Doctor Who
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Review: Doctor Who 172 – The Vanquishers

Lesezeit circa: 5 Minuten

Aufgesplittet in drei Kopien ihrer selbst, kämpfen der Doctor und ihr Team- um das finale Flux-Ereignis zu verhindern.

The final Flux event 

Azure (Rochenda Sandall) und Swarm (Sam Spruell) haben nicht nur Tecteun (Barbara Flynn) vernichtet, sondern haben auch den Doctor (Jodie Whittaker) in ihrer Gewalt. Sie befindet sich noch immer auf der Raumstation der Division, von wo aus die Ravagers das finale Flux event auslösen wollen, um das Universum endgültig zu zerstören. Sie öffnen die Uhr, in der die Division die Erinnerungen des Doctors wegschlossen, und halten dann aber die Bilder von ihr fern, um sie zu quälen. 

The three Doctors

Um zu fliehen nimmt der Doctor das Gerät, das sie zwischen den Dimensionen hält, ab, um in ihr Universum zurück geschleudert zu werden. Als Swarm sie berührt, splittet sie sich in 3 Versionen ihrer selbst auf. Ein Teil verbleibt auf der Raumstation, die beiden anderen Doctoren finden sich auf der Erde in den Williamson-Tunneln und auf Karnavistas Schiff wieder. 

The Vanquishers

Unterhalb Liverpools trifft einer der drei Doctoren endlich Yaz (Mandip Gill), Dan (John Bishop) und Jericho Kevin McNally) wieder. Für die drei sind mehrere Jahre vergangen, seit sich ihre Wege in Medderton 1967 trennten. Für den Doctor nur wenige Stunden.

Auch Joseph Williamson (Steve Oram) ist noch mit von der Partie. Nachdem er durch mehrere Risse in Zeit und Raum unzähligen Welten und Zeiten bereiste und Zeuge des finalen Flux Events wurde, ließ er das Tunnelsystem unter Liverpool bauen, um die Menschen während des Flux in Sicherheit zu bringen.

Als vierte im Bunde befindet sich auch Kate Stewart (Jemma Redgrave) im Untergrund und sie hat die TARDIS dabei, die in Medderton zurück blieb. Sie leitete den menschlichen Widerstand gegen die Besetzung der Erde durch die Sontaraner und berichtet, dass die Gegner Menschen zwingen, für sie zu arbeiten, und dass sie plante, Undercover-Agenten dort einzuschleusen.

Daraufhin sammeln sie Claire Brown (Annabel Scholey) in den 60ern ein, um sie, Doctor Nr. 2 und Jericho mittels eines charakterschwachen, schokosüchtigen Sontaraners in die Kommandozentrale des Feindes zu bringen.

The Vanquishers

Vinder (Jacob Anderson) und Diane (Nadia Albina) suchen unterdessen einen Weg, aus dem Gefängnis des Passengers zu fliehen. Sie schaffen es und können über das Handy, das der Doctor Vinder für Notfälle mitgab, gerettet werden. Der dritte, gespaltene Doctor nimmt sie in der TARDIS mit, wo sich Vinder und Bel (Thaddea Graham) endlich wieder in die Arme schließen können. 

Die beiden Doctoren ersinnen einen riskanten Plan, um die Sontaranter mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Am Ende ist es die Zeit „persönlich“, die den Doctor von ihren Widersachern befreit. 

Fazit zu The Vanquishers 

Die finale Folge der 13. Staffel ist genauso komplex und kompliziert, wie die vorherigen Folgen. Es werden zwar viele losen Fäden zusammengeführt, aber am Ende ist man nicht schlauer, als zu Beginn der Staffel. Es war ja schon sehr früh klar, da Azure und Swarm langjährige Gegenspieler einer anderen Regeneration des Doctors sind. Was genau zwischen den dreien vorgefallen ist, wird allerdings nicht erklärt. Nur dass der Doctor sie zwang, dieselbe Situation immer wieder zu erleben und das der Grund für ihre Rache ist. Gut und schön, ein paar mehr Details wären schon interessant gewesen. Was mir nicht ganz klar ist, ist die zeitliche Abfolge. Wenn es eine frühere Inkarnation des Doctors ist, die in der Division diente und mit Swarm und Azure aneinandergeriet, müssen die beiden auch uralt sein. Kommen sie aus unserem Universum oder aus einer parallelen Welt? Auch das Ende von Swarm und Azure war zu einfach gestrickt. Die Darstellung der personifizierten Zeit, die dem Doctor offenbart, dass ihre Zeit zu Ende geht, ist allerdings geschickt umgesetzt. 

Time: Beware of the forces that mass against you. And their Master. 

Als die Sontaraner die komplette Lupari-Armee vernichten, um deren Schiffe zu übernehmen, zeigen sich die Schwächen von Karvanistas Kostüm. Durch die Komplett-Maske ist er zu keiner Gesichtsregung fähig und so ist es auch unmöglich, den tiefen Schmerz, den er empfinden muss, darzustellen oder nachzuempfinden. 

Alles in allem hat Chris Chibnall scheinbar versucht, alles, was seine beiden ersten Staffeln an Komplexität vermissen ließen, in diese finale Staffel zu packen. Dadurch gibt es viele Charaktere und Handlungen, die einfach unnötig und ablenkend sind. Die Sontaraner hätten auch ohne The Grand Serpent einen Weg zur Erde gefunden, Kate Steward bekommt nur einen Schmalspur-Auftritt spendiert und selbst die Geschichte um Bel und Vinder ist nicht wirklich zielführend, auch wenn ich gerade diese beiden Charaktere sehr mochte.

Ich habe lange überlegt, was ich zum Ende der Staffel schreiben werde und ich muss sagen, dass ich das Grundgerüst des Flux durchaus spannend finde. Hätte man sich aber mehr auf den Kern der Geschichte und die Hintergründe der Antagonisten sowie der Begleiter konzentriert, hätte man sich als Zuschauer viel mehr darauf einlassen können. So aber hat man dauernd versucht, Schritt zu halten und den Überblick nicht zu verlieren. Tatsächlich hatte ich mir einen größeren Aufklärungseffekt am Ende erhofft. Manchmal ist weniger mehr. 

Stefanie Maus

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