Spotlight: Thomas Jane

Lesezeit circa: 6 Minuten

Thomas Jane ist mehr als nur Schauspieler. Er schreibt auch Comics.

Als Thomas Elliott III am 22. Februar 1969 in Baltimore, Maryland als einziges Kind der Antiquitätenhändlerin Cynthia und dem Gentechniker Thomas Elliott Jr. ahnte wohl niemand, was dieser eines Tages erreichen würde. Er ging zur Thomas Sprigg Wootton High School, brach diese aber ab um Schauspieler zu werden. Die erste Zeit lebte er in seinem Auto und spielte oft auf den Straßen einen von den zwei Songs die er konnte: “Hey Joe” und “Knockin’ on Heaven’s Door”. Er sagt über die Zeit, dass die Leute ihm Geld gaben, damit er  aufhört zu singen. Bis heute spielt er aber noch gerne Gitarre.

Erste Rollen

Seinen ersten Auftritt konnte er im indischen Film Padamati Sandhya Ragam (1987) mit gerade mal 17 Jahren ergattern. Hier wurde er mit seinem Rollennamen Tom in den Credits aufgeführt. In seiner nächsten Rolle hieß er auf einmal Thomas Bridgett. In Buffy, der Vampirkiller (1992) war er unter dem Namen Tom Janes als Zeph zu sehen. Seinen Künstlernamen wechselte er dann noch einmal zu Tom Elliott, bevor er sich endgültig auf Thomas Jane festlegte, dem Geburtsnamen seiner Mutter. Als Grund gab er an, dass er liebe einen Frauennamen als Familiennamen hat als einen Männernamen.

Es brauchte von seinen ersten Auftritten zwar einige Zeit bis er endgültig auf dem Radar für größere Rollen war, dies hielt ihn aber nicht davon ab, Nebenrollen in großen Produktionen wie The Crow: Die Rache der Krähe (1996), Im Körper des Feindes: Face/Off, Boogie Nights (beide 1997) und dem für sieben Oscars nominierten Kriegsepos Der schmale Grat (1998) zu spielen.

Umweg übers Fernsehen

Für seine Rolle als Baseballlegende Mickey Mantle im TV-Film 61* (2001) erntete er sehr gute Kritiken. Sein Co-Star Barry Pepper, der für seine Rolle im wohl schlechtesten SciFi-Film aller Zeiten Battlefield Earth – Kampf um die Erde ein Jahr zuvor mit der Goldenen Himbeere “ausgezeichnet” wurde, bekam für diese Rolle eine Golden-Globe-Nominierung. Thomas Jane war nun bekannt bei den Studios und so bekam er die Hauptrolle in Stander (2003) angeboten, was er zunächst ablehnte. Zwar war das nicht der ganz große Wurf, aber die Kritiker waren auch hier wieder voll des Lobens.

Ein Bestrafer

So verwundert es nicht, dass auch Marvel auf ihn aufmerksam wurde. Neben John Travolta, der den Antagonisten Howard Saint spielte, und Rebecca Romijn, die zuvor als Mystique in X-Men (2000) zu Bekanntheit kam, war er in der Hauptrolle Frank Castle,  auch bekannt als The Punisher, zu sehen. Der Film kam nicht so recht bei den Kritikern an und die geplante Fortsetzung wurde Jahre später  zu einer Neuverfilmung mit keinem Bezug zu diesem Teil.

Bei den Zuschauern kam er schon besser an, auch wenn Fans der Vorlage leicht enttäuscht waren. Im dazugehörigen Videospiel lieh er seiner Rolle auch die Stimme. 2012 nahm er die Rolle für einen Kurzfilm wieder auf. Ironischerweise wollte er die Rolle erst gar nicht spielen, erst als er mitbekam, dass der Punisher ein Antiheld ist, war er interessiert.

Er trainierte für die Rolle mit den Navy SEALs und bezeichnete den Film als den größten Spaß und der größten körperlichen Herausforderung bisher. Bei den Dreharbeiten stach er Ex-Wrestler Kevin Nash versehentlich mit einem echten Messer nieder, welches nicht gegen eine Requisite ausgetauscht war. Immerhin: Der Film wurde für die Stunts gelobt und Stuntman Mark Chadwick bekam sogar eine Auszeichnung, heute sieht man ihn unter anderem in The Mandalorian.

Thomas Jane

Auf ins All

Es folgten weitere Auftritte in mehr oder weniger großen Produktionen. So spielte er in Give ’em Hell, Malone! (2009) die Titelfigur und in der Serie Hung – Um Längen besser, die im gleichen Jahr startete, war es erneut die Hauptrolle. Der Charakter in letztgenanntem Werk war etwas untypisch für Jane, denn er spielte einen Callboy, der außergewöhnlich gut bestückt ist. Für Hung gab es gleiche drei Golden Globe Nominierungen.

Leider hatte er in der Folge nicht immer ein gutes Händchen für seine Rollen. 2009 lehnte er die Rolle des Comedian in Watchmen ab, weil er Dark Country drehte. Gangster Chronicles (2013), Reach Me – Stop at Nothing (2014), Vice (2015), Standoff – Die einzige Zeugin (2016), Hot Summer Nights (2017) und Predator – Upgrade (2018) bekamen allesamt keine guten Kritiken.

Aber wo Schatten ist, da ist bekanntlich auch Licht, um eine bekannte Redewendung mal ein wenig abzuwandeln. Thomas Jane konnte die Rolle des Joe Miller in der hochgelobten und von Fans geliebten Sci-Fi-Serie The Expanse an Land ziehen. Diese basiert auf den gleichnamigen Romanen von James S. A. Corey, hinter dem sich die beiden Autoren Daniel Abraham and Ty Franck verstecken. Zu Beginn der Serie ist Joe Miller ein korrupter Detective auf Ceres, wechselt im Laufe der Handlung aber die Seiten, als er einer Verschwörung auf die Schliche kommt.

Nach seinem Serientod ging es leider weiter mit den eher negativ bewerteten Filmen. Im ersten Film der konservativen Medienseite The Daily Wire Run Hide Fight (2020) spielte er den Vater der Hauptfigur, der Film fiel aber komplett bei den Wertungen durch.

Persönliches

Thomas Jane nahm 2012 unter dem Pseudonym Rusty Blades ein Album mit dem Titel “Don’t Come Home” auf. Seit 2005 führt er zusammen mit Tim Bradstreet das Label RAW Studios, in dem vor allem Comics erscheinen. Die bisher achtteilige Reihe Bad Planet wird von ihm mitgeschrieben. Die Ausgaben 9 bis 12 liegen derzeit auf Eis, da der Zeichner ausgefallen ist.

Jane war zwei Mal verheiratet. Von 1989 bis 1995 mit Ayesha Hauer, der Tochter von Rutger Hauer, und von 2006 bis 2011 mit Patricia Arquette. Sie waren bereits seit 2001 zusammen und haben eine gemeinsame Tochter, Harlow Olivia Calliope, die 2003 geboren ist. Patricia und Thomas waren gemeinsam in Medium – Nichts bleibt verborgen (2005) zu Beginn der dritten Staffel zu sehen. Arquette spielte hier die Hauptrolle und Jane einen Ex-Freund von ihr.

I still don’t think they’ve gotten a Punisher movie right. They’ve made three of ’em now, and he’s yet to be done correctly.

Thomas Jane im Web


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Marco Golüke
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