Review: Star Trek TNG 74-75 – In den Händen der Borg/Angriffsziel Erde

Lesezeit circa: 5 Minuten

Captain Picard wird entführt. Die Chancen stehen schlecht.

In den Händen der Borg / Angriffsziel: Erde – The Best of Both Worlds
Staffel 3 – Episode 26 & Staffel 4 – Episode 1

Inhalt

Eine abgelegene Kolonie der Föderation wird von einer zunächst unbekannten Macht vollständig zerstört, wobei alle Kolonisten ihr Leben verlieren. Schnell stellt sich heraus, dass dies ein Werk der Borg ist, welche sämtliche Welten der Föderation assimilieren wollen. Die ehrgeizige Lt. Com. Shelby wird daraufhin auf die Enterprise versetzt, um gemeinsam mit der Crew Verteidigungsstrategien gegen den scheinbar übermächtigen Gegner zu entwickeln. Die Borg-Expertin gerät dabei jedoch mehrmals mit Commander Riker aneinander, dem sie vorwirft, nicht risikobereit zu sein.
Doch alle persönlichen Konflikte geraten in den Hintergrund als die Borg auftauchen und Captain Picard entführen. Sie verwandeln ihn in eine Drohne und nehmen ihn in ihr Kollektiv auf, wodurch sie sämtliche Kampftaktiken der Sternenflotte in Erfahrung bringen. Nun ist es an Riker und Shelby, die Enterprise in die entscheidende Schlacht gegen die Borg zu führen …

In den Händen der Borg Angriffsziel Erde

Rezension von In den Händen der Borg & Angriffsziel Erde

Der erste Zweiteiler von Star Trek – The Next Generation nimmt eine Sonderstellung in der Geschichte der Serie ein, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Da sind zum einen die Borg: Bei ihrem ersten Auftritt in der Episode Zeitsprung mit Q wurde ihre Gefährlichkeit ja bereits überdeutlich, doch hier wird noch einmal eine Schippe drauf gesetzt. Gnadenlos zerstören sie über vierzig Raumschiffe der Sternenflotte und auch der Klingonen, wobei es tausende Opfer gibt. Und die Assimilation von Picard stellt einen besonderen dramaturgischen Kunstgriff dar, denn durch die Einführung von Com. Shelby wird beim Zuschauer der Verdacht geweckt, dass Picard die Episode nicht überleben und Riker in der vierten Staffel zum Captain der Enterprise befördert wird, mit Shelby als neuem ersten Offizier. Durch den Handlungsstrang um Rikers Selbstzweifel, angesichts seiner Motivation ein eigenes Kommando zu übernehmen, wird dieser Verdacht noch bestärkt.

In den Händen der Borg Angriffsziel Erde

Doch natürlich schafft es die Crew, den Captain aus der Gefangenschaft der Borg zu befreien und wieder in einen Menschen zurückzuverwandeln.
Aber Picards Zeit als willenlose Drohne hat Spuren in seiner Seele hinterlassen, wie in der allerletzten Szene der Episode nur zu deutlich wird, in der er mit verstörtem Gesicht in den Weltraum hinausblickt. Letztlich ist er für den Tod all jener Männer und Frauen verantwortlich, die sich den Borg in den Weg gestellt haben, um die Erde zu retten. Dieses Trauma wird Picard noch lange beschäftigen und sogar noch in der nachfolgenden Episode Familienbegegnung thematisiert werden, wo er aufgrund seiner Erfahrung sogar kurz mit dem Gedanken spielt, die Sternenflotte zu verlassen. Und auch im Kinofilm Der erste Kontakt wird auf die Ereignisse in dieser Folge Bezug genommen, ebenso im Pilotfilm zur Serie Deep Space Nine.

So nimmt The Best of Both Worlds einen besonderen Platz in der Star-Trek-Historie ein, da diese beiden Episoden wichtige Fundamente für die weitere Entwicklung der Franchises legen.
Aber nicht nur deshalb ist der Zweiteiler sehenswert. Sowohl in puncto Spannung und Action befindet er sich auf höchstem Niveau, auch wenn die Trickaufnahmen aus heutiger Sicht etwas unspektakulär wirken. Auch die schauspielerischen Leistungen sind absolut lobenswert. Jonathan Frakes stellt den inneren Konflikt von Com. Riker hervorragend und nachvollziehbar dar und auch seine Streitereien mit Com. Shelby sind amüsant. Hervorzuheben ist auch der Dialog von Guinan und Picard in Zehn Vorne, in welchem sie über das zukünftige Schicksal der Menschen diskutieren, während draußen der riesige Borg-Kubus lauert.

In den Händen der Borg Angriffsziel Erde

Und dann wäre da natürlich auch noch der geniale Cliffhanger zu erwähnen, der zu den spannendsten gehört, die das Franchise je zu bieten hatte.
Selbst Zuschauer, die mit Star Trek sonst nicht viel anfangen können, kommen bei dieser Episode auf ihre Kosten, da sie einfach glänzend inszeniertes und geschriebenes Fernsehen bietet, das in jeder Minute mitreißt.

Fun Facts

  • Zwischen den Raumschiffwracks bei Wolf 359 kann man auch ein Studienmodell der Enterprise aus der Originalserie entdecken.
  • Gaststar George Murdock spielte auch „Gott“ im Kinofilm Star Trek V – Am Rande des Universums.

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