Review: Perry Rhodan NEO 18 – Der erste Thort

Lesezeit circa: 5 Minuten

Auf der Suche nach Crest landen Perry Rhodan und sein Team in der dunklen Vergangenheit. Sie begegnen dem ersten Thort.

Der erste ThortTitel: Der erste Thort
Autorin: Michelle Stern
Titelbild: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erscheinungsdatum: 25.05.2012

Zur Handlung

Perry Rhodan und sein Team betreten auf einem Wega-Mond einen Transmitter, in der Hoffnung den Arkoniden Crest auf seiner Suche nach dem ewigen Leben auffinden zu können.

Nach Durchqueren des Transmitters wird dieser zerstört und sie geraten in ferronische Gefangenschaft. Im Dunklen Zeitalter der Ferronen herrscht bereits seit neunzig Jahren Bürgerkrieg. Der Befehlshaber der angreifenden Truppen, Nerlan, führt seine Armee in die alles entscheidende Schlacht um Remanor. Perry und seine Freunde sollen ihn dabei an vorderster Front unterstützen.

Thora und Sue Mirafiore werden von der Gruppe getrennt, um Nerlan zu Leibesdiensten zu sein. Lossoshér erkennt in dem Ferronen Guall den ersten Thort, den er an seinem dritten Auge identifizieren kann. Im Laufe der Schlacht übernimmt Guall mehr und mehr die Verantwortung über die angreifenden Soldaten. Dennoch ist die Lage fast aussichtslos, als unvermutet Thora mit Rukaar, der Halbschwester von Nerlan, zu Hilfe eilt. Die Städter flüchten aufgrund der plötzlichen Übermacht der Angreifer und Rukaar unterstellt sich und ihre Truppen dem ersten Thort.

Nach den Kampfhandlungen finden Perry und seine Begleiter den erhofften Transmitter in einer Zitadelle und die Suche nach Crest wird fortgesetzt.

Auf der Erde wiederum begeben sich Mildred Orsons und Julian Tifflor ebenfalls auf eine Suche. Julians Vater William ist, nach der Verteidigung von Crest am Supreme Court in Washington, spurlos verschwunden. Mildred und Tiff ersuchen am Lakeside-Institut Gucky um Hilfe. Dieser freut sich über die willkommene Abwechslung und begleitet die beiden auf ihrem Abenteuer quer durch die Vereinigten Staaten. In Washington angekommen, lässt sich Gucky von einem geldgierigen Fremdenführer freiwillig in Gefangenschaft verkaufen, um eine heiße Spur zu Julians Vater zu verfolgen. Der Antimutant Monk macht Gucky mit seinen Fähigkeiten einen Strich durch die Rechnung. Er isoliert die Mitglieder seiner religiösen Sekte auf einem Bauernhof fernab der Zivilisation. Durch das Sektenmitglied Betty gelingt Gucky die Flucht aus seinem Käfig.

Tiff und Mildred stoßen mit Unterstützung dazu und ermöglichen es, den Sektenführer zu stellen und William zu befreien.

Meinung und Fazit zu Der erste Thort

Michelle Stern gibt mit diesem Roman ihr Debüt im Perryversum. Auf zwei Handlungsebenen erzählt sie eine Geschichte, welche die eigentliche Rahmenhandlung aber kaum voran bringt. Die Suche nach Crest wird lediglich vertagt.

Der Romantitel gibt schon Aufschluß darüber, dass Perry Rodan und seine Begleiter im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Der Roman beginnt kurzweilig. Mit der Gefangennahme und den Schilderungen, was unsere Protagonisten im ferronischer Gefangenschaft erleben, endet meine Anfangseuphorie allerdings dann auch schon.

Die Entwicklung von Guall zum ersten Thort geschieht mir nämlich viel zu abrupt. Innerhalb weniger Stunden vollzieht sich im Charakter des Ferronen eine unglaubwürdige Wandlung vom Mitläufer zum selbstbewussten Herrscher.

Nerlan verkörpert hingegen einen typischen Klischee-Schurken, er ist abgrundtief böse, riecht übel und findet Gefallen an der Misshandlung seiner Halbschwester und der Vergewaltigung wehrloser Frauen. Das ist viel zu viel Retortenschurke und viel zu wenig Kreativität in der Charakterdarstellung.

Die Geschehnisse auf der Erde verdienen dagegen ein Sonderlob. Michelle Stern gelingt eine wunderbar kurzweilige Geschichte, die Gucky’s Vorlieben für Möhren in einem irrwitzigen Dialog aufklärt und dem Ilt einen großen Sympathiebonus beschert. Die Erlebnisse bei einer Polizeikontrolle haben mich schmunzeln lassen und werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

Anders als im Wega-System gelingt der Autorin die Darstellung des terranischen Bösewichts mit Bravour. Der Sektenführer und Antimutant Monk wirkt deutlich düsterer und somit glaubhafter als sein Pendant im ferronischen Handlungsabschnitt. Auch wenn er eine wesentlich kleinere Rolle in der Handlung einnimmt als Nerlan.

Unterm Strich ist Michelle Stern damit ein durchaus ordentlicher erster Schritt ins NEOversum gelungen. Mit viel Luft nach oben.


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