Jun Tazaki kann auf eine eindrucksvolle Schauspielkarriere zurückblicken.

Jede Menge Auftritte

Jun Tazaki kennt man unter anderem von den Godzilla-Filmen. Vor allem in der Showa-Ära war er ein wiederkehrender Bestandteil der Filmreihe, der überwiegend Wissenschaftler oder Militärpersonal darstellte. Aber auch skrupellose Wissenschaftler gehörten zu seinem Repertoire.

Geboren wurde der Schauspieler unter dem Namen Minoru Tanaka am 28. August 1913. Über sein frühes Leben, seinen Bildungswerdegang oder seine Motivation, Darsteller zu werden, ist nichts bekannt. Er fing bereits in den 1930er Jahren mit der Schauspielerei an, als er sowohl unter seinem Geburtsnamen als auch unter diversen Künstlernamen auf verschiedenen Reisebühnen auftrat.

Seine Film- und Fernsehkarriere fing 1948 an, als er in Nikutai no mon das erste Mal vor der Kamera mitwirkte. Damals noch unter seinem Geburtsnamen. Er sollte vor allem in den 1950er und 1960er Jahren sehr aktiv sein, da in jener Zeit einen Großteil seiner über 200 Auftritte entstanden. Allerdings waren dies überwiegend nur Nebenrollen.

Wenn nur wenige Filme es in den Rest der Welt schaffen

Und so konnte man Jun Tazaki unter anderem 1950 in Banana musume bewundern. 1951 war er Teil von Die Spionin von Tokio, welches der allererste Hollywood-Film war, der komplett in Japan gedreht wurde. Und im gleichen Jahr wirkte er auch in dem japanischen Historiendrama Kanketsu Sasaki Kojirô: Ganryû-jima kettô mit.

1952 hatte er eine kleine Rolle in Teisô no machi und durfte ein Jahr später in einem kleinen Part der Komödie Oyabaka hanagassen sein Talent für Komik unter Beweis stellen. 1954 hatte er eine seiner ersten Hauptrollen, als er in Gan-chan sensei gyôjôki: Shojo gassen Co-Hauptdarsteller wurde. Was auch ein Jahr später in Akagi no chimatsuri der Fall war.

Mit Die Schlacht im Pazifik kam 1956 einer der wenigen Filme jener Zeit, in denen Jun Tazaki mitwirkte, ebenfalls in den Rest der Welt. Was nicht für Ankoru watto monogatari utsukushiki aishu galt, aus dem Jahr 1958, wo er aber auch nur eine sehr kleine Rolle hatte. 1959 war er Teil der Abenteuerkomödie Nippon tanjô. 1960 hatte er in Banzai-Banzai, die Piloten des Teufels einen größeren Part.

Wenn die Kaijus rufen

1962 arbeitete er mit Ishiro Hondo zusammen, dem legendären Godzilla-Regisseur. Doch trat er nicht in einem weiteren Abenteuer der Riesenechse auf, sondern in dem SciFi-Film Ufos Zerstoeren Die Erde. Sein offizielles Kaiju-Debüt gab er deshalb „erst“ mit Die Rückkehr des King Kong, wo er erneut mit Hondo zusammenarbeiten konnte.

Das völlige Kontrastprogramm war Zwischen Himmel und Hölle aus dem Jahr 1963, wobei Jun Tazaki im gleichen Jahr auch noch in dem SciFi-Film U 2000 – Tauchfahrt des Grauens auftrat. 1964 wurde er Teil des Casts von Godzilla und die Urweltraupen und trat auch in dem Kaiju-Streifen X 3000 – Fantome gegen Gangster auf.

1965 kam es zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Ishiro Honda und zwar in dem Kaiju-Film Frankenstein – Der Schrecken mit dem Affengesicht. In demselben Jahr arbeiteten die beiden auch in dem nächsten Godzilla-Abenteuer zusammen, in Befehl aus dem Dunkel. Und 1966 geschah dies in Frankenstein – Zweikampf der Giganten erneut.

Eine Karriere und ein Leben gehen zu Ende

1966 trat Jun Tazaki wieder in einem Godzilla-Film auf, dieses Mal in Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer. Und zwei Jahre später war er auch in Frankenstein und die Monster aus dem All zu sehen. 1973 hatte er einen seiner ersten Auftritte im Fernsehen, als er in der Fernsehserie Janbôgu Êsu in 32 Episoden als Daisaku Banno mitwirkte.

In den 1980er Jahren ging seine Filmkarriere langsam zu Ende. 1981 trat er noch in einer Episode von Secret Detective auf. Doch 1985 endete seine Karriere mit einem Kleinstauftritt in dem Historiendrama Ran. Er verstarb am 18. Oktober 1985, im Alter von 72 Jahren an Lungenkrebs. Es ist unbekannt, ob er zur Zeit seines Todes verheiratet war oder Kinder hatte.

Jun Tazaki im Web

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Götz Piesbergen
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