Mit einem Schlag sind Amon und seine Equalisten eine Gefahr, die man nicht unterschätzen darf.
Fokus auf das, was wichtig ist
Die Feuerfrettchen trainieren fürs Pro-Bändigen-Turnierfinale, als eine Ansprache von Amon (Steve Blum) im Radio gesendet wird. Er bedroht das Finale, weshalb der Stadtrat eben jenes absagen möchte. Doch zum Glück kommt Lin Beifong (Mindy Sterling), Chefin der Stadtpolizei, dazu und garantiert für die Sicherheit des Turniers. Dabei stellt sich kurz darauf heraus, dass sie und Tenzin (J. K. Simmons) eine gemeinsame Vergangenheit haben.
Das Finale selbst verläuft für die Frettchen alles andere als optimal. Ihre Gegner, die amtierenden Champions, die Wolfsfledermäuse, haben den Schiedsrichter bestochen, sodass dieser ihre Fouls ignoriert. Doch kurz bevor sie vor dem Sieg stehen, zeigt sich auf einmal, dass die Equalisten das Stadion unterwandert haben und sich ihnen niemand außer dem Avatar in den Weg stellen kann.
Nachdem das Liebesdreieck in der letzten Folge abgehakt worden ist, kann sich die Serie in Und der Gewinner ist … jetzt wieder auf das fokussieren, was mehr Spannung verspricht. Zum einen das Turnierfinale und zum anderen die Equalisten und ihr Anführer Amon.
Erfolgreiche Einschüchterungsversuche
Wobei die Folge mehr bietet als nur diese beiden Plots. Nebenbei präsentiert sie auch einige interessante Charaktermomente. Und zwar solche, die für die nähere Zukunft vielversprechend sind.
Es fängt mit der Ansprache von Amon an. Die Tatsache, dass er diese einfach so im Radio ausstrahlen kann, zeigt, dass seine Macht und sein Einfluss enorm gestiegen sind. Und mit dieser kleinen Machtdemonstration lässt er außerdem den regierenden Rat alt aussehen.
Der reagiert zunächst mit Furcht. Sie wollen das Turnier angeblich wegen Sicherheitsbedenken absagen und lassen sich auch durch den Einspruch des Avatars nicht davon abbringen. Erst als Lin Beifong auftaucht, entscheidet sich Ratsmitglied Tarrlok um und spricht sich doch für das Turnier aus.
Was ist Tarrloks Plan?
Hier muss man mal auf seine Gestik und Mimik gucken. Es sieht aus, als ob Lins Garantie für die Sicherheit des Turniers für ihn als eine günstige Gelegenheit erscheint. Sein Blick wirkt berechnend und zwar nicht auf eine positive Art und Weise. Man hat ja bereits in Die Stimme in der Nacht mitgekriegt, dass er ein manipulativer und kalkulierender Mann ist, der vor allem auf seinen eigenen Vorteil aus ist. Weshalb sich die Frage stellt, welchen Vorteil er von Beifongs Anwesenheit während des Turniers erhält.
Interessant ist, dass man in dieser Folge erfährt, dass Lin und Tenzin wohl früher mal ein Paar waren, ehe sie sich auseinandergelebt haben. Korra triezt natürlich ihren Lehrer damit. Doch scheint er selber diese Entwicklung mit einem gewissen Bedauern zu sehen. Lin ihrerseits bleibt bei der ganzen Angelegenheit nüchtern und emotionslos, so als ob sie das inzwischen abgehakt hat.
Das Finale an sich ist großartig. Der Auftritt der Wolfsfledermäuse ist grandios und ihre unfaire Spielweise regt den Zuschauer natürlich auf. Ebenso wie die Tatsache, dass der Schiedsrichter nichts dagegen unternimmt.
Eine Niederlage als Ende muss man sich erstmal trauen
Doch all das ist zweitrangig, als Amon und seine Equalisten wieder einmal zeigen, wie intelligent, gewieft und unberechenbar sie sein können. Dass sie sich einfach so einschleichen und die Wachen ausschalten können, lässt diese schon schlecht aussehen. Doch als dann Amon selber den Wolfsfledermäusen das Bändigen nimmt, verschlägt es einem die Sprache.
Zwar bemühen sich Korra und Lin, die Equalisten zu verfolgen, doch können sie nicht verhindern, dass diese allesamt fliehen können und das Stadion selbst vernichtet wird. Deutlicher hätte der Sieg dieser Gruppierung nicht sein können!
Es ist ein Fanal, eine fatale Niederlage. Dessen Konsequenzen man noch nicht mal ansatzweise absehen kann. Und dann ist da noch diese Vision, die Korra hatte, die einen erwachsenen Aaang zeigte. Was das wohl sein wird?
Was auch immer als Nächstes geschehen wird, man kann es kaum erwarten, es zu sehen.
Info
Regie: Joaquim Dos Santos, Ki Hyun Ryu
Drehbuch: Michael Dante DiMartino & Bryan Konietzko
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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