Doom Patrol
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Review: Doom Patrol 26 – Urlaub

Lesezeit circa: 4 Minuten

Nach all den Ereignissen der letzten Zeit braucht die Doom Patrol dringend Urlaub.

Eine dringend benötigte Auszeit

Im Jahr 1949 rekrutiert die Bruderschaft des Bösen Garguax (Stephen Murphy). Er erhält den Auftrag, Rita Farr (April Bowlby) zu töten. Zu diesem Zweck begibt er sich zum Codsville Mountain Resort und wartet dort auf das Signal, dass er losschlagen kann. Doch es lässt auf sich warten, weshalb er und sein Assistent Samuelson (Billy Boyd) Jahrzehnte lang ausharren.

In der Gegenwart beschließt Rita, dass es nach all den Ereignissen der letzten Zeit für die Doom Patrol dringend nötig ist, Urlaub zu machen. Sie kann Victor Stone (Joivan Wade), Cliff Steele (Brendan Fraser (Stimme), Riley Shanahan (Körper)) und Crazy Jane (Diane Guerrero) überzeugen mitzukommen. Wobei nahezu jeder von ihnen seine eigenen Probleme hat, die ihn auch in den Ferien beschäftigen.

Urlaub ist also der ursprünglich geplante Auftakt zur dritten Staffel. Und nach den Ereignissen von Neue Möglichkeiten fühlt es sich wie ein Neustart an. Man fühlt sich beim Gucken positiv wieder mehr an die Absurdität der ersten Season erinnert, wo man nie wusste, was einen als Nächstes für eine durchgeknallte Idee erwarten würde.

Jedem Mitglied sein Problemchen

Das fängt schon mit der Auswahl der Gegenspieler an. Monsieur Mallah und das Gehirn sind in den Comics die klassischen Antagonisten der Doom Patrol. Ihr Auftritt in dieser Folge ist natürlich ein nettes, kleines Bonbon für Fans der Comicvorlage. Doch auch die eigentlichen „Schurken“ sind grandios. Gargax der Dezimator wirkt schon allein vom Äußeren her außergewöhnlich, mit seiner grünen Haut und den Ornamenten, die er am Kopf trägt. Sein Assistent Samuelson hingegen bleibt über weite Teile der Episode blass und am Rande der Ereignisse. Was allerdings von den Machern der Serie eine bewusste Entscheidung war, da so gewisse Geschehnisse mehr Wucht erhalten.

Wobei sich Urlaub nicht nur um die Schurken dreht. Sondern natürlich ebenfalls um die Mitglieder der Doom Patrol. Die sich, wie es mittlerweile üblich ist, mit ihren eigenen Problemen herumschlagen müssen.

Da ist allen voran Rita Farr, die in dieser Folge eine Art Zusammenbruch erleidet. Denn ihr wird klar, dass all die Ziele, die sie sich in der letzten Season gesetzt hat – ihre Karriere als Schauspielerin oder als Superheldin – am Ende gescheitert sind. Das, kombiniert mit der Tatsache, dass Chief Caulder verschwunden ist und Larry Traynor ebenfalls durch Abwesenheit glänzt, sorgt dafür, dass sie eben den titelgebenden Urlaub machen möchte.

Ein frischer Wind weht

Bei Victor Stone zeigen die Ereignisse rund um seine Geliebte Roni Konsequenzen. Er verliert den Zugang zu seinem Computer und schafft es nicht, mit seiner Liebe Kontakt aufzunehmen, obwohl sie ihn in der letzten Staffel reingelegt hatte. Und Cliff Steele? Zeigt Anzeichen von Parkinson, will das aber nicht wahrhaben.

Die Einzige des Quartetts, die mit sich im Reinen ist, ist ausgerechnet Crazy Jane. Es scheint, als ob die Entwicklungen der letzten Season, vor allem die mit Miranda, dafür gesorgt haben, dass die Persönlichkeiten nicht im Clinch miteinander liegen, sondern sogar zusammenarbeiten. Was eventuell aber auch daran liegt, dass die frühere Hauptpersönlichkeit Kay sich nicht mehr versteckt, sondern alles neugierig beobachtet. Doch dass hier in Urlaub alles in Ordnung ist, das ist für Doom Patrol-Verhältnisse eher ungewöhnlich und nicht passend. Vermutlich wird hier das dicke Ende noch erst kommen.

Nicht mit von der Partie ist Larry Traynor, der am Ende von Neue Möglichkeiten von seinem Energiewesen ins All gebracht wurde. Und hier kommt es beim Finale der Episode zu einer überraschenden Entwicklung, bei der man sich fragt, wie es dabei mit dem Charakter weitergehen wird. Denn was da geschehen ist, passierte schon ein Mal und es bekam ihm nicht unbedingt.

Urlaub fühlt sich wirklich wie ein Neustart, wie ein frischer Wind an. Weder Niles Caulder noch Dorothy tauchen in dieser Episode auf. Sie werden zwar erwähnt, ebenso wie auch auf die Ereignisse der zweiten Season Bezug genommen wird. Aber sie dominieren nicht die Vorkommnisse dieser Folge. Was ihr sehr gut tut, weil so Neues aufgebaut werden kann. Und bereits das Ende der Episode sorgt dafür, dass man umso gespannter auf die kommende sein wird.

warpshop

Warpskala

Warpskala
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Fühlt sich wie ein Neuanfang an
  • Wieder skurrile Gegner
  • Die jeweiligen Probleme der Doom Patrol-Mitglieder
Götz Piesbergen

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