Die Gilde der Kidnapper

Review: Perry Rhodan 3120 – Die Gilde der Kidnapper

Lesezeit circa: 4 Minuten

Die Meute sucht Komplizen – Terraner erhalten wichtige Informationen

Die Gilde der KidnapperTitel: Die Gilde der Kidnapper
Autor: Susan Schwartz
Zeichner: Swen Papenbrock
Erschienen: Freitag, 4. Juni 2021

Worum geht es in diesem Roman?

Die Meute ist weiterhin auf der Jagd nach dem Krummen Gryliner, Vimuin Lichtschlag und der STRATOR-FE. Dafür heuert sie, mangels Unterstützung, die Gilde der Kidnapper an. Perry bekommt es also auch noch mit Einheimischen zu tun.

Der Leseeindruck bei Die Gilde der Kidnapper

Nach Robert Corvus’ Feuerwerk in 3119 hatte ich am Anfang etwas Schwierigkeiten, mich in das doch ruhigere Tempo von Susan Schwartz’ Roman einzufinden. Das Bully-Zitat am Anfang wirkte etwas verloren, ich denke, das wird im weiteren Zyklusverlauf noch sehr, sehr wichtig werden. Mit ein paar Sätzen haben wir somit eine Brücke von der Galaxis Cassiopeia, in der wir uns jetzt befinden, in die ferne heimische Milchstraße geschlagen. Das hat Dune-Qualitäten.

Der eigentliche Roman fängt mit der Meutenführerin Masurosh an, die sehr zum Missfallen ihrer eigenen Triade, die einheimische Gilde der Kidnapper anheuert und damit die Suche nach Perry Rhodan und den gestrandeten Kosmokratendienern outzusourct.

Später wechselt der Focus dann zum kleptomanisch veranlagten Paddler Kemur, der mit seiner mobilen Ambulanzwerkstatt Mitglied dieser Gilde ist und für das Gros des Romans unsere Perspektivfigur wird. Mir hat diese Figur ausgesprochen gut gefallen, die natürlich eine weitere Brücke in den MDI-Zyklus schlägt, aber in ihrer Ambivalenz eine tolle Perspektive des etwas abseitsstehenden Technik-Spezialisten bietet. Meine Liebe zur SF wurde sehr früh von den klassischen amerikanischen SF-Kurzgeschichten der späten 50er, frühen 60er Jahre geweckt, in denen Technik noch etwas Greif- und Erlebbares war. Das Herz des Ingenieurs blüht an der Stelle also auf. Susan Schwartz ist es gelungen, dieses Flair, in moderner Gestalt, wiederzuerwecken. Das mag wie das Cover etwas retro wirken, ist in sich aber stimmig und hat mir eine Menge Spaß bei Lesen gemacht. Die anderen Mitglieder der Gilde sind ebenso wie die Teilnehmer der Raumschlacht um Ghuurdad eine bunte Mischung aus den wichtigsten Völkern des Planeten und runden das Bild der Gilde glaubwürdig ab.

Perry Rhodan selbst hat über den Krummen Gryliner ein Treffen mit Vimuin Lichtschlag, dem Piloten der STRATOR-FE. Das Beiboote der LEUCHTKRAFT ist natürlich eine heiße Spur zu Alaska Saedelaere. Die Figur hat durchaus noch einige Fans, zu denen ich mich auch zähle. Für ordentlich Sense-of-Wonder und kosmische Wunder ist im aktuellen Zyklus also gesorgt. Perry bricht nur in Begleitung des Retters des Universums, dem Mausbieber Gucky, und Lyu-Lemolat, der Agentin der Stabilität, aus Andromeda auf. Das ist also eine durchaus überschaubare Gruppe, die für den vorhandenen Platz genau passend dimensioniert ist. Mehr hätte da wohl die Handlung unnötig aufgebläht. Nun: Perry läuft bei seinem Treffen mit Vimuin Lichtschlag der Gilde der Kidnapper in die Falle und wird gefangen genommen.

An dieser Stelle entwickelt sich ein schönes Zusammenspiel zwischen dem Paddler Kemur und dem kosmokratischen Androiden Vimuin Lichtschlag, während Perry hier eher mit moralischer Größe glänzt. Wobei das zum Schluss nicht ganz unwichtig werden wird.

In Summe war Susan Schwartz Die Gilde der Kidnapper ein perfekt komponierter Roman, der sich süffig lesen lässt, aber auch einiges an Anregungen zum spätern darüber Nachdenken bietet. Wenn etwas ein perfektes Beispiel für einen runden SF-Roman im besten Sinne ist, dann dieser Roman.

So macht die Serie Perry Rhodan Spaß und der Chaotarchen-Zyklus mausert sich langsam zu einem meiner Favoriten. Klasse!

Wer neugierig geworden ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

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Markus Gersting

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