Review: Star Trek – Legacies Buch Eins: Von einem Captain zum Anderen

Lesezeit circa: 5 Minuten

Mit Star Trek – Legacies Buch Eins: Von einem Captain zum Anderen wurden 50 Jahre Star Trek zelebriert.

Eine Feier von 50 Jahren Star Trek

Die Enterprise unter dem Kommando von Captain James T. Kirk transportiert einen besonderen Gast. Captain Una, die frühere Nummer Eins unter Kirks Vorgängern Robert April und Christopher Pike. Doch diese hat ihre eigenen Pläne, die sie in die Tat umsetzt und etwas aus dem Quartier Kirks stiehlt.

Ihre Tat hängt mit einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit zusammen, als sie gemeinsam mit einer Außencrew auf einem fremden Planeten auf ungewöhnliche Invasoren stößt. Dabei verliert sie einen Teil ihrer Mannschaft, entdeckt aber gleichzeitig auf ein ungeheuerliches Geheimnis. Etwas, dass ihr Hoffnung gibt, doch noch die Personen zu retten, die sie damals verloren hat.

Bei 50 Jahren Star Trek“ müsste man eigentlich davon ausgehen, dass dieses Ereignis in den USA besonders gefeiert werden würde. Wurde es aber nicht. Weder im Film noch im Fernsehen gab es dazu irgendwelche Aktivitäten, was allerdings auch daran lag, dass Discovery zu jener Zeit gerade erst nochmal um ein Jahr nach hinten verschoben wurde. Blieben also nur die Romane. Und während hierzulande die Prometheus-Trilogie die Fahne hochhielt, tat dies in den USA die Legacies-Trilogie, deren erster Roman von Greg Cox geschrieben wurde und mit „Von einem Captain zum Anderen“ jetzt auf Deutsch vorliegt.

Eine ungewöhnliche Geschichte

Der Autor ist, was die Orginale Serie angeht, kein Fremder. Er hat bereits unter anderem den Khan Noonien Singh-Zweiteiler verfasst, dessen einziges Manko die mangelhafte Rahmenhandlung war. Dementsprechend konnte man auch auf sein neustes Werk gespannt sein.

Und der Autor enttäuscht in Von einem Captain zum Anderen nicht. Beziehungsweise nicht zu sehr. Das Highlight des Romans ist natürlich der Teil, in dem er auf die Erlebnisse von Una und der Crew unter dem Kommando von Captain April zurückblickt. Diese Story ist wirklich spannend geschrieben.

Was vor allem daran liegt, dass er hier eine für Star Trek-Verhältnisse ungewöhnliche Geschichte erzählt. Er schreibt von einer außergewöhnlichen Invasion, von einer fremden Umgebung, die nach und nach alles verdrängt, was eigentlich auf der Welt heimisch ist. Dabei legt er großen Wert darauf, diese Invasoren so fremdartig wie möglich darzustellen. Am ehesten kann man sie mit Weichtieren vergleichen, was schonmal eine wohltuende Abwechslung zu den ansonsten üblichen humanoiden Außerirdischen von Star Trek ist.

Fremdartig und anders

Doch auch ihre Mentalität wird in Von einem Captain zum Anderen als absolut fremdartig dargestellt. Was an ihrem Ursprung liegt, der, passend zu der Spezies, ebenfalls fremd und anders ist. Es macht Spaß, diese Aliens näher kennenzulernen.

Doch gleichzeitig profitiert auch Una von diesem Roman. Man muss bedenken, dass zu dem Zeitpunkt, wo das Buch geschrieben wurde, der Auftritt in der zweiten Season von Star Trek – Discovery allerhöchstens im hintersten Winkel im Kopf eines Autoren lag, geschweige denn, dass der Charakter mit Strange New Worlds demnächst wieder regelmäßig auf der Mattscheibe zu sehen sein wird. Dementsprechend kann sich Greg Cox bei ihrer Darstellung austoben. Er beschreibt sie als eine zielstrebige Frau, die trotzdem alles versucht, um ihre Untergebenen am Leben zu halten. Gleichzeitig merkt man aber ebenfalls die Treue, die sie zu ihren Leuten empfindet, weil dies auch ihre Motivation für die Gegenwartshandlung ist, wo sie einen Diebstahl begeht.

Womit wir bei der Rahmenhandlung von Von einem Captain zum Anderen sind. Und leider muss man ein Mal mehr sagen, dass diese den Vergleich zur Haupthandlung nicht standhält. Dabei fängt diese Anteil an der Story im Prinzip nicht schlecht an, da die Chemie zwischen ihr und den anderen Offizieren großartig ist. Nur leider baut dieser Plot immer mehr ab, da vor allem gegen Ende es so wirkt, als ob Greg Cox noch auf Biegen und Brechen versucht, bestimmte definierende Elemente der originalen Serien mit einzubauen. Was allerdings nicht wirklich funktioniert.

Deshalb ist Von einem Captain zum Anderen ein guter, aber nicht überragender Auftakt zur Star Trek – Legacies-Trilogie.

Star Trek Legacies 1 Von einem Captain zum Anderen
Cover © Cross Cult

Bewertung 12/15

Autor: Greg Cox
Titel: Star Trek – Legacies Buch Eins: Von einem Captain zum Anderen
Originaltitel: Star Trek – Legacies 1: Captain to Captain
Übersetzerin: Helga Parmitter
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 12/2020
Einband: Taschenbuch
Seiten: 395
ISBN: 978-3-96658-325-1
Sonstige Informationen:
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Götz Piesbergen
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