[Prometheus Band 11] Der dreizehnte Tag

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Nun sind wir also beim Band „Der dreizehnte Tag“ angekommen, der an dem Tag spielt, an dem die Invasion der Außerirdischen stattfinden soll.

Der dreizehnte Tag
© Splitter Verlag

Da der Zyklus noch zwei weitere Bände umfasst, steht fest, dass noch einiges passieren wird. Mal sehen, welche Schwerpunkte Christoph Bec diesmal setzt. Es ist jedenfalls ein netter Service, dass der Band mit einem Rückblick auf die Katastrophen beginnt, die sich in den letzten 12 Tagen jeweils um 13:13 Uhr ereignet haben. Mittlerweile haben wir ja schon derart viel erlebt, dass man leicht den Überblick verlieren kann.

Die Ereignisse des dreizehnten Tages

Am dreizehnten Tag setzt sich im Archäologischen Museum in Athen erneut der Mechanismus von Antikythera in Bewegung und löst um 13:13 Uhr die weiteren Ereignisse aus. Gleichzeitig scheint die Sonne zu diesem Zeitpunkt in Tiahuanaco (Peru) durch das sogenannte Sonnentor. Dieses Sonnentor gehört zu den archäologischen Zeugnissen einer Prä-Inka-Kultur. Mechanismus und Steintor scheinen also im Hinblick auf die Katastrophe geschaffen worden zu sein.

Während sämtliche große Städte der Welt in Flammen stehen, verteilen Soldaten in Washington Brillen an die Bevölkerung, die diese vor dem tödlichen Anblick der Außerirdischen schützen sollen. Es kommt zu Unruhen und die Soldaten eröffnen das Feuer, jedoch gewinnen die Zivilisten die Überhand und plündern den Vorrat an Brillen. Die Affengruppe aus Japan, die wir in einem der Vorgängerbände kennengelernt haben, spürt offenbar das Kommende und ertränkt sich selbst im Meer.

Schließlich tauchen die Raumschiffe der Außerirdischen um 13:13 Uhr aus den Meeren auf und beginnen weltweit ihr Werk der Zerstörung. Da die Menschen eher einen Angriff aus der Luft erwartet haben, sind sie völlig überrumpelt. Aufgrund des Technologieausfalls sind nur sehr alte Flugzeuge einsatzbereit, sodass den Invasoren nicht viel entgegengesetzt werden kann. Menschen, die ohne Schutzvorrichtungen die außerirdischen Bodentruppen erblicken, sterben augenblicklich qualvolle Tode. Truppen, die mit den schützenden Brillen ausgestattet sind, gelingt es, einzelne Außerirdische zu töten, die mit Kampfanzügen durch die Straßen ziehen. Den Menschen bleibt nichts weiter übrig, als auf Guerillataktik zu setzen. Der dreizehnte Tag führt die Menschheit an den Rand der Vernichtung.

Providence, Rhode Island

Überraschenderweise erscheint auch ein Raumschiff im post-apokalyptischen Providence, Rhode Island. Da wir zwischenzeitlich erfahren haben, dass dieser Handlungsstrang im Jahr 2068 spielt, stellt sich die Frage, welche Ziele die Außerirdischen hier verfolgen. Der kleine Trupp, der sich von Providence aus aufgemacht hatte, um über das Nekromanteion in Griechenland zurück in die eigene Zeit zu reisen, stellt überrascht fest, dass er sich nun im Jahr 1959 befindet.

Prometheus

Parallel zu den schlimmen Ereignissen auf der Erde geht es auch unserem Titelhelden Prometheus nicht sonderlich gut. Als er eine brennende antike Stadt erreicht, erkennen ihn die Menschen und greifen ihn an. Sie beschuldigen den Titanen, Schuld am Strafgericht des Zeus zu tragen. Leider ist nicht ganz ersichtlich, ob dies ein Rückblick ist oder ob sich der Angriff auf Prometheus nach dessen Befreiung durch Herkules ereignet. Jedenfalls scheint es hier um die Undankbarkeit zu gehen, die die Menschen Prometheus entgegenbringen und die sich auf das Verhalten der Menschen gegenüber den Außerirdischen übertragen lässt.

Mein Eindruck von Prometheus Bd. 11: Der dreizehnte Tag

Wie ihr meiner Besprechung entnehmen könnt, passiert inhaltlich nicht so sonderlich viel Neues im vorliegenden Band. Das liegt daran, dass die Vernichtung der Welt durch die außerirdischen Invasoren durch gewaltige Bilder in Szene gesetzt wird. Ob die zerstörten Städte oder die Massen von Raumschiffen am Himmel: die Bilder von Stefano Raffaele lassen die menschliche Kultur in Schönheit untergehen.

Ziemlich genial finde ich die Idee, die Raumschiffgeschwader der Außerirdischen nicht aus der Luft, sondern aus dem Meer kommen zu lassen. Außerdem bin ich gespannt, wie die Handlung nun auf den drei Zeitebenen weiterverlaufen wird.

Die Frage ist nun, ob Christophe Bec diese Vernichtungsorgie über zwei weitere Bände strecken wird oder ob noch etwas Unvorhergesehenes geschehen wird. Lassen wir uns überraschen und freuen wir uns auf Prometheus Band 12 mit dem Titel „Vorsehung“.

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Michael Kleu

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Michael Kleu

Michael ist Jahrgang 1978 und Althistoriker. Er schreibt einen eigenen Blog über die Antikenrezeption in fantastischen Medien.

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