[The Orville 012] Gotteskult

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Ein Crew-Mitglied kommt im Staffelfinale zu ungeahnten Ehren. Denn ein „Gotteskult“ macht Kelly durch Zufall zum religiösen Idol eines ganzen Planeten.

Staffel 1, Folge 10
„Gotteskult“ – „Mad Idolatry“

GotteskultDie Handlung

Wie aus dem Nichts taucht ein Himmelskörper vor der Orville auf. Als Kelly diesen mit einem Shuttle erkundet, stürzt sie ab. Die Bevölkerung des Planeten befindet sich in etwa auf der Entwicklungsstufe des Bronzezeitalters. Kelly ist unvorsichtig. Sie wird von einem Mädchen entdeckt und muss medizinische Hilfe leisten.

Wenige Tage später trifft die Orville erneut auf den Planeten. Es stellt sich heraus, dass er alle elf Stunden für kurze Zeit auftaucht. Dann sind dort immer rund 700 Jahre vergangen. Und die Crew macht noch eine Entdeckung. Kelly hat bei ihrem ersten Besuch bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Bewohner haben inzwischen eine Theokratie entwickelt. In dieser wird Kelly als Gott verehrt.
Admiral Ozawa (Gaststar Kelly Hu) ordnet deshalb keinen weiteren Kontakt mit den Bewohnern an. Aber die Crew möchte dem religiösen Führer die Wahrheit erzählen. Bevor das passiert, wird dieser ermordet.

Beim nächsten Erscheinen des Planeten ist seine Gesellschaft mit der Erde des frühen 21. Jahrhunderts vergleichbar. Samt aller religiöser Streitigkeiten. Die Besatzung der Orville will der Farce ein Ende setzen. Isaac kehrt auf den Planeten zurück. Er verbringt dort die nächsten 700 Jahre, um die Wahrheit zu erzählen.
Als der Himmelskörper wieder auftaucht, hat die Gesellschaft es bis zur interstellaren Raumfahrt geschafft. Zwei Vertreter besuchen die Orville. Sie berichten, dass Isaacs Erscheinen anfangs zwar Tumulte auslöste. Allerdings schafften sie es dadurch auch, sich vom Gotteskult zu lösen.

GotteskultRezension von „Gotteskult“

Seth MacFarlane verwurstet nach „Krill“ erneut eines seiner Lieblingsmotive: Religionskritik. Er macht das in „Gotteskult“ zwar äußerst geschickt und unterhaltsam. Aber von einem Staffelfinale hätten viele der Zuschauer etwas anderes erwartet. Es gibt keine Schlacht, keinen grundlegenden Eingriff in die Handlung – geschweige denn einen Cliffhanger.

Nach „Die Falte im Weltraum“ hat wieder ein Shuttleabsturz die Handlung ins Rollen gebracht. Unbeabsichtigt greift Kelly dadurch in die Entwicklung einer fremden Kultur ein. Diese befindet sich auf einem weit niedrigeren Entwicklungsstand als die eigene. Kein Wunder, dass die Bewohner von Kellys „Fähigkeiten“ beeindruckt sind. Aber der erste Offizier stellt sich auch wenig geschickt an.

Unfreiwillige Ikone

Als die Besatzung auf den Planeten zurückkehrt, trifft sie überall auf dessen „Gottheit“. Kelly als Statue. Kelly als Wandmalerei. Kelly in den Kirchenfenstern. Kelly ist so allgegenwärtig, dass es beinahe schon witzig ist. „Kelly“ dient aber auch als eine Art Drohung für das Volk. Sie schaut angeblich bei allem zu und straft, sobald jemand gegen Regeln verstößt. Wer das doch tut, wird öffentlich hingerichtet. Sei es zu Recht oder zu Unrecht.

Die Crew kommt zu einer Erkenntnis. Ob sie sich nun weiter einmischt oder nicht – größere Folgen kann das jetzt auch nicht mehr haben. Deshalb hat Isaac eine Idee: Da er als Android ein anderes Zeitgefühl hat, geht er für 700 Jahre auf den Planeten. Er will das Geschehene ins rechte Licht rücken.
Beim nächsten Besuch ist die Gesellschaft hoch entwickelt. Sie erklärt der Crew, dass Kelly nur ein austauschbares Individuum gewesen ist. Die Religion hätte sich auch um jemand anderen entwickelt. Denn im Grunde ging es um Machterhalt. Hier schließt sich auch der Bogen zum zweiten Besuch. Der Geistliche war zwar am Ende überzeugt. Er wurde aber aus Angst vor Machtverlust von einem anderen getötet. So blieb alles vorerst beim Alten.

Bemerkenswert

  • Die Folge wurde erst zwei Wochen vor dem Staffelfinale fertiggestellt.
  • Seth MacFarlane schrieb auch hier das Drehbuch. Somit stammen acht Folgen der ersten Staffel aus seiner Feder.
  • Brannon Braga führte zum dritten Mal Regie.
  • Es gibt eine unveröffentlichte Szene. Die Bewohner des Planeten veranstalten ein Marionettentheater. Diese zeigt, wie das Mädchen von Kelly geheilt wurde. Die Produzenten entschieden sich jedoch, die lustige Szene nicht zu senden. Sie passte nicht zum Ton der Folge.

Fazit „Gotteskult“ ist eine gute, kritische Episode. Allerdings liefert sie keinen dringenden Anlass, in Staffel 2 wieder vorbeizuschauen. Denn leider fehlt der Cliffhanger.

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Sabine Jobstmann

Sabine ist Jahrgang 1974 und kümmert sich bei uns vor allem um The Orville.
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Sabine ist Jahrgang 1974 und kümmert sich bei uns vor allem um The Orville.

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