Review: Star Trek – Corps of Engineers 23: Feuersturm 1

Lesezeit circa: 5 Minuten

Mit Feuersturm 1 wird die Besatzung der daVinci vor eine ganz besondere Herausforderung gestellt.

Die Rückkehr eines alten Bekannten

An Bord der U.S.S. DaVinci herrscht seit langer Zeit Ruhe und Frieden. Die jeweiligen Offiziere haben viel Freizeit und können so diversen Beschäftigungen nachgehen. Doch dann erhalten sie eine neue Mission. Die U.S.S. Orion wird als vermisst gemeldet. Und das Schiff beherbergt einen streng geheimen Torpedo, der in den falschen Händen zu einer gefährlichen Waffe werden könnte.

Als das Schiff des Ingenieurscorps am letzten Aufenthaltsort des vermissten Raumschiffes ankommt, wird klar, dass die Mission besonders bedrohlich wird. Denn das andere Schiff befindet sich auf einem Kurs, der immer tiefer in eine Sonne hineinführt. Doch sie müssen ihm nachfolgen, ehe es zu einer Katastrophe kommt.

Mit Feuersturm 1 kehrt David Mack zurück zur Corps of Engineers-Reihe. Er hat bereits früher gemeinsam mit Keith R.A. DeCandido den Unbesiegbar-Zweiteiler geschrieben, ist dieses Mal aber alleine unterwegs. Was allerdings nichts Schlechtes bedeuten muss, da viele seiner Solowerke Must-Reads sind.

Die Ruhe vor dem Sturm

Dass der Autor ein Meister der Spannungsliteratur ist, beweist er mit diesem Roman sehr gut. Er setzt zu Beginn ein erstes Ausrufezeichen, als er die Katastrophe schildert, die die Orion erwischt. Dabei schafft er es in wenigen Seiten, dass man mit der Crew und ihrem Captain sympathisiert und der Tod dieser Personen einem wehtut.

Danach tritt er ein wenig auf die Bremse und fokussiert sich stattdessen auf die Besatzung der DaVinci. Er gibt in Feuersturm 1 ein paar kleine Updates, was das Leben einiger Offiziere angeht. Man erfährt, dass Dr. Lense sich von ihrer Depression erholt hat und wieder eigenständiger arbeitet. Man kriegt mit, dass Bart Faulwell auf eine interessante Lösung gekommen ist, um sich besser mit seinem Mann zu verständigen. Und man erlebt schließlich, wie die Beziehung zwischen Kieran Duffy und Sonya Gomez anscheinend kurz davor ist, die nächste Ebene zu erreichen.

Es sind wenige, aber erhellende Momente, die das Ergebnis nahezu aller vorherigen Romane ist. Es tut gut, diese Szenen zu lesen, weil sie einem deutlich machen, dass die Charaktere sich weiterentwickelt haben. Doch gleichzeitig hat man auch das Gefühl, dass es die berühmte Ruhe vor dem Sturm ist, was sich dann als wahr erweist, als die daVinci zu der neuen Mission aufbricht.

Ein Sturm bricht los

Und wie David Mack den Missionsverlauf schildert, ist ein Mal mehr ein Beweis dafür, dass der Autor ein Spezialist für Spannung ist. Eindrucksvoll beschreibt er in Feuersturm 1, wie das Raumschiff und die Besatzung mit den ungewöhnlichen atmosphärischen Bedingungen zu kämpfen haben, derweil sie gleichzeitig versuchen, den Auftrag erfolgreich abzuschließen. Dabei hat man das Gefühl, dass eine Katastrophe kurz bevorsteht, dass ein Fehler reicht, um diese auszulösen.

Und als es dann wirklich geschieht, ist es keine Erleichterung. Förmlich fingernägelkauend liest man, wie eine Kaskade an schrecklichen Ereignissen stattfindet, wie es immer schlimmer und schlimmer wird. Dabei schreckt der Autor auch nicht davor zurück, liebgewonnene Figuren lebensgefährlich zu verletzen bzw. sogar einige Charaktere sterben zu lassen.

Feuersturm 1 endet mit einem Cliffhanger, der einfach nur grausam ist. Es sieht für die Crew der daVinci nicht gut aus und man befürchtet, dass der zweite Teil der Geschichte im Prinzip nur eine Schilderung des Untergangs sein wird. Als Leser weiß man jetzt schon, dass dies kaum zu ertragen sein wird.

Eine gute Schreibqualität

Was natürlich wiederum für die Schreibqualität von David Mack spricht. Man leidet mit der Besatzung und zuckt zusammen, als auf Grund der lebensgefährlichen Umgebung das Schiff bis an die Grenzen der Belastbarkeit beansprucht wird. Gleichzeitig muss auch die Crew Unmögliches möglich machen, unter für sie außergewöhnlichen Umständen.

Feuersturm 1 ist grandios geschrieben und macht die Wartezeit auf die Fortsetzung nicht eben einfach.

Star Trek Corps of Engineers 23 Feuersturm 1
Cover © Cross Cult

Bewertung 15/15

Autor: David Mack
Titel: Star Trek – Corps of Engineers 23: Feuersturm 1
Originaltitel: Star Trek – Corps of Engineers: Wildfire, Book 1
Übersetzer: Susanne Picard
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 07/2016
Einband: eBook
Seiten: 89
ISBN: 978-3-86425-877-0
Sonstige Informationen:
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Götz Piesbergen
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