Es ist soweit: Das Serienfinale fängt an. Vier Episoden lang geht es um die Frage, ob und wer am Ende siegreich sein wird.
Es fängt an!
Aang (Zach Tyler Eisen) wird von Zuko (Dante Basco) enorm gedrillt. Dabei wollen er und seine Freunde eher chillen. Denn der Avatar weiß, dass er aktuell nicht gegen den Feuerlord bestehen kann und will daher die Passage des Kometen abwarten. Doch der früherer Prinz der Feuernation sieht Dinge anders und greift den Luftbändiger auf ein Mal an.
Erst, als dieser ihn besiegt und beruhigt hat, erklärt er, weshalb er so handelt. Er hat mitgekriegt, dass sein Vater, der Feuerlord Ozai (Mark Hamill), die Ankunft des Kometen nutzen will, um das Erdkönigreich niederzubrennen. Und im Prinzip ist die einzige Möglichkeit, ihn zu stoppen, ihn zu töten. Was allerdings gegen die Natur von Aang ist, der sehr von der pazifistischen Lehre der Luftbändigermönche geprägt ist.
Mit Zosins Komet: Teil 1: Der Phönix-König fängt das Serienfinale von Avatar – Der Herr der Elemente an. Insgesamt vier Episoden wird es dauern, womit schon jetzt ein epischer und spannender Abschluss nahezu garantiert ist. Dabei wird im Laufe der Folge klar gemacht, was hier alles auf dem Spiel steht. Und gleichzeitig wird ein weiteres Mysterium aufgebaut.
Kein Seelenfrieden
Man hat ja schon am Ende von Schatten der Vergangenheit gesehen, dass Aang bei dem Gedanken gegen den Feuerlord anzutreten, eher mulmig ist. Dass er vermutlich auch keine richtige Strategie hat, wie er gegen ihn vorgehen muss, um ihn zu besiegen. Was mit ein Grund dafür sein könnte, wieso er die Konfrontation noch ein wenig hinauszögert. Die Ankunft des Kometen dürfte da nur ein vorgeschobener Grund sein. Er hat schlicht und ergreifend Angst, auch wenn er dies nicht offen zeigt.
Das Zuko ihm diesen Aufschub gnadenlos nimmt, dürfte seinem Seelenfrieden nicht gerade gut tun. Aber daran merkt man, dass der Prinz der Feuernation vieles nüchterner und direkter sieht, als seine Kameraden. Er ist außerdem auch der älteste der Gruppe, was man hieran ebenfalls merkt.
Die Enthüllung, dass der Feuerlord den Kometen nutzen will, um das Erdkönigreich auszulöschen, sorgt also für zusätzlichen Druck und Spannung fürs Finale. Es ist die passende Enthüllung, die noch mal deutlicher macht, welches Drama hier wartet. Am Ende stellt sich nämlich die Frage, ob es dem Avatar gelingt, überhaupt gegen Ozai anzukommen? Oder ob seine mangelnde Erfahrung ihm da einen Strich durch die Rechnung machen wird?
Wer lockt da?
Verkompliziert wird dies noch zusätzlich dadurch, das Aang ein Pazifist ist. Dass er zwar kämpft, wenn es sein muss. Er aber nicht tötet. Und das stimmt auch. In allen früheren Folgen, wo er aufgetreten ist, hat er noch nie bewusst ein Leben genommen. Nur, wenn er im Avatarzustand war, hat er Leben bedroht. Nur, um sich dann immer wieder rechtzeitig zu fangen. Doch ausgerechnet den Avatar-Zustand kann er ja seit dem Ende der zweiten Staffel nicht mehr erreichen.
Und dann ist da noch das Mysterium, wer Aang da anlockt? Wer hat ihn so manipuliert, dass er im Trancezustand sich aufmacht, das Gebäude, wo er und seine Freunde untergekommen sind, zu verlassen? Es hängt vermutlich mit der mysteriösen Insel zusammen, die auf ein Mal aufgetaucht ist.
Sein Verschwinden sorgt für erhebliche Turbulenzen. Vor allem, weil jetzt alle Pläne, die die Gruppe hatte, im Grunde genommen obsolet geworden sind. Weshalb sie nun alle improvisieren müssen. Mal sehen, wie das ausgehen wird.
Da bahnt sich was an
Interessant ist auch, was dann am Ende in der Feuernation passiert. Wo Ozai Azula im Prinzip kaltstellt, in dem er ihr Anliegen, sie zu begleiten, ablehnt. Stattdessen ernennt er sich selber zum Phönixlord und sie zum neuen Feuerlord. Hier ist es ebenfalls wichtig, einmal auf die Mimik und Gestik zu achten. Die meiste Zeit kehrt Ozai seiner Tochter den Rücken zu, sogar dann, wenn er zu ihr spricht. Derweil ihr Gesicht zwischen Sorge, Wut und Überraschung changiert. Das ist nicht mehr die sonst so sehr kontrollierte Azula. Hier ist etwas eindeutig im Argen. Etwas, was beim geringsten Anlass zerbrechen dürfte. Und was dann geschieht, bleibt offen.
Es ist ein grandioser Auftakt.
Info
Regie: Ethan Spaulding
Drehbuch: Michael Dante DiMartino
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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