Der SChlüssel zur Hölle
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Review: Star Trek – Legacies Buch Drei: Der Schlüssel zur Hölle

Lesezeit circa: 4 Minuten

Mit Der Schlüssel zur Hölle geht die Star Trek – Legacies-Reihe zu Ende.

Die Garanten für gute Unterhaltung übernehmen

Noch immer sind Sarek, Una, Gorkon sowie andere Leute aus dem Standarduniversum in einer fremden Dimension gefangen. Hier werden sie von den Jatohr gejagt. Doch etwas scheint hier nicht zu stimmen, denn es mehren sich die Anzeichen dafür, dass das, was sie sehen, nicht mit der wahren Realität übereinstimmt.

Parallel dazu versucht die Enterprise nach einer Möglichkeit zu suchen, die Entführten wieder zurückzubringen. Schon allein, um einen Krieg zwischen der Föderation und dem klingonischen Imperium zu verhindern. Doch es gibt Kräfte, denen eine solche Auseinandersetzung sehr gelegen käme und deshalb alles in ihrer Macht stehende tun, um ihn herbeizuführen.

Die Star Trek – Legacies-Reihe war bislang von schwankender Qualität. Der erste Teil Von einem Captain zum anderen las sich durchaus gut, derweil der zweite Die Beste Verteidigung eher enttäuschte. Jetzt sind mit Der Schlüssel zur Hölle Dayton Ward und Kevin Dilmore an der Reihe, die bereits mit Star Trek – Vanguard 02: Rufe den Donner sowie einigen Star Trek – Corps of Engineers-Romanen sich überwiegend als Garant für gute Unterhaltung erwiesen.

Abschlussarbeiten

In ihrem Beitrag zur Trilogie müssen sie natürlich alle offenen Handlungsfäden abschließen und gleichzeitig dafür sorgen, dass man als Leser gut unterhalten wird. Es gilt, das finale Schicksal der Jatohr zu klären und ebenso in dem Buch auch die Grundlagen für Gorkons Friedensbemühungen in Star Trek VI vorzubereiten. Und selbstverständlich sollen alle wichtigen handlungstragenden Figuren weiterentwickelt werden.

Hier zeigt sich natürlich der Vorteil, dass Der Schlüssel zur Hölle der Abschlussteil einer Trilogie ist. Es wurde für die Autoren einiges an Vorarbeit geleistet, die sie nur aufgreifen müssen und weiterführen können. Was sie durchaus mit Bravour machen.

Das zeigt sich insbesondere bei den Klingonen in der Standarddimension. Ohne Gorkon werden diese vor Ort vor allem von der Klingonin Visla vertreten. Die ist auf Kirk nicht so gut zu sprechen, weil er ihrem Sohn einen ehrenvollen Tod verwehrt hat. Weshalb sie alles versucht, um ihn zu töten.

Besessen von Rache

Es ist vor allem dieser Part von Der Schlüssel zur Hölle, der das Buch so spannend macht. Einmal mehr zeigt sich, dass die besten Gegenspieler in dieser Trilogie nicht unbedingt die fremdartigen Jatohr sind. Sondern es die weiblichen Antagonisten sind, die hervorragend charakterisiert werden. Sie sind zwar die Bösen in dieser Story, aber dafür werden sie glaubwürdig und nachvollziehbar dargestellt.

So ist es die Wut und Trauer über den ehrenlosen Tod ihres eine starke Motivation für Visla. So stark, dass sie sogar die Mitklingonen ausschaltet, die nicht mit ihrem Plan einverstanden sind. Wodurch sie förmlich wie besessen von ihrem Wunsch nach Rache wirkt.

Doch im Vergleich dazu kann der Plot in der Dimension der Jatohr nicht überzeugen. Es wird zwar relativ schnell geklärt, dass hier Dinge nicht so sind, wie sie bislang beschrieben wurden. Die Wahrheit wirkt allerdings langweilig und öde.

Erklärungen gesucht

Hinzu kommt dann auch die Tatsache, dass auf ein Mal Sarek ebenfalls außergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt und sich damit in Der Schlüssel zur Hölle als ähnlich überlegen herausstellt, wie es bislang nur Una war. Mit dem Ergebnis, dass er im Laufe der Handlung zu Taten fähig sind, die ein wenig an Marvels Mutanten erinnern. Nur leider wird im Kontext des Romans eine äußerst notdürftige Erklärung dafür geliefert.

Immerhin achten die Autoren darauf, dass die Enterprise-Crew glänzen kann. Jedes Besatzungsmitglied erhält mindestens einen Moment, wo sie großartiges leisten. Und sei es nur ein Pavel Chekov, der maßgeblich mit dazu beiträgt, dass zwischen der Standarddimension und der der Jatohr eine Kommunikation hergestellt wird.

Dennoch ändert das am Ende nichts daran, dass der Roman, wie auch die gesamte Trilogie hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.

Star Trek Legacies 3 Der Schlüssel zur Hölle
Cover © Cross Cult

Autor: Dayton Ward, Kevin Dilmore
Titel: Star Trek – Legacies Buch Drei: Der Schlüssel zur Hölle
Originaltitel: Star Trek – Legacies 3: Purgatory’s Key
Übersetzerin: Helga Parmitter
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 01/2021
Einband: Taschenbuch
Seiten: 395
ISBN: 978-3-96658-329-9
Sonstige Informationen:
Produktseite

 

 

 

Wertung

Wertung
7 10 0 1
7/10
Total Score

Positiv

  • Glaubwürdige Antagonisten auf Seiten der Klingonen
  • Enterprise-Crew kann glänzen

Negativ

  • Handlung in der Dimension der Jator wirkt langweilig
  • Plötzliche Superfähigkeiten von Sarek
Götz Piesbergen
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