Review: Perry Rhodan 3110 – Gators zweite Chance

Lesezeit circa: 3 Minuten

Das Chaos greift nach Umbriel – ein einsamer Kampf um den Uranusmond

Perry Rhodan 3110 Gators zweite Chance

Titel: Gators zweite Chance
Autor: Kai Hirdt
Zeichner: Swen Papenbrock
Erschienen: Freitag, 26. März 2021

 

 

 

 

Worum geht es in diesem Roman?

Die drei Überläufer vom Chaoporter FENERIK werden auf dem Geheimdienststützpunkt Port Tanwalzen verhört. Es geht nicht recht voran und so entscheidet sich Aurelia Bina zu einem Psychospiel alter terranischer Prägung.

Der Leseeindruck

Kai Hirdts Roman war ein toller Agententhriller mit einer bitter-süßen Note, voller toll gezeichneter Figuren und ein bis zwei Kleinigkeiten, die dem pingeligen Leser dann doch aufgefallen sind.

Besonders beiden Hauptfiguren, Truman „Gator“ Oudenkerk, ein gebrochener früherer Spitzenagent wie James Bond, und die endlich wieder aufgetauchte Posmi Aurelia Bina haben mich überzeugt.

Während der eine als Kontrapositonik-Operator mit seinen eigenen Dämonen und der eigenen Chefin ringt, so überzeugt Aurelia sowohl als handelnde Figur wie auch als tolles Beispiel für eine intelligente künstliche Lebensform, die sich mit vielen unlogischen Marotten biologischer Lebensformen herumschlagen muss.

Was uns nun zu den eher unlogischen Dingen im Roman führt. An und für sich überzeugt der Roman als Ganzes, wenn man bei ein, zwei Dingen Fünfe gerade sein lässt. Etwas merkwürdig waren dort der doch eher windige Whistler der XXI, der zwar eine Vergangenheit mit Truman „Gator“ Oudenkerk bei dessen früherer Agententätigkeit hatte, den ich aber eher weniger auf diesen hochgeheimen Stützpunkt gelassen hätte, auf dem gerade die einzigen Zeugen der größten Gefahr des aktuellen Zyklus verhört werden. Zum anderen ist es erschreckend, einfach in die zweite, mindestens ebenso hochgeheime Spacejet der stellvertretenden Geheimdienstchefin Bina einzudringen. So unsicher sind nicht einmal mehr die Funköffner unserer heutigen Autos.

Ich denke, hier wurde etwas Logik der Handlung geopfert, den wenn es diese Schwachstellen nicht gegeben hätte, hätte nicht viel Handlung stattgefunden. Ebenso wie die etwas unglückliche Personalführung der Stützpunktkommandantin, die einen zwar betreuungsintensiven, aber durchaus fähigen Spezialisten quasi ins offene Messer laufen lässt. Wäre das Verhältnis besser gewesen, hätte es wiederum keine Geschichte gegeben.

Nun, gelangweilt oder gar unterfordert war ich bei der Lektüre dieses spannenden Agententhrillers um die chaotachischen Deserteure jedenfalls nicht und wenn man noch ein paar Dinge zum Drübernachgrübeln mitnehmen kann, umso besser.

In Summe also definitiv eines der Highlights des bis auf eine Ausnahme hervorragenden Zyklus.

Wer neugierig geworden ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.


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Markus Gersting

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