Ed und Kelly werden unter einem Vorwand entführt und in einer Art Zoo als menschliche Ausstellungsstücke eingesperrt.

Staffel 1, Folge 2
Sondervorstellung – Command Performance

Die Handlung

Lieutenant Commander Bortus hat eine erstaunliche Neuigkeit für Captain Ed Mercer: Er hat ein Ei gelegt und bittet um drei Wochen Urlaub, um es auszubrüten. Während der Führungsoffizier deswegen mit Abwesenheit glänzt, empfängt die Orville einen Notruf der USS Blériot. Das Schiff wurde offenbar von den Krill angegriffen und beschädigt.

Die Crew ist jedoch am Leben und benötigt Hilfe. Also machen Mercer und Kelly sich per Shuttle auf den Weg. Sobald sie jedoch das Schiff betreten, verschwindet es mit beiden. Es war lediglich eine holographische Projektion. Das Kommando auf der Orville übernimmt währenddessen die junge, komplett unerfahrene Security-Chefin Alara Kitan. Die Xelayanerin mit Superkräften ist komplett verunsichert, was ihre Führungsqualitäten betrifft. Sie sucht verzweifelt Hilfe im Quartier von Commander Bortus, den sie peinlicherweise beim Brüten stört. Bortus sagt ihr, er könne ihr nicht helfen, sie müsse Ed und Kelly selbständig finden.

Es stellt sich heraus, dass die holographische Projektion der Blériot von einer Sonde kam. Als diese auf Alaras Befehl hin mit einem Traktorstrahl eingeholt werden soll, explodiert sie. Die Orville wird beschädigt. Isaac entdeckt indes eine ungewöhnliche Molekularspur, die direkt zum Planenten der Calivon führt: Eine sehr weit fortgeschrittene Spezies, die jede andere Rasse als unterentwickelt und niedrig betrachtet. Alara bekommt von der planetarischen Union jedoch den Befehl, sich nicht einzumischen und unverzüglich zur Erde zurückzukehren. Was Alara zunächst auch – trotz des Unmuts der Mannschaft – befolgt.

Währenddessen erwachen Ed und Kelly in einer Projektion ihres alten Apartments mit Aussicht auf New York. Und weil ihnen nichts anderes übrigbleibt, beginnen sie, über ihre Probleme zu diskutieren. Erfolglos. Beide verstricken sich erneut in Vorwürfen und gehen frustriert schlafen. Am nächsten Morgen befindet sich vor ihrem Fester jedoch keine Skyline: Der Blick gibt nun vielmehr die wahre Aussicht preis: Sie sind wie Tiere gefangen in einem Zoo der Calivon. Von anderen Insassen erfahren sie, dass Calivonianer für sich beanspruchen, niedere Spezies zur eigenen Unterhaltung zur Schau stellen zu dürfen.

Auf der Orville sind indessen die Reparaturarbeiten abgeschlossen. Beim gemeinsamen Essen wird Alara offen von ihren Kollegen LaMarr und Malloy für ihre Passivität kritisiert. Sie entschließt sich daraufhin, den Captain und den ersten Offizier zu retten. Dafür modifiziert Isaac den holographischen Projektor so, dass die Orville und ihr Shuttle als Schiffe der Calivon erscheinen.

Alara und Isaac fliegen auf den Planeten. Letzterer wird von den Calivon respektiert, da er vom Planeten Kaylon ist und ebenfalls als hochentwickelte Rasse betrachtet wird. Als Austausch gegen die beiden Offiziere bietet Alara bietet den Calivon etwas „unglaublich Wertvolles“ an: Die Reality-TV-Formate des 21. Jahrhunderts aus den Schiffsarchiven. Das Angebot wird mit großer Begeisterung angenommen. Mercer und Grayson dürfen gehen. Unterdessen beginnt das Kind von Bortus und Klyden zu schlüpfen. Beide sind schockiert: Denn das Kind ist weiblich…

Sondervorstellung

Rezension von Sondervorstellung

Die Eröffnungsszene, als Bortus Mercer erklärt, dass er Vater wird und ein Ei ausbrüten muss, ist eigentlich die einzige der ganzen Episode, die wirklich zum Lachen einlädt. Mercers verzweifelte Versuche, Bortus aus der Reserve zu locken, scheitern kläglich.

„Sondervorstellung“ dient insgesamt noch einmal dazu, die einzelnen Charaktere auf dem Schiff besser kennenzulernen und fasst dabei durchaus ernste Themen an: Zum einen haben wir es mit einer Alien-Rasse zu tun, die andere Spezies als „niedrig“ betrachtet und diese nach Belieben behandelt.

Zum anderen muss die unerfahrene Alara lernen, mit Druck umzugehen und sich ihrer Angst zu stellen. Ganz menschlich rennt sie erst einmal weg und sucht Hilfe bei Bortus. Dieser, nackt auf seinem riesigen Ei sitzend, ist aber nicht bereit, das Leben seines Kindes zu gefährden und lässt Alara allein. Auf den Schock genehmigt sie sich erst mal einen Schnaps aus dem Replikator. Keine gute Idee, denn daraufhin muss sie den Magen entleeren. Es folgt die erste Fehlentscheidung ihrer jungen Karriere: Ihr Umgang mit der Sonde zerstört fast das Schiff.

Alara will daraufhin alles hinschmeißen. Sie bittet Dr. Finn, sie dienstunfähig zu schreiben, was diese allerdings ablehnt. Dr. Finn, die in der ersten Folge noch eher blass blieb, entwickelt sich zum Ratgeber. Sie weist Alara an, sich endlich ihrer Aufgabe zu stellen.

Bemerkenswert

In dieser Folge führte Robert Duncan McNeill Regie, auch bekannt als Lieutenant Tom Paris von der Voyager. Außerdem wurde in dieser Episode erstmals der vollständige Vorspann der Serie gezeigt. Mit Orchesteruntermalung stellt sich dabei echtes Star-Trek-Look-and-Feel ein.

Fazit: The Orville mausert sich in dieser Episode langsam zur echten Sci-Fi-Serie, die es auch versteht, ernste Themen aufzugreifen. Die Jokes wurden zugunsten der Handlung viel dosierter eingesetzt als in der ersten Folge.

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Sabine Jobstmann
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