Dies ist die Folge, in der das nächste Besatzungsmitglied der Strohhutbande auftritt.
Das nächste Crewmitglied
Nami (Emily Rudd) ist schwer krank. Die einzige Hoffnung, die sie hat, ist die Insel Drum, auf der sich viele gute Ärzte befinden sollen. Doch das Eiland hat sich stark verändert. Deren König Wapol (Rob Colletti) ist mit den meisten der Ärzte verschwunden, als der berüchtigte Pirat Blackbeard aufgekreuzt ist. Und nachdem dieser wieder abgereist ist, hat seine frühere Wache Dalton das Kommando übernommen. Laut ihm gibt es nur noch eine einzige Ärztin und die lebt hoch oben auf einem der Berge der Insel. Da Nami nicht bis zum nächsten Tag warten kann, machen sich Sanji (Taz Skylar) und Luffy (Iñaki Godoy) auf, die Doktorin aufzusuchen. Ein beschwerlicher Weg beginnt.
Der frühere Monarch, an den Vivi (Charithra Chandran) keine guten Erinnerungen hat, erhält derweil von der Baroque Firma eine Teufelsfrucht, als Dank dafür, dass er sie so lange Zeit finanziell unterstützt hat. Derweil Smoker (Callum Kerr) und Tashigi (Julia Rehwald) einen Außenposten der Marine aufsuchen und herausfinden, dass dieser überfallen worden ist. Und die dafür Verantwortlichen sind noch anwesend.
Mit „Geweihte Nami“ beginnt ein weiterer, wichtiger Handlungsabschnitt der One Piece-Serie. Denn hier wird jemand eingeführt, der später das nächste Besatzungsmitglied der Strohhutbande werden wird. Es handelt sich um Tony Tony Chopper, ein Rentier, dass die Mensch Mensch Frucht gegessen hat.
Viele Schauspieler für eine Figur
Es handelt sich dabei um einen Charakter, der im Normalfall wie ein Rentier mit Kleinkind-Elementen aussieht. Dementsprechend hat sich die Realserie dazu entschlossen, die Figur komplett am Computer zu erstellen. Wobei trotzdem für die Realisierung menschliche Schauspieler nötig waren.
Damit die anderen Darsteller am Set jemanden hatten, an dem sie sich orientieren konnte, war die Südafrikanerin N’kone Mametja diejenige, die ihn vor Ort repräsentierte. Der indischstämmige Gavin Gomes übernahm die Darstellung einer alternativen Form der Figur. Derweil Mikaela Hoover (Superman) im Original für die Stimme und das Face Capture des Charakters zuständig war.
Interessant ist auch die Rolle von Dr. Kureha. Ursprünglich hatte sich hierfür niemand geringes als Jamie Lee Curtis (Halloween) dafür ins Gespräch gebracht. Doch als es ans Casting ging, konnte sie zum Zeitpunkt der Dreharbeiten nicht. Weshalb die Wahl schließlich auf Katey Sagal (Eine schrecklich nette Familie) fiel.
Eine kleine Abweichung
König Wapol selbst wurde von Rob Colletti dargestellt. Interessanterweise weicht hier die Realverfilmung von der Mangavorlage ab. Denn hier sieht man, wie er von der Baroquefirma die Teufelsfrucht erhält, die ihn später auszeichnet. Im Manga hatte er seine Kräfte schon seit langer Zeit besessen.
Das ist aber in dieser Folge auch die einzige größere Abweichung von der Vorlage. Denn ansonsten hält sich die Episode dieses Mal recht nahe daran. Was allerdings daran liegen kann, dass der Manga in diesem Abschnitt der Geschichte einige starke Szenen aufbot.
Dazu gehört auch die Kletterpartie den Berg rauf. Das Ausgangsszenario ist, dass Nami schwer krank ist und Luffy deshalb nicht bis zum nächsten Tag warten kann. Weshalb er gemeinsam mit ihr und Sanji den Berg zu Dr. Kureha hochklettert. Es gibt hier einige dramatische Szenen. Insgesamt zeigt sich dabei, wie viel Luffy an seiner Crew liegt und dass er bereit ist, für deren Überleben alles zu riskieren.
Selbst als Kind großartig
Wobei die anderen Crewmitglieder auch zur Geltung kommen. Zoros Schauspieler darf zu Beginn kurz oberkörperfrei auftreten, eher er im Laufe der Folge sich dann nach und nach wärmer anzieht. Und Lysopp hat ebenfalls einen starken Moment, als er den Schwertkämpfer anfährt, weil dieser gerade keine Hilfe ist. Das zeigt, wie sehr ihm die Begegnung mit dem Riesen geholfen hat, Selbstvertrauen zu gewinnen. Wobei vorher wieder ein klein wenig seine Ängstlichkeit durchschimmert.
Es wird in dieser Folge außerdem wiederholt zwischen der Handlungsgegenwart und der Vergangenheit gewechselt. In der Vergangenheit sieht man, wie Vivi noch als Kind das erste Mal auf Wapol traf. Der in dieser Rückblende allgemein keinen guten Eindruck hinterlässt. Hier wird sehr viel getan, um ihn wirklich als Unsympath darzustellen, als jemanden, der ignorant und arrogant rüberkommt. Derweil Vivi selbst als Minderjährige deutlich mehr Format als er beweist.
Die Szene bei dem Marineaußenposten gehört dann natürlich klar Captain Smoker und Tashigi. Vor allem Letztere kann endlich beweisen, dass sie eine ernstzunehmende Kämpferin ist, als sie ihren Angreifer, Mr. 11 entwaffnet und gefangen nimmt. Während ihr Vorgesetzter aus Versehen seine Angreiferin tötet. Das zeigt, dass die beiden ernstzunehmende Kämpfer sind, derweil das Mysterium um die wahren Pläne der Baroque Firma vertieft wird.
Für die Lore wichtig
Für die Lore ist diese Folge außerdem insofern wichtig, als dass hier das erste Mal zwei Personen genannt und teilweise auch gezeigt werden, die später wichtig sind. Blackbeard ist im Manga zum Hauptantagonisten geworden, der vermutlich eine der letzten großen Herausforderungen für Luffy wird. Derweil der Revolutionskommandant sich später als jemand entpuppt, der dem Strohhut nahesteht. Hier wird es interessant sein zu sehen, wer für die Rollen dann entsprechend gecastet wird. Und wie sie auch teilweise visuell umgesetzt werden.
Eigentlich ist dies eine großartige Folge. Wäre da nur nicht der deutsche Titel. Geweihte Nami ist eine selten dämliche Bezeichnung, derweil im Original sie Nami Deerest heißt. Was ein Wortspiel mit dem Namen „Deer“ ist, die Englische Bezeichnung für Reh. Was eine Spezies ist, mit der man Chopper durchaus verwechseln kann.
Doch ist dies das einzige, was man an dieser Episode kritisieren kann.
Informationen:
Drehbuch: Alex Regnery
Regie: Lukas Ettlin
Showrunner: Matt Owens und Joe Tracz
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