Review: Star Trek – Corps of Engineers Sammelband 1: Die Ingenieure der Sternenflotte

Lesezeit circa: 4 Minuten

Mit Die Ingenieure der Sternenflotte liegt der 1. Sammelband von der Star Trek – Corps of Engineers-Reihe vor.

Endlich gesammelt

Die Star Trek – Corps of Engineers-Serie ist etwas besonders im literarischen Star Trek-Universum. All seine Romane sind hierzulande ursprünglich nur in Form von eBooks erhältlich gewesen. Was heutzutage keinen Hund hinter dem Ofen hervorlockt, stieß allerdings damals in Teilen des hiesigen Fandoms nicht unbedingt auf Gegenliebe. Wobei interessanterweise in den USA Printsammlungen einiger Romane bereits vorhanden waren.

Derweil die ebook-Reihe mittlerweile in unseren Rezis Band 15 erreicht hat, hatte der Cross Cult-Verlag sich damals entschlossen, endlich auch hierzulande einen Sammelband herauszubringen. Unter dem Titel Die Ingenieure der Sternenflotte wurden jetzt die ersten vier Romane gesammelt.

Dabei handelt es sich im Einzelnen: In der Höhle des Löwen, geschrieben von Dean Wesley Smith, Schwerer Fehler von Keith R. A. DeCandido, Bruchlandung von Christie Golden und Interphase I von Dayton Ward und Kevin Dilmore. Und so hat man die perfekte Gelegenheit, die Ursprünge dieser ungewöhnlichen Romanreihe zu lesen.

Einfach mal glänzen

Das Schöne an Die Ingenieure der Sternenflotte ist, dass man so die Chance hat, bestimmte Charakterentwicklungen am Stück mitzukriegen. Das zeigt sich besonders an Soloman, dem Binären, der gleich im Auftaktroman seinen Partner verloren hat und im Laufe dieser Geschichten lernt, alleine zu existieren. Es gelingt den jeweiligen Autoren sehr schön, diese Entwicklung herauszuarbeiten. Oft genug ist seine Handlung auch das Element, was einen Roman davor rettet, komplett zu enttäuschen, wie es in Schwerer Fehler der Fall war.

Doch auch die anderen Mitglieder der Besatzung werden im Laufe dieser vier Romane beleuchtet. Wie beispielsweise Doktor Elisabeth Lense, die anscheinend etwas zu sehr auf ihren Holodoc vertraut. Oder den väterlichen Captain David Gold. Oder seinen ersten Offizier Sonya Gomez. Es ist auch erstaunlich, dass die jeweiligen Romane zwar für sich genommen eher kurz ausfallen. Doch wenn man das Gesamtbild betrachtet, ist es umso bewundernswerter, wie es den Autoren gelungen ist, eine kohärente Charakterentwicklung zu erreichen und dabei gleichzeitig eine eigene Geschichte zu schreiben.

Die allerdings qualitativ unterschiedlich gut ausfällt. Das Gute ist, dass keine der abgedruckten Erzählungen in Die Ingenieure der Sternenflotte ein Flop ist. Im Gegenteil: Bruchlandung und Interphase I sind sogar erstklassige Geschichten, aus diversen Gründen. Beim erstgenanntem Roman war es die tragische Story eines fremden Schiffes mitsamt seines Piloten. Und beim letztgenannten war es vor allem der Cliffhanger sowie die Hommage an die TOS-Ära, mit dem Auftauchen der Tholianer und der ersten Defiant.

Natürlich kann das Corps in Die Ingenieure der Sternenflotte glänzen. Es gibt jede Menge Wundertaten, die sie vollbringen können. Vor allem wenn sie es mit fremden Schiffen zu tun haben, leisten sie Bestleistung. Kurzum: Der erste Sammelband ist ein gutes Leseerlebnis, dessen einzige Schwäche die nicht ganz so gelungenen ersten beiden Romane sind. Trotzdem ist dies die Chance für eBook-Muffel, diese Serie nachträglich kennenzulernen.

Star Trek - Corps of Engineers Sammelband 1 Die Ingenieure der Sternenflotte
Cover © Cross Cult

Bewertung 12/15

Autor: Keith R. A. DeCandido, Kevin Dilmore, Christie Golden, Dean Wesley Smith, Dayton Ward
Titel: Star Trek – Corps of Engineers Sammelband 1: Die Ingenieure der Sternenflotte
Originaltitel: Star Trek – S.C.E. : Book 1
Übersetzer:  Susanne Picard
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 11/2015
Einband: Taschenbuch
Seiten: 401
ISBN: 978-3-86425-800-8
Sonstige Informationen:
Produktseite

 

 

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Götz Piesbergen
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