Review: Cube (1997)

Lesezeit circa: 5 Minuten

In einem Würfel lauert der Tod – Sechs Menschen suchen den Ausgang.

Cube
Kanada 1997
87 Minuten

Handlung:

Er wacht auf und stellt fest, dass er nicht in seinem Bett ist. Er ist in einem einfarbigen Raum, liegt auf der Bodenseite im Innern eines Würfels. Dann entdeckt er, dass in der Mitte einer jeden Würfelseite eine Art Klappenöffner ist, wenn man diesen betätigt, ist der Weg frei – in den nächsten Raum, den nächsten Würfel. Doch als er in einen andersfarbigen Raum kommt, stirbt er. Ein Mordinstrument macht seinem Leben in Sekundenbruchteilen ein Ende.

Aber es gibt noch sechs weitere Menschen, die genauso verzweifelt umherirren. Ein würfelförmiger Raum folgt dem nächsten. Tatsächlich sind selbst diese Räume würfelförmig angeordnet, in einem gigantischenm, vielleicht Hochhaus-großem Würfel.

Ein Polizist, ein Architekt, eine Doktorin, ein Ausbruchskünstler, ein Autist und eine Mathematikstudentin treffen nach einiger Zeit zusammen und wollen gemeinsam der Falle entrinnen. Doch es scheint keinen Ausgang zu geben. Und immer wieder treffen sie in den Räumen auf tödliche Fallen. Es ist der Autist, der bemerkt, dass jeder Raum, der eine Falle darstellt, mit einer Primzahl nummeriert ist. Ist das die Lösung? Müssen die sechs Leute ihre unterschiedlichen Fähigkeiten nutzen, um herauszukommen? Dann wäre es aber Wahnsinn, wenn sie sich misstrauen und gegeneinander arbeiten. Aber genau das tun sie.

Cube

Todesfallen über Todesfallen

Cube ist ein kanadischer Independent-Film, der es gar nicht auf einen großen Erfolg abgesehen hatte. Er kostete umgerechnet gerade mal rund 200.000 Euro. Immerhin wurden die digitalen Effekte von der Firma C.O.R.E. kostenlos produziert, weil sie so ihre Unterstützung für den Filmstandort Toronto demonstrieren wollte.

Regisseur Vincenzo Natali hatte bis zu Cube nur einmal in einer PSI Factor-Folge Regie geführt. Er drehte noch weitere Kinofilme, aber vor allem führt er heute Regie bei Fernsehserien.

Eine der sechs Hauptrollen in Cube besetzte er mit seinem Schulfreund David Hewlett, den Stargate-Fans als Dr. Rodney McKay aus Stargate: Atlantis kennen. Ein weiteres Gesicht kennen die Star Trek-Fans aus Deep Space Nine: Nicole DeBoer, welche Ezri Dax spielte. Außerdem hatte sie später eine Hauptrolle in der Serie The Dead Zone.

Gedreht wurde in einem winzigen Studio, das genau die Abmessungen hatte, die einer der Würfel-Räume haben musste. Dieser eine Raum stellte sämtliche Würfelräume dar, jeweils nur mit anderen Farben.

Der Drehplan sah das Drehen nach Farben vor, jeweils alle Szenen die in Räumen mit der gleichen Farbe spielten, wurden nacheinander gedreht. Es heißt, als man sich mit den roten Räumen beschäftigte, seien alle Beteiligten angespannter und aggressiver als sonst gewesen.

Die Grundidee für den Würfel könnte vielleicht der Rubik’s Cube sein, auch als Zauberwürfel bekannt, der in den frühen 80er Jahren sehr beliebt war. Ziel war es, die einzelnen Glieder des Würfels so zueinander zu drehen, dass alle Seiten einheitliche Farben zeigten.

Interessant sind die Namen der sechs Gefangenen im Film. Sie sind nämlich alle nach Gefängnissen benannt, und nicht nur das: Die Figuren tragen sogar den Charakter, mit dem man das entsprechende Gefängnis beschreiben könnte:

Quentin, benannt nach San Quentin, dem kalifornischen Gefängnis das als besonders brutal gilt, ist ein jähzorniger, gewaltbereiter Cop. Das Englische Gefängnis Holloway ist ein Frauengefängnis, und so ist es kein Wunder, dass die Figur Holloway etwas gegen Männer hat. Die anderen Gefangenen sind benannt nach Kazan in Russland, Rennes in Frankreich, Alderson in West Virginia, USA. Schließlich sind Leaven und Worth nach Levenworth in Kansas, USA benannt.

Cube

Cube avancierte schnell zum absoluten Geheimtipp. Die Idee war einfach brillant und bot einen spannenden Plot. Er spielt mit der Erwartungshaltung der Zuschauer:innen, die für jeden neuen Raum eine Tötung erwarten. Dabei sterben letztlich mehr Menschen durch andere Menschen als durch die Fallen des Würfels. Leider reicht es aber nicht für ein ebenso interessantes Ende. Das ist nämlich relativ lieblos und simpel.

Der Film zog zwei Fortsetzungen nach sich, da der ungewöhnliche Grundplot aber gleich blieb, konnten diese nur durch mehr Gewaltszenen ihre Geschichte erzählen.

Ein japanisches Remake ist für Oktober 2021 angekündigt.

 

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Dirk Wilkens-Hagenkötter
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