Mit dieser Folge ist der mitunter sehr derbe Humor der ersten Season wieder zurück.
Es wird wieder derb
Rick Flag Sr. (Frank Grillo) wird der Nachfolger von Amanda Waller als Leiter von A.R.G.U.S.. Als eine seiner ersten Amtshandlungen findet er heraus, wie und wodurch sein Sohn ums Leben kam. Es stellt sich heraus, dass er damals von Peacemaker umgebracht worden ist. Weshalb er befiehlt, dass dieser, trotz seiner Rehabilitierung angesichts „Project: Butterfly“, überwacht wird.
In der Gegenwart hat Chris Smith (John Cena) ein großes Problem. Er hat sein anderes Ich aus einer anderen Realität umgebracht. Und versucht nun verzweifelt, dessen Leichnam zu verstecken. Da er damit nicht weiterkommt, bittet er Vigilante (Freddie Stroma) um Hilfe. Der dies mit Vergnügen macht. Später kommt es zu einer kleinen Party der vier Überlebenden von Project: Butterfly, bei der sich Peacemaker hemmungslos betrinkt. Und dann am Ende etwas vermutlich Dummes probiert.
Ich hatte ja bei Enge Bande können zerdrücken noch gemeint, dass der krasse Humor der ersten Season stark zurückgefahren worden ist. Ein Mann ist nur so gut wie sein Vogel traft diese Aussage jetzt Lüge. Denn die teils derbe Komik kehrt mit dieser Episode mit voller Wucht zurück.
Grenzwertig
Es gibt wirklich so einige Szenen, wo der Humor arg grenzwertig ist. Dazu gehört vor allem der Anfang der Folge, wo John Smith zunächst vergeblich versucht, den toten Körper seines anderen Ichs so zu verstecken. Und als dies nicht klappt, er diesen dann anschließend mit Vigilantes Hilfe in Einzelteile zerlegt und verbrennt. Was ziemlich heftige Eindrücke sind und es entsprechend blutig zugeht.
Immerhin hinterlässt das Spuren. Jetzt nicht nur in diesem Raum zwischen den Welten. Sondern ebenso in der Psyche von Peacemaker selbst. Er wirkt wie aus dem psychischen Gleichgewicht gebracht, ist sich unsicher und versucht, diese Unsicherheit später mit Alkohol zu ersaufen.
Glaubwürdigkeit wird überbewertet
Der Zorn von Rick Flag Sr. ist nachzuvollziehen. Interessant ist, dass James Gunn dadurch indirekt klar macht, dass sein „The Suicide Squad“-Film damit ebenfalls Teil des neuen DC Cinematic Universe ist. Nicht, dass das irgendwie verwundert, wenn man bedenkt, dass er ja auch die erste Season der Serie ebenso nachträglich dazu machte.
Als dann später eine Mannschaft zusammengestellt wird, um das Haus von Peacemaker in dessen Abwesenheit zu untersuchen, bricht schon wieder der krasse Humor hervor. Zum einen, weil die Gruppe aus lauter Exzentrikern besteht. Zum anderen aber auch, weil Eagley, Peacemakers Hausadler mit ihnen den Boden aufwischt.
Wie er dies macht, wie ihm das gelingt, ist natürlich grandios in Szene gesetzt. Im Prinzip wird hier zwar die Glaubwürdigkeit des Universums stark strapaziert. Aber nicht so sehr, dass die Folge darunter leidet.
Krass
Und natürlich wird auch einiges an Zeit darauf verwendet, dass die anderen Charaktere, die Freunde von Peacemaker sich weiterentwickeln. Bis auf Vigilante, bei dem es allerdings nicht so schlimm ist. Aber man sieht beispielsweise, dass Leota Adebayo sich von ihrer Frau getrennt hat und die beiden nicht gut aufeinander zu sprechen sind. Derweil John Economos eine Art Doppelfunktion erfüllen muss. Er überwacht einerseits Peacemaker im Auftrag von ARGUS, ist aber gleichzeitig auch mit ihm befreundet. Mal sehen, wie lange das noch gut gehen wird.
Es ist wieder eine krasse, aber auch starke Episode der Reihe.
Info
Regie: Greg Mottola
Drehbuch: James Gunn
Showrunner: James Gunn
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