Die Muse kommt Jake Sisko besuchen. Nur leider hat dies für ihn nicht nur positive Konsequenzen.

Was wird einen erwarten?

Jake Sisko (Cirroc Lofton) bekommt Besuch von einer mysteriösen Frau mit dem Namen Onaya (Meg Foster). Sie verstärkt seine Fähigkeiten als Schriftsteller, absorbiert dabei aber seine kreative Energie. Und je weiter er in seinem Buch kommt, desto lebensbedrohlicher wird es für ihn, bis er eines Tages kollabiert. Sie entführt ihn und will ihm den Rest stehlen, doch Benjamin Sisko  (Avery Brooks) kann das verhindern und das Wesen vertreiben.

Lwaxana Troi ( Majel Barrett-Roddenberry) ist wieder zurück. Und dieses Mal ist sie schwanger. Doch das Problem ist, dass ihr letzter Mann, ein gewisser Jeyal (Michael Ansara), gemäß Tradition das Recht hat, ihr das Kind wegzunehmen und es selbst zu erziehen. Odo (René Auberjonois) will ihr helfen und findet eine Gesetzeslücke. Er heiratet sie und gesteht ihr öffentlich und für alle glaubwürdig die Liebe. Jeyal muss abziehen und der Constable und die Botschafterin trennen sich wieder.

Bislang war es so, dass wenn Lwaxana Troi in Deep Space Nine auftauchte, man gut unterhalten wurde. Dabei war jeder ihrer Auftritte atmosphärisch unterschiedlich. In Persönlichkeiten zeigte sie eine ernste Seite von sich, derweil Das Festival einfach nur purer, herrlicher Klamauk war. Da stellt sich natürlich die Frage, was einen in Die Muse erwarten wird?

Nicht zufriedenstellend

Die Antwort fällt leider nicht zufriedenstellend aus. Im Prinzip handelt es sich hierbei um eine Folge, die die freundschaftliche Beziehung zwischen ihr und Odo vertieft und nochmal festigt. Das ist an und für sich kein Problem, ist sie doch eine der wenigen Personen, die es bislang geschafft haben, dem grummeligen Constable auch mal ein Lächeln zu entlocken.

Aber in Die Muse wirkt die Handlung und damit auch das Argument für Odos Aktionen, ihr zu helfen, unglaubwürdig. Das fängt schon mit der Prämisse an, dass die betazoidische Botschafterin auf einmal sichtbar schwanger ist. In Persönlichkeiten sagte und zeigte sie dem Constable, dass sie gealtert ist. Hat das etwa in der Zukunft keine Konsequenzen? Wäre das bei ihr jetzt etwa keine Risikoschwangerschaft? Doch darüber wird kein Wort verloren.

Stattdessen erlebt man einen sehr menschlich agierenden Odo, wie er versucht, Lwaxana zu helfen. Dass er sie am Ende sogar heiratet, nur um sie zu retten, wirkt wie ein ziemlich drastischer Schritt, der nicht so wirklich zur bisherigen Darstellung des Constables passt. Denn vorher war es so, dass klar gemacht wurde, dass er in Major Kira Nerys verliebt war. Jetzt hätte man meinen können, dass seine Hochzeit mit seiner betazoidischen Freundin für ihn Mittel zum Zweck war, um seiner Geliebten eins auszuwischen. Doch da der Major in dieser Folge nur am Rande auftaucht, kann man diesen Gedanken wieder verwerfen.

Schwach, einfach nur schwach

So oder so ist dieser Plot von Die Muse schwach und die darstellerischen Leistungen von René Auberjonois und Majel Barrett-Roddenberry retten die Folge nicht. Was aber auch daran liegt, dass der Zweitplot der Episode genauso enttäuschend ausfällt.

Einerseits ist es schön, dass Jake ebenfalls wieder Handlung kriegt. Aber andererseits kann sein Plot nicht überzeugen, was auch an der Darstellung von Onaya liegt. Sie soll wohl bewusst mysteriös wirken. Doch stattdessen wirkt die Charakterisierung lachhaft und lächerlich!

Zu keinem Zeitpunkt kommt hier Spannung auf. Stattdessen plätschert das Handlungsgeschehen vor sich hin, sodass man irgendwann einzuschlafen droht. Und das ist für Die Muse kein gutes Zeichen!

The Muse, wie die Folge auch auf Englisch heißt, ist eine der schwächsten Deep Space Nine-Episoden. Hier passt einfach nichts! Besser ist, man streicht sie so schnell es geht aus dem Gedächtnis.


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Götz Piesbergen

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