Doctor Who
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Review: Doctor Who 029 – Einmal Mond und zurück

Lesezeit circa: 7 Minuten

Ein komplettes Krankenhaus wird von der galaktischen Polizei auf den Mond entführt, um einen flüchtigen Mörder zu finden

Eine junge Frau auf dem Weg zur Arbeit. Sie telefoniert mit ihrer Familie, als sie plötzlich von einem unbekannten Mann angesprochen wird, er seine Krawatte auszieht und wieder verschwindet. Der verrückte Beginn eines verrückten Tages für Martha Jones (Freema Aygeman) 

Ein Krankenhaus verschwindet

Bei der Morgenvisite trifft die junge Medizinstudentin den besagten Fremden als Patient John Smith wieder, der sich aber anscheinend nicht an sie erinnert. Bei seiner Untersuchung erwartet sie die nächste Überraschung. Der Mann besitzt zwei Herzen. Plötzlich zieht ein Gewitter auf. Die Luft ist statisch geladen und es beginnt zu regnen. Das Unwetter ist nur über dem Krankenhaus lokalisiert und, was dem ganzen die Krone aufsetzt, der Regen fällt von unten nach oben! Im nächsten Augenblick wird das Gebäude wie bei einem Erdbeben erschüttert, es blitzt und donnert und Sekunden später ist wieder Ruhe. Aber das Krankenhaus ist nicht mehr da, wo es vor wenigen Minuten noch war, sondern befindet sich AUF DEM MOND!

Die Menschen geraten in Panik. Martha aber bewahrt die Ruhe und ist erst mal fasziniert von der Tatsache, dass sie auf dem Mond ist und im Gebäude noch Luft zum Atmen vorhanden ist. Sie trifft ihren Patienten, John Smith, der sich nun als „Der Doctor“ vorstellt, und versucht gemeinsam mit ihm, mehr über das Phänomen herauszufinden.

Einmal Mond und zurück

Das Krankenhaus ist von einem Kraftfeld umgeben und es bleibt nur der vorhandene Sauerstoff, um alle Patienten und Ärzte der Klinik zu versorgen. Schon landen die vermeintlichen Verursacher des unfreiwilligen Umzugs  in drei Raumschiffen auf den Erdtrabanten und werden vom Doctor direkt als Judoon identifiziert. Die Armee aus Hunderten Soldaten im Kampfanzug schreitet auf das Krankenhaus zu.

Wie findet man einen Formwandler?

Die Gefahr lauert aber nicht nur außerhalb des Gebäudes, sondern ist schon längst darin, in Form einer netten, alten Lady. Mrs. Finnegan (Anne Reid) ist eine Patientin von Marthas Oberarzt Mr. Stoker (Ray Marsden), den sie mit ihren beiden Sklavendrohnen in Motorrradmontur, den Slabs,  aufsucht und nichts Gutes im Schilde führt. 

Die Judoon haben mittlerweile das Gebäude betreten und nach Abnehmen der Helme stellt sich heraus, das es sich um mannshohe Nashörner handelt. Sie beginnen die Personen bezüglich ihrer Spezies zu scannen und zu markieren, da sie auf der Suche nach einem flüchtigen außerirdischen Wesen sind. Die Judoon sind Ankläger, Richter und Vollstrecker in einer Person. Gesetzesbrechern wird keine Gnade gewährt und es werden keine Fragen gestellt. Der Doctor, als nicht menschliches Wesen, sollte ihnen lieber nicht vor den Scanner laufen.

Einmal Mond und zurück

Auf der Suche nach Mr. Stoker platzt Martha mitten in dessen letzte Atemzüge und erwischt Mrs. Finnegan dabei, wie sie dessen Blut mit einem Strohhalm aussaugt, um dadurch den Scan der Judoon als Mensch zu überstehen, was ihr auch kurz darauf gelingt. Auf der Flucht vor den Slabs landen Martha und der Doctor in der Radiologie und können einen von ihnen durch eine Überlastung des Röntgen Geräts erledigen. Dabei wird auch der Doctor kontaminiert, der allerdings die gesamte Energie absorbiert und mehr oder weniger elegant in seinen linken Schuh schüttelt, um diesen zu entsorgen. 

