Es gibt in dieser Folge einige überraschende Momente, die Klarheit in einige bislang offene Aspekte reinbringen.
Der Feind meines Feindes…
In der Vergangenheit zeigte Bruder Morgen (Cassian Bilton) Interesse an Hari Seldons Psychohistorik. So wurde ein Kontakt zwischen ihm und Gaal Dornik (Lou Llobell) vermittelt. Eine Verbindung, die bis in die Gegenwart anhält, als sie ihn vor dem Maultier warnt. Und ihn bittet, dass er versucht, den Planeten, auf dem der Mentalist, abzuriegeln. Der Imperiale versucht dieses Vorhaben umzusetzen.
Derweil versuchen, das Influencerpärchen Toran (Cody Fern) und Bayta (Synnøve Karlsen) näher an den Gesuchten zu kommen. Doch es zeigt sich, dass selbst, wenn ihnen dies gelingt, er immer noch sehr unberechenbar ist. Weshalb ihnen am Ende nur die Flucht bleibt.
Mit Vorhersehung hat man eine Foundation-Episode, die viel wert auf die kleinen Momente legt, um so die Figuren weiterzuentwickeln. Vor allem Bruder Morgen und Bruder Tag profitieren davon. Denn sie machen in dieser Folge in ihrer Entwicklung massive Fortschritte.
Ein seltener Moment der Dreisamkeit
Bruder Tag hat sich in dieser Folge endgültig als die Überraschung der aktuellen Staffel herauskristallisiert. Man hat es hier mit einem wissenshungrigen jungen und sehr intelligenten Mann zu tun, der vor verbotenen Schriften nicht zurückschreckt. Und der auch kein Problem damit hat, mit Gaal Dornik zusammenzuarbeiten, obwohl sie ja eigentlich der Gegenseite angehört.
Es ist interessant zu sehen, dass er von seinen drei Brüdern gefühlt der Einzige ist, der wirklich daran interessiert ist, den Untergang seines Reiches zu verhindern. Bruder Dämmerung ist mehr darauf fokussiert, sein eigenes Ende aufzuhalten, auch wenn er natürlich weiterhin Bruder Morgen zur Seite steht. Auch wenn er nicht alle Ziele von ihm unterstützt. Derweil Bruder Tag alles egal ist. Am Ende geht es ihm nur um sich selbst.
Wobei es dann diesen einen Moment gibt. Einen Augenblick der Dreisamkeit, wo die drei Cleons sich mal nicht gegenseitig an die Gurgel gehen oder sich der eine auf Kosten der anderen profiliert. Einen solchen Moment der Gemeinsamkeit gab es zuletzt zu Beginn der Serie, gleich in der allerersten Folge.
Mehr als nur ein Egoist
Wobei Bruder Tag in dieser Episode ebenfalls in seiner Entwicklung massive Fortschritte macht. Bislang wurde er als ein nihilistischer Egoist dargestellt, dem alles egal war, solange er nur seinen nächsten Rausch erleben konnte. Er hielt nichts vom Tagesgeschäft und machte dies entsprechend auch nicht.
Doch in dieser Folge erfährt man, dass hinter all dem Rausch, den er erlebt, eine gewisse Angst existiert. Die Angst vor dem Untergang des Imperiums, der laut der Psychohistorik bevorstehen könnte. Und die Angst vor Demerzel und ihren Fähigkeiten.
Der erstgenannten Angst versucht er im wahrsten Sinne des Wortes zu entfliehen. Er besticht eine Wache des Palastes, um eine Fluchtmöglichkeit für ihn und seine aktuelle Geliebte zu ermöglichen. Und ist dafür sogar bereit, auf die Naniten zu verzichten, die für seine Schnellheilfähigkeiten sorgen.
Eine enorme Bedrohung
Die Furcht vor Demerzel drückt sich darin aus, dass er versucht, Distanz vor ihr zu gewinnen und sich eine Extraportion Drogen reinzieht, ehe er Song die Wahrheit über die ständige Begleiterin des Imperiums erzählt. Doch der Roboter zeigt sich einen Schritt weiter als er, als sie seine Geliebte abführen und ihr Gedächtnis löschen lässt. Was in Bruder Tag ausnahmsweise mal nicht Apathie oder Desinteresse auslöst. Sondern Wut. Was daraus wird, muss sich dann zeigen.
Auch der Plot ums Maultier entwickelt sich weiter. Wo man einmal mehr sieht, welche Bedrohung es ausstrahlt, als es selbst einen hartgesottenen Agenten allein mit seiner Aura in die Flucht schlägt. Oder später den Influencer dazu bringt, sich bei lebendigen Leib die Haut zu schälen. Eine ekelige Szene, die aber ihre Wirkung nicht verfehlt.
Immerhin gelingt es Toran und Bayta den Barden des Maultiers zu kidnappen. Was dem Mentalisten so gar nicht gefällt. Es scheint ihn noch mehr durchdrehen zu lassen, als bislang ohnehin schon. Wenn er auf ein Mal meint, dass er sich nicht sicher ist, ob es nicht noch jemand anderes gibt, der die Fäden zieht, dann zeigt dies, wie sehr er sich in seinen Wahnsinn reinsteigert.
Es ist eine großartige Folge!
Informationen
Regie: Roxann Dawson
Drehbuch: Jane Espenson & David Kob
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Agent Carter – 07 – Kein Guter Tag - 18. August 2026
- Avatar: Der Herr der Elemente (2024) – 14 – Das Gleichnis der zwei Drachen - 17. August 2026
- Die Kriege von Arran – 6 – Die Stunde des Verrats - 17. August 2026

