In einer furchtbar generischen Folge muss sich Batman mit dem Missbrauch einer genialen Erfindung beschäftigen.
Ist das der Rocketeer?
Anlagen von Triad Industries werden wiederholt überfallen und zerstört. Das erregt die Aufmerksamkeit von Batman (Hamish Linklater), der sich als Bruce Wayne näher damit beschäftigt. Er erfährt, dass der Ruhm und Reichtum der Firma vor allem dem Genie der Erfinderin Dr. Roxanne Sutton (Wunmi Mosaku) zu verdanken ist, die allerdings angeblich tragisch ums Leben gekommen ist.
Doch wie der Dunkle Ritter schon bald herausfindet, ist sie in Wahrheit noch am Leben. Der Unfall, bei dem sie angeblich gestorben ist, war in Wahrheit ein Anschlag ihrer Vorgesetzten, die mit ihren moralischen Bedenken nichts anfangen konnten und sie deshalb aus dem Weg räumen wollten. Sie überlebte und hat deswegen Rache geschworen. Sie will ihre Erfindungen zerstören und muss nur noch eine Anlage attackieren. Falls Batman das zu lässt.
Als Dr. Roxanne Sutton im Trailer zur zweiten Staffel von Batman: Caped Crusader auftauchte, meinten nicht gerade wenige, dass es sich hier um den Rocketeer handeln würde. Das ist eine Figur, die einst von Dan Stevens unabhängig von Marvel und DC erschaffen wurde und einen eigenen Kinofilm erhielt. Doch im Laufe von Treibstoff der Zukunft stellt sich heraus, dass sie nicht dieser Charakter ist.
Bekannte Figuren aus diversen Medien
In Wahrheit ist sie eine Neuinterpretation eines Charakters, der seinen Ursprung in der allerersten Batman: The Animated Series hatte. Unter dem Namen Roxy Rocket wurde die Figur damals von Paul Dini und Bruce Timm erfunden und schaffte sogar den Sprung in das normale DC-Universum.
Die Triade ihrerseits wurden im Silver Age unter dem Namen „Terrible Trio“ eingeführt. Dort trugen sie jeweils Tiermasken, basierend auf einem Fuchs, einem Geier und einem Hai. In ihrem Auftrag hier wurde vor allem ihre Haarpracht so gestylt, dass dies an das jeweilige Tier erinnert. Was eine gute Idee ist.
Aber abgesehen davon ist Treibstoff der Zukunft zu einem Großteil vor allem eins: Furchtbar generisch und vorhersehbar. Im Prinzip hat man ständig das Gefühl, dass die Macher der Episode sich zu sehr auf den retrofuturistischen Charme der Serie verlassen haben. Was in Ansätzen auch funktioniert. Zu sehen, wie diverse bekannte oder unbekannte Charaktere aus der reichhaltigen Historie Batmans neu interpretiert werden, ist großartig.
Schema F lässt grüßen
Das ändert jedoch nichts daran, dass der Plot der Folge Schema F folgt. Ein genialer Wissenschaftler, der nicht möchte, dass seine Erfindungen für böse Zwecke missbraucht werden, wird von seinen Vorgesetzten, die exakt dies wollen, getötet. Nur um dann den Anschlag zu überleben und daraufhin einen Rachefeldzug zu starten, bei dem er exakt das einsetzt, weshalb er umgebracht werden sollte. Außerdem überlebte er den Mordanschlag häufig irgendwie gekennzeichnet oder missgestaltet. Darkman ist da das passende Beispiel für.
Insofern sind die Handlung und auch Batmans Aktionen vorhersehbar. Es wird noch nicht mal ansatzweise der Versuch unternommen, aus dem Schema auszubrechen. Stattdessen wird innerhalb von 25 Minuten alles runtergehandelt, ohne irgendwie großartig das Interesse des Zuschauers zu wecken.
Was wird als nächstes geschehen?
Es ist ein geniales Ende einer ansonsten generischen Folge.
Info
Drehbuch: Geoffrey Thorne
Showrunner: Bruce Timm, James Tucker
Regie: Matt Peters
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