In letzter Sekunde

Da die Judoon immer näher rücken, muss der Doctor sich Zeit verschaffen und nutzt dafür Martha, indem er einen genetischen Transfer vollzieht und sie sehr intensiv küsst. Der Beginn einer großen, unerwiderten Liebe, zumindest von ihrer Seite aus. Bei Marthas Scan werden nun nichtmenschliche Partikel identifiziert, die einen vollständige Untersuchung erforderlich machen. Und das dauert. Diese Zeit nutzt der Doctor, um die Formwandlerin und Plasmavore, Mrs. Finnegan, im CTG-Raum aufzuspüren, wo sie den Magneten manipuliert, um mit der gesteigerten Energie die Stammhirne aller Lebewesen in 400.000 km Umkreis zu braten, um dann in einem der Raumschiffe der Judoon zu verschwinden. Der Doctor gibt vor, zufällig in den CTG-Raum gestolpert zu sein  und bringt Mrs. Finnegan dazu, ihre Tarnung aufzufrischen. Mit seinem Blut.

Einmal Mond und zurück

Er opfert sein Leben, um die Formwandlerin bei einem erneuten Scan der Judoon zu enttarnen, da sie nun wieder als außerirdisches Lebewesen erkannt wird. Sie wird zum Tode verurteilt, da sie die kindliche Kaiserin von Padrivole Regency Nine ermordet hat. Das Urteil wird augenblicklich vollstreckt, aber die Plasmavore schafft es noch, den Magneten des manipulierten CTG-Gerätes zu aktivieren. Die Judoon haben ihre Mission abgeschlossen und lassen Martha mit der bevorstehenden Explosion des Gerätes auf dem Mond zurück. Ihr bleibt nur noch ein Ausweg. Sie muss den Doctor retten, damit er sie und die Menschheit retten kann. 

Fazit zu Einmal Mond und zurück

Einmal Mond und zurück ist eine spannende und kurzweilige Episode, die einen guten Start für Martha als neue Begleiterin darstellt. Die junge Frau ist intelligent, mutig und weiß, was sie will. Wie auch bei Rose, lernt man schon in den ersten Szenen Marthas Familie kennen, die allerdings deutlich größer ist als Roses. Zwei Geschwister, die Eltern geschieden und die neue Freundin des Vaters bilden eine explosive Mischung, die es ihr einerseits nicht leicht macht, mit dem Doctor auf Reisen zu gehen, aber vielleicht auch mit ein Grund für ihre Entscheidung sind. Sie ist nicht liiert und nach dem Kuss des Doctors merkt man schnell, dass sie drauf und dran ist, sich in ihn zu verlieben, obwohl sie das natürlich bestreitet. Der Doctor stellt auch direkt klar, dass er dafür nicht zur Verfügung steht.

Adjoa Andoh, die Darstellerin von Marthas Mutter Francine, spielte bereits in der Doctor Who-Folge Die neue Erde die Katzennonne, Schwester Jatt.

Crossing into established events is strictly forbidden. Except for cheap tricks.
-The Doctor

Der Doctor fängt Martha nach der Geburtstagsparty ihres Bruders Leo ab und lädt sie als Dank für ihre Unterstützung auf dem Mond auf einen einmaligen Trip in der TARDIS ein. Allerdings mit dem Hinweis, dass er eine frühere Begleiterin hatte, die sie niemals ersetzen kann. Sie glaubt ihm natürlich erstmal nicht, dass die TARDIS in der Zeit reisen kann, woraufhin er zum Beginn des Tages zurück reist und es zu der Eingangsszene mit der Krawatte kommt. 


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Stefanie Maus

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