Auch in dieser Ausgabe ist wieder sehr viel los. Darunter auch so manch Ereignis mit Auswirkungen auf die Zukunft.

Ein erneut großes Spektrum an Abenteuern
Das Leben der Turtles und ihren Freunden wird je unterbrochen, als eine Regierungsbehörde sie angreift und Slash entführt. Unter dem Kommando ihres Anführers Agent Bishop wird dieser zu einer ferngesteuerten Waffe. Der alles und jeden attackiert.
Woanders werden Nobody und Alopex unfreiwillig Gäste von Baron Toad. Der in den letzten Vorbereitungen für ein Familientreffen steckt. Denn einmal alle 100 Jahre kommen alle zusammen, um hoffentlich in Frieden miteinander zu reden und zu essen. Doch angesichts der vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten scheinen Konflikte vorprogrammiert.
Erneut bietet die Teenage Mutant Ninja Turtles – Splitter Collection ein großes Spektrum an Abenteuern. In dieser Ausgabe werden dabei sowohl Geschichten der regulären Comicserie abgedruckt. Aber ebenso auch welche der Universe-Reihe. Wobei es allerdings ein besonders Schmankerl gibt.
Hase trifft Turtles (wieder)
Denn mit in diese neunte Ausgabe wurde auch das neuste Crossover zwischen den Turtles und Usagi Yojimbo eingebaut. Wem letzterer Name nichts sagt? Das ist eine der erfolgreichsten und langlebigsten Independent-Comicreihen überhaupt, die von Anfang von Stan Sakai geschrieben und illustriert wird. Es handelt sich dabei um eine Serie, in der ein anthropomorpher Hase, besagter Usagi Yojimbo, Abenteuer im mittelalterlichen Japan erlebt. Das eben von anderen anthropomorphen Kreaturen bevölkert ist. Der Stil mag dabei comicartig wirken, doch die Stories sind stellenweise düster und brutal.
Die Crossover zwischen dem Hasensamurai und den Turtles haben dabei gute Tradition. Es ist nicht das erste Mal, dass diese beiden IPs aufeinandergetroffen sind. Aber es ist das erste Mal, dass die IDW-Turtles auf ihn trafen.
Dabei steht die Story für sich alleine. Man braucht kein Vorwissen von den jeweiligen Serien. Alles nötige Wissen wird dann im Laufe der Geschichte präsentiert. Womit diese, losgelöst, wie sie von den anderen Stories ist, sich angenehm spannend und abwechslungsreich liest. Dazu noch die Zeichnungen von Sakai und man hat ein wahres Highlight!
Es bricht einen das Herz
Nicht, dass es daran mangeln würde. Im Gegenteil: Bis auf einen kleinen Ausreißer nach unten sind alle Erzählungen durch die Band weg grandios. Das fängt schon mit dem Beginn an, wo die Serie einem wieder das Herz bricht.
Slash hat von allen Nebenfiguren der IDW-Turtles die größte Wandlung durchgemacht. Von einen tumben Giganten bis hin zu einem smarten und freundlichen Riesen, der jedoch bereit ist, alles zu tun, um seine Freunde zu beschützen. Zuletzt wurde angedeutet, dass er wiederholt Phasen hat, wo er in seine frühere, dumme und wütende Persönlichkeit zurückfällt. Doch wird das nicht in diesem Comic thematisiert.
Stattdessen wird mit Agent Bishop und der EPA ein Antagonist eingeführt, die man regelrecht hassen wird. Einfach, weil er ohne Skrupel vorgeht und so Slash unter seine Kontrolle bringt. Und er sich erst dann aufhalten lässt, als Old Hob zu unfairen Mitteln greift. Doch für Slash ist damit jede Hilfe zu spät, wie sich zeigt, als er ohne eine Spur verschwindet.
Kein Familientreffen ohne Streit
Agent Bishop ist eine faszinierende Figur. Er hat einen mechanischen Körper, scheint aber kein Roboter zu sein, da er durchaus Gefühle hat. Wenn auch nur überwiegend negative. Mit seiner Einführung hat die Serie einen spannenden neuen Antagonisten geworden.
Wobei der Band alte Gegenspieler nicht vergisst. Der Ausflug zum Pantheon zeigt, was dieser denkt und plant. Es ist eine vergnügliche Geschichte, bei der sich die unterschiedlichsten Persönlichkeiten der Mitglieder zeigen. Es gibt Intrigen, es gibt Streit, kurz, es ist ein richtiges Familientreffen.
Dem schon bald die Turtles und vorher Nobody und Alopex beiwohnen. Das ist wohl auch deshalb nötig, damit die Story fest in der Timeline des Comics verankert ist. Es ist ein notwendiges Übel, denn eigentlich hätte die Geschichte ebenso gut ohne das Auftreten der Protagonisten funktionieren können.
Stark schwankende Qualität
Wobei die Zeichnungen in diesem Teil des Bandes stark schwankend sind. Bei Paolo Tunica, der den ersten Teil der Story zeichnet, wirken manche Gesichter sehr karikaturenhaft. Besser wird es erst, wenn Dave Wachter den Zeichenstift übernimmt. Wobei die schlechtsten Illustrationen woanders zu finden sind. In der Geschichte der „Jersey Devil“ ist Aaron Conley dafür zuständig. Und liefert einen denkbar schlechten Eindruck ab. Seine Zeichnungen wirken fahrig und können einfach nicht überzeugen.
Doch ansonsten ist dies ein guter Comic.
Info
Autoren: Kevin Eastman, Bobby Curnow, Tom Waltz, Sophie Campbell, Stan Sakai, Rich Dovek, Erik Burnham
Zeichner: Mateus Santolouco, Pablo Tunica, Dave Wachter, Stan Sakai, Aaron Conley, Sophie Campbell
Farben: Ronda Pattinson, Triona Farrell, Brittany Peer
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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