Review: Perry Rhodan Storys Galacto City 1 – Aufbruch in die weiße Stadt

Lesezeit circa: 5 Minuten

Die zweite Staffel der Perry Rhodan-Storys führt uns in die Anfangszeit der Perry Rhodan-Serie, in eine Zeit, als Terrania noch „Galacto City“ hieß.

Aufbruch in die weiße StadtTitel: Perry Rhodan Storys Galacto City 1: Aufbruch in die weiße Stadt
Autor: Andreas Eschbach
Titelbild: Arndt Drechsler-Zakrzewski
Erschienen am 9. September 2021

Galacto City?

Leser*innen, die den ersten Zyklus nur in den Silberbänden gelesen haben, wissen vielleicht gar nicht, dass die wichtigste Stadt im Perryversum für etwa acht Jahre „Galacto City“ hieß. Die Gründung der Stadt fand nach den Ereignissen mit den Individualverformern im Jahre 1972 statt. 1975, wenn Perry Rhodan ins Wega-System aufbricht, hat sie schon 230.000 Einwohner*innen. In den Silberbänden heißt die Stadt dann von Anfang an „Terrania“, denn das Heft 21, in dem die Umbenennung vollzogen wurde, fand keine Aufnahme in die Silberbände. Am 19. Juni 1981 erklärte Rhodan öffentlich: „Die Dritte Macht bringt ihre Hoffnung auf die baldige Einigung aller Völker der Erde dadurch zum Ausdruck, dass sie die Stadt Galacto City in Terrania umbenennt.“

In der Story-Reihe „Galacto City“ lesen wir Geschichten über Menschen, die in den Jahren zwischen 1972 und 1981 in Galacto City eine neue Heimat fanden.

Eine Story ist etwa 2/3 so lang, wie ein normales Perry Rhodan-Heft. Man kann es aber nur als E-Book lesen bzw. ab Oktober als Hörbuch hören. Für November ist eine Gesamtausgabe als Book on Demand angekündigt.

Fortsetzung des größten Abenteuers

Den Auftakt macht Andreas Eschbach mit „Aufbruch in die weiße Stadt“. Im Mittelpunkt steht Vince Tortino, genannt Tin Can. Er kennt Perry Rhodan noch aus der Schule. Er hatte Perry mehrmals reingelegt und ihn in kriminelle Machenschaften verstricken wollen. Tortino hatte dann lange Jahre im Gefängnis gesessen. Heute hat er eine Freundin, der er seine Vorgeschichte nicht erzählen mag. Da taucht ein alter Spießgeselle auf, der von ihm verlangt, nach Galacto City zu reisen, um ein Werkzeug zu stehlen. In Galacto City angekommen, ist er ganz überwältigt von der Stadt, aber er will vermeiden, dass er zufällig mit Perry Rhodan zusammentrifft.

Andreas Eschbach greift hier eine Figur auf, die in seinem Buch „Perry Rhodan – Das größte Abenteuer“ eine wichtige Rolle in Rhodans Jugend einnimmt. Erfunden hat Eschbach sie nicht, denn auch in den Heften 1177 und 1178 werden diese Jugenderlebnisse Rhodans beschrieben. Es ist trotzdem eine direkte kleine Fortsetzung des Buches. Denn in „Das größte Abenteuer“ wird bei einem anderen Schulfreund Rhodans berichtet, was aus ihm als Erwachsener wurde. Da ist es nur natürlich, dass sich Rhodan auch für Tin Can interessiert, der letztlich sein Leben in jene Richtung gelenkt hat, die ihn zum Mond führte.

Die Kurzgeschichte ist ein bisschen in der Art eines Westerns erzählt. Galacto City, die noch junge Stadt, bewohnt von Menschen, die ein neues Leben beginnen wollen. Und dann ein böser Junge, der in die Pionierstadt kommt und ein Ding drehen will. So wie im Western der Gauner mit dem Zug kommt, so kommt hier Tin Can mit Flugzeug und Gleiter.

Es ist keine Geschichte, die irgendein historisches Ereignis beschreibt, es ist einfach eine schöne Anekdote aus der Anfangszeit. Eine genau Handlungszeit wird nicht genannt, aber es muss 1972 sein, denn es ist erst ein Jahr her, dass Perry Rhodan den Atom-Krieg verhindert hat. Für dieses Jahr finde ich die Stadt schon ein bisschen zu weit entwickelt. So hätte ich mir Galacto City 1975 vorgestellt, wenn General Pounder zu Besuch kommt. Aber für Herbst 1972 ist die Stadt etwas groß. Es gibt sogar schon ein eigenes Kulturleben und Fernsehprogramm. Aber da man in der Heftserie nie den ersten Spatenstich des ersten Mietshauses miterlebt hat und die Leser:innen erst 1975 in eine funktionierende Stadt abgesetzt werden, könnte es natürlich auch 1972 schon recht schnell gegangen sein.

Aufbruch in die weiße Stadt ist eine tolle Auftaktstory von einem tollen Stammgastautor. Sehen wir mal, welche Figuren uns noch so begegnen werden.


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Dirk Wilkens-Hagenkötter
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