die erste Folge, die wirklich von Anfang bis Ende stimmt und Spaß macht. Und das alles ist dem Teammitglied zu verdanken, dass eigentlich unfähig ist, Gefühle zu haben.
Eine interessante Maschine
G.I. Robot stach selbst in diesem Kuriositätenkabinett hervor. Eine Maschine, anscheinend eine mit einer gewissen Vergangenheit. Etwas, das sehr darauf fixiert war, Nazis zu töten. Vom Namen her ein Ex-Soldat, von dem man gerne gewusst hätte, wie alt er wirklich war und wieso er im Gefängnis gelandet war.
Genauso wie bei der Braut in Die Turmalin-Halskette erhält er jetzt eine Folge, die sich vor allem auf ihn fokussiert. In derem Verlauf man vieles über sein Leben erfährt. Allerdings anders als bei der Braut eben nicht alles.
Die Folge fängt nämlich bereits damit an, dass er wohl schon seit einiger Zeit existiert. Jedenfalls sieht man ihn direkt im Einsatz, wie er von der Easy Company den Respekt erhält, den er sich verdient hat. Und auch, wenn er nicht in der Lage ist, Gefühle auszudrücken, hat man dennoch den Eindruck, dass ihm dies gut tut, dass er dies mag.
Einige Anspielungen
Denn im Laufe der darauffolgenden Jahre fragt er immer wieder nach der Einheit und was mit ihnen ist. Es wohnt eine gewisse Tragik bei, dass er anscheinend kein Konzept für den Verlauf von Zeit hat. Und im Laufe der Jahre auch seine Leistungen vergessen wurden. So das er unter anderem als Versuchsobjekt dient, anhand derer eine Person herausfinden will, wie er künftige maschinelle Wesen lebendig werden lassen kann.
Es gibt in dieser Folge einige wunderbare Anspielungen zur DC Comics-Historie. Die Easy Company war quasi das DC-Äquivalent zu Nick Furys Howling Commando von Marvel. Ebenso war eine Zeitlang unter der aktuellen DC-Führung ein Sgt. Rock-Film in Arbeit, ehe die Produktion von diesem leider ohne Ergebnis eingestellt wurde. Der Wissenschaftler Will Magnus wiederum wird dann die Metal Men erschaffen, eine Gruppe von Androiden, die auf verschiedenen Metallen basieren. Auch wenn das hier nur ganz zart angedeutet wird.
Der Schwenk in die Zeit kurz vor der Handlungsgegenwart zeigt dann die ganze Tragik seiner Existenz. Dass er, vergessen von der Welt, in die Hände von jemanden gerät, der sich am Ende als sein Feind herausstellt. Wobei er eigentlich ein Unschuldiger ist, der nur fehlgeleitet worden ist. Doch für G.I. Robot gibt es kein Grau, sondern nur Schwarz/Weiß.
Ein trauriges Schicksal
Seine Taten in der Handlungsgegenwart zeigen dann, zu was er fähig ist. Dass er sowohl ein furchterregender Krieger ist. Aber ebenso, dass er durchaus zu Empathie fähig ist. Was sein finales Schicksal anschließend umso trauriger macht.
So oder so ist es eine grandiose Folge. Bitte mehr von solchen Episoden.
Informationen
Regie: Matt Peters
Drehbuch: James Gunn
Showrunner: Dean Lorey
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Warpskala
Warpskala- Creature Commandos – 3 – Ein Hoch auf den Blechmann - 20. Mai 2026
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