In der vorletzten Folge dreht die Serie noch einmal so richtig auf und liefert jede Menge grandioser Momente.
Heftig
Azula (Grey DeLisle) steht kurz vor der Krönung zum neuen Feuerlord. Doch lässt sie alles und jeden aus ihrer Nähe entfernen, weil sie alles und jedem misstraut. Ebenso hat sie auf ein Mal Halluzinationen von ihrer verschollenen Mutter. Da kommt Zuko (Dante Basco) gerade recht, der sie stoppen möchte. Sie fordert ihn zu einem Agni Kai heraus.
Derweil versuchen Sokka (Jack DeSena), Suki (Maria Zhang) und Toph (Michaela Jill Murphy) die Flotte von dem Phoenixlord Ozai aufzuhalten. Eine große Herausforderung, nicht zuletzt, da sie nur zu dritt sind. Doch Sokka hat da schon eine Idee. Während dessen stellt sich Aang (Zach Tyler Eisen) dem Phoenixlord. Und die Konfrontation verläuft nicht so, wie er es sich erhofft hat.
Es ist nur noch eine Episode, ehe die Avatar – Der Herr der Elemente-Serie vorbei ist. Und mit der vorletzten Folge, Von Angesicht zu Angesicht dreht die Reihe noch mal so richtig auf. Weil es hier wirklich an allen Ecken und Enden heftig zu geht.
Auf ein Mal einsam
Und doch liegt der Fokus dieser Episode nicht nur auf der Action. Auch die Charaktermomente kommen nicht zu kurz. Und die Figur, die am meisten charakterisiert wird, ist ausgerechnet Azula.
Man hatte sie ja zuletzt Der Phönix-König gesehen, wo sie unverhofft zum neuen Feuerlord ernannt wurde, aber gleichzeitig auch nicht mit ihrem Vater mit durfte. Dabei wurde angedeutet, dass mit ihr etwas nicht in Ordnung ist. Das bestätigt sich in dieser Folge. In deren Verlauf sie alle tyrannisiert und all jene wegschickt, von denen sie meint, dass von ihnen Verrat droht. Die Ursache für dieses merkwürdige Verhalten erfährt man auch.
Es ist der Verrat von Mai und Ty-Lee gewesen, der sie so paranoisch gemacht hat. Und im Laufe der Folge baut ihr Verstand immer mehr ab, als sie sogar anfängt, von ihrer verschollenen Mutter zu halluzinieren. Wo sie anschließend weinend zusammenbricht, vermutlich weil ihr dann klar geworden ist, wie einsam sie mittlerweile ist.
Ist das… Mitleid?
Hier schafft die Folge etwas, womit man nicht gerechnet hat. Man hat mit ihr Mitleid. Trotz allem, was sie gemacht hat, trotz ihrer tyrannischen Art reicht dieser eine kleine Moment, um Mitgefühl zu erzeugen. Weil man erahnen kann, wie schlimm es in ihrem Inneren Selbst aussieht.
Doch dann ist sie wieder die kalte und grausame Azula, die ihren Bruder zu einem Agni Kai herausfordert. Wo sich jedoch zeigt, wie sehr Zuko sich geändert hat. Auch hier wird etwas bestätigt, was vorher angedeutet wurde. In dem Gefängnisausbruch in Der brodelnde Fels Teil 2 hat er kurzfristig mit ihr mitgehalten. Und dieses Mal wirkt es wirklich so, als ob er sie in einem fairen Kampf besiegen könnte. Weshalb sie am Ende zu unfairen Mitteln greift, wo noch unklar ist, wie es dann weitergehen wird.
Das ist auch bei dem Kampf Aang gegen Ozai. Wo deutlich wird, wie sehr der Avatar im Hintertreffen ist. Im Prinzip kann er die meiste Zeit nur reagieren und ist am panisch davon laufen. Wobei er für einen kurzen Moment die Chance hat, den Phoenix-Lord zu töten. Doch hier rächt sich dann seine pazifistische Lebensweise, weil er davon absieht. Am Ende sieht es danach aus, als ob der Avatar von dem ehemaligen Feuerlord einfach so abgeschlachtet wird.
Das Feuer ist stark
Es gibt allerdings auch einen kleinen Lichtblick. Als es nämlich Sokka, Suki und Toph gelingt, die Flotte des Feuerlords auszuschalten. Wobei dieser Plot eher als Comedy Relief gedacht ist. Was aber ihn nicht davon abhält, erneut Sokka Genialität zu beweisen.
Und noch etwas sieht man in dieser Folge. Nämlich die Auswirkungen, die der Komet aufs Feuerbändigen hat. Die Flammen sind noch stärker als normal. Sie fauchen sogar, wenn der Phoenixlord seine Fähigkeiten anwendet. Und als der Weiße Lotus Bar Sing Se befreit, kann Iroh sogar eine Feuerkugel in der Luft erschaffen. So etwas verursacht Gänsehaut.
Am Ende ist von allen Plots kein einziger zu Ende geführt worden. Das wird dann erst in der Abschlussepisode passieren. Auf die man sich jetzt schon freuen kann.
Info
Regie: Joaquim Dos Santos
Drehbuch: Michael Dante DiMartino & Bryan Konietzko
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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