Spotlight: Marina Sirtis – Imzadi!

Marina Sirtis ist »Star Trek«-Fans als die Emphatin Deanna Troi bekannt. Am 29. März 1955 erblicke sie das Licht der Welt.

Marina Sirtis
Marina Sirtis als Deanna Troi ©CBS

Ein Empath betritt die Bühne

Geboren wurde sie in Hackney, London, England, UK. Ihre Eltern waren die gebürtigen Griechen Despina und John Sirtis, die sie in Harringay, Nord-London aufzogen.

Marina wusste bereits früh, dass sie Schauspielerin werden wollte. So sprach sie, als sie auf der weiterführenden Schule war, für einen Platz auf einer Drama School vor. Das machte sie jedoch im Geheimen, da ihre Eltern von diesem Vorhaben nichts hielten. Am Ende durfte sie auf die Guildhall School of Drama gehen. Ihren Abschluss machte sie mit 21 Jahren und erhielt eine Anstellung als Aktrice am Connaught Theater. 1986 entschied sie sich mit 31 zu einem enormen Schritt. Sie zog in die USA, genauer gesagt nach Los Angeles, um dort ihre Karriere weiter vorranzutreiben. Jahre später nahm sie schließlich auch die amerikanische Staatsbürgerschaft an.

Erste Schritte

Ihre ersten Auftritte im Fernsehen hatte sie übrigens 1977, als sie in den britischen TV-Serien »Raffles« und »Who Pays the Ferryman« kleine Rollen übernahm. Ihr erster Kinofilmauftritt war 1983 »The Wicked Lady«, als Jackson‘s Girl.

Als sie für »The Next Generation« vorsprach, wurde Gene Roddenberry von ihrem Aussehen inspiriert, die Rolle der Macha Hernandez zu erschaffen, die an Bord der Enterprise für Sicherheit zuständig sein sollte. Doch es kam anders: Denise Crosby erhielt die Rolle, aus der anschließend Tasha Yar wurde. Marina Sirtis bekam den Charakter von Deanna Troi, einer Halb-Betazoidin, die als Empathin die Gefühle anderer Wesen spüren konnte.

Wie sich ein Charakter entwickelt

Doch zu Beginn beschränkte sich ihre Funktion in der TV-Serie darauf, nur hübsch auszusehen und wiederholt die Emotionen anderer Wesen, die sie spürte, wiederzugeben und das offensichtliche anmerkte. So war sie nach dem Ende der ersten Staffel unsicher, ob ihre Rolle weiter fortgeführt werden würde. Erst als Gene Roddenberry sie zur Seite nahm und ihr mitteilte, dass die Premierenepisode der zweiten Season »Das Kind« sich vollständig auf sie fokussieren würde, besserte sich ihre Ansicht.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Figur weiter, wobei sie immer selbstständiger wurde. Die Lieblingsepisode von Marina Sirtis war dabei »Das Gesicht des Feindes«, als Deanna Troi entführt und kosmetisch zu einer Romulanerin umoperiert wurde. Auch die Tatsache, dass sie in der Episode »Geheime Mission auf Celtris Drei« die Standard Sternenflotten-Uniform anziehen konnte, gefiel ihr, da dadurch ihre Figur endlich intelligenter auftreten durfte, da sie, so die Schauspielerin, keinen Ausschnitt mehr hatte.

Alles Fake!

Marina Sirtis
Deanna Troi im TNG-Pilotfilm ©CBS

Während ihrer Zeit bei TNG freundete sie sich mit Jonathan Frakes (mit dessen Rolle William Riker sie eine Beziehung hatte), Michael Dorn (mit dessen Rolle Worf sie ebenfalls zeitweise zusammen war) und Brent Spiner (Data) an. Sowohl Spiner als auch Dorn waren die Trauzeugen bei ihrer Hochzeit 1992, als sie den Rockstar Michael Lamper ehelichte.

Interessanterweise trug sie für ihre Rolle als Deanna Troi schwarze Kontaktlinsen, da ihre natürliche Augenfarbe braun ist. Ebenso trug sie Perücken, damit ihr Charakter lockiges Haar hatte. Ihre eigene Haarpracht war wesentlich kürzer und nicht so gelockt, wie die Figur es verlangte. Auch sprach sie die Rolle mit einem künstlichen Akzent, wobei sich dieser aber im Laufe der Serie abschliff, bis sie irgendwann amerikanisch klang.

Das Leben nach „Star Trek“

Marina Sirtis spielte Deanna Troi in allen sieben „The Next Generation“-Staffeln, allen vier Kinofilmen und überdies auch noch in Enterprise und Voyager. Nach dem Ende der TV-Serie war sie weiterhin als Schauspielerin und Sprecherin aktiv. So sprach sie ab 1994 in der Zeichentrickserie »Gargoyles« die Figur Demona für zwei Staffeln. Ebenso sollte sie, wie viele andere »Star Trek«-Kollegen auch, einen Auftritt in »Stargate SG-1« haben. Dort stellte sie einen russischen Wissenschaftler dar. Weitere Rollen hatte sie sowohl in Großbritannien als auch den USA. So sprach sie unter anderem den Bösewicht Queen Bee in der Zeichentrickserie »Young Justice« und trat in »Grey‘s Anatomy« auf. In der Serie »NCIS« trat sie wiederholt als Direktor des Mossads auf.

Sie ist ein Fan des englischen Fußballclubs Tottenham Hotspur, deren Logo sie sich sogar auf eine Schulter hat tätowieren lassen. Des Weiteren hat sie einen Twitter-Account, auf dem sie sehr aktiv ist. Und ein Besuch ihrer Homepage marinasirtis.tv lohnt sich auf jeden Fall!

Steady

Götz Piesbergen

Götz ist Jahrgang 78 und unser Mann fürs literarische Star-Trek-Universum.
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