Spotlight: Patrick Troughton

Lesezeit circa: 5 Minuten

Der vielfältige Charakterdarsteller Patrick Troughton führte ein bewegtes Leben.

Beginn seiner Karriere

Patrick Troughton wurde am 25. März 1920 in Londoner Vorort Mill Hill geboren und wuchs dort mit seinen Eltern und seinen zwei Geschwistern auf. Nach seinem Studium an der Embassy School of Acting in London bekam er ein Stipendium in New York und lebte dort bis zum Beginn des 2. Weltkriegs 1939. Das Schiff, mit dem er nach England zurückkehrte, sank nach der Kollision mit einer Seemine, aber Crew und Passagiere konnten sich in den Rettungsbotten retten. 

Nach dem Krieg kehrte er 1945  kurzfristig an die Londoner Theater zurück, bis er 1947 seinen ersten Fernsehauftritt als Horatio in Hamlet hatte.  Nachfolgend spielte er mehrere Haupt- und Nebenrollen zum Beispiel in Escape (1948 mit William Hartnell, dem ersten Doctor Who), Disneys Die Schatzinsel (1950)  oder Robin Hood (1953). Seine bekannteste Rollen sind die des Father Brennan in Das Omen (1976) und natürlich die des 2. Doctors in Doctor Who (1966-1969). 

Doctor Who

Drei Jahre, nachdem Doctor Who, verkörpert durch William Hartnell, auf den britischen Bildschirmen erschien, machte die angeschlagene körperliche Verfassung des Hauptdarstellers die Arbeit äußerst schwierig. Da die Serie aber sowohl in Großbritannien, als auch in Amerika sehr erfolgreich war, wollte die BBC die Serie unbedingt weiterführen. Man entschied sich die Hauptfigur neu zu besetzten und erfand die Regeneration der Timelords. Nach einer Empfehlung Hartnells fragte man Patrick Troughton an, der allerdings mehrfach absagte, da er sich den Erfolg eines anderen Doctors als Hartnells nicht vorstellen konnte. Ein deutliche Erhöhung seiner Gage stimmte ihn schließlich um. Nachdem die ersten 3 Episoden nach der Regeneration beim Publikum nicht so gut ankamen, wurde seine Darstellung des Doctors als alberner Weltraum-Vagabund ein unglaublicher Erfolg. Nach drei Jahren gab er die Rolle jedoch auf, um nicht auf diese reduziert zu werden und weiterhin als Charakterdarsteller besetzt zu werden. Das gelang ihm auch, so dass er in seiner Karriere auf über 150 TV Produktionen und über 20 Kinofilmen zurückblicken konnte. Patrick Troughton war unglaublich vielseitig und strebte immer nach Veränderungen. So spielte er in Scars of Dracula (1970), Das Omen (1976) oder Sindbad und das Auge des Tigers (1977). Wie viele Darsteller des Doctors kam er in den Specials gerne wieder zurück und spielte mit seinen Nachfolgern in The Three Doctors, The Five Doctors und The Two Doctors. Nachdem er an der allerersten Doctor Who Convention teilnahm, revidierte der eher schüchterne Troughton seine Ansicht, nicht zu sehr in der Öffentlichkeit stehen zu wollen und nur spärlich Interviews zu geben. Er wurde ein begeisterter, regelmäßiger Gast bei Convention. 

Leider gelten die meistern seiner Doctor Who Episoden als verschollen, da die BBC zu dieser Zeit aus diversen Gründen das Filmmaterial vernichtete oder überspielte. 

Patrick Troughton

Privatleben

Patrick Troughton war seine Privatsphäre immer sehr wichtig, lange nach seinem Tod allerdings veröffentliche sein Sohn Michael Troughton eine Biographie über seinen Vater und enthüllte dessen familiäres Doppelleben. Nach der Geburt seines dritten Kindes verließ er seine Frau nach 12 Jahren Ehe, gründete mit seiner Freundin eine “neue” Familie und bekam drei weitere Kinder. Vor seiner Mutter verbarg er dieses Doppelleben über 20 Jahre, bis zu ihrem Tod.  Sein schauspielerisches Talent gab er an seine Kinder und Enkel weiter. Am bekanntesten sind seine Enkel Sam Troughton in der TV Rolle des Robin Hood (2006) sowie Henry Melling der Darsteller des Dudley Dursley in Harry Potter (2001 – 2011). 

Am 28.März 1987 verstarb Patrick Troughton nach seiner Teilnahme an der Magnum Opus Con, einer Sci Fi Sonvention in Columbus, Georgia an seinem dritten Herzinfarkt. Nachdem seine Asche bei der Rückführung nach England kurzzeitig verloren ging, wurde sie an einem seiner Lieblingsplätze in einem Londoner Park verstreut. 

Life depends on change – and renewal

Patrick Troughton im Web


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Stefanie Maus
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