Review: Star Wars – Legacy 5: Visionen der dunklen Seite

Lesezeit circa: 6 Minuten

Während die Sith immer noch ihren Vernichtungsfeldzug gegen die Mon Calamari führen, bringt Cade Skywalker die schwer verletzte Azlyn Rae nach Iego.

Visionen der dunklen SeiteDie Handlung

Band 5 Visionen der dunklen Seite beginnt mit der Geschichte Leviathan, die auf Dac spielt. Dort hat der Quarre Darth Azard die Mon Calamari versklavt und zu Tausenden in Unterwasserlager gesperrt. Ginge es nach dem Sith-Wissenschaftler Vul Isen, würde dieser gleich alles Leben mit seinen experimentellen Bazillen auslöschen. Vorerst muss er sich jedoch damit begnügen, mit Azard einen monströsen Leviathan zu erwecken, der allen Widerstand brechen soll.

Meister Sinde wird derweil von Roan Fel nach Bastion zurückbeordert, wo er neue Imperiale ausbilden soll. An einer Allianz mit den Mon Calamari ist der Imperator nicht interessiert. Sinde missachtet jedoch den Befehl und hilft den Mon Calamari im Kampf gegen die Sith und deren Meeresungeheuer.

In Der Schmale Grat hängt Darth Krayt tot in einer Stasiskammer auf Korriban, das Attentat auf ihn war ein Erfolg. Für diesen musste Azlyn Rae jedoch einen hohen Preis zahlen. Cade bringt sie schwer verwundet nach Kiffex, wo sie längere Zeit in einem Bacta-Tank verbringen muss. Delilah Blue kommt mit Cades Gefühlen für die einstige Jedi klar, nur auf seinen Seitensprung mit der Sith-Hexe Talon ist sie immer noch sauer.

Auf Korriban erwacht unterdessen Darth Stryfe aus seinem Bacta-Schlaf. Er hält Krayt für tot, doch Wyyrlok stellt dessen Leichnam in einem Stasisfeld zur Schau und behauptet, der Anführer der Sith sei lediglich verwundet und benötige Zeit zum Regenerieren. Selbstverständlich übernimmt er in der Zwischenzeit die Geschicke des Sith-Imperiums. Dennoch verbreiten sich die Gerüchte über Darth Krayts Tod, weshalb die Imperialen sowohl auf Bastion als auch auf Coruscant Morgenluft wittern. Großadmiral Veed wollte schon immer zum Imperator aufsteigen und Roan Fel sieht sich ohnehin immer noch als rechtmäßiger Imperator.

Cade hat derweil private Probleme. Auf Kiffex, der Heimatwelt seiner Tante Droo, lässt er keine Schlägerei aus. Außerdem ist ihm Azlyn so gar nicht dankbar, als sie wieder zu sich kommt. Sie hatte sich mit ihrem Tod abgefunden und wollte nicht gerettet werden. Nun muss sie ihr Dasein in einem Bacta-Anzug fristen, ähnlich verstümmelt wie einst Darth Vader.

In der letzten Geschichte Ein gemeinsamer Feind greifen Admiral Stazis und Roan Fels Flotten gemeinsam einen Sith-Stützpunkt an. Fels Flottenkommandant begeht jedoch taktische Fehler, die es unmöglich machen, feindliche Schiffe zu übernehmen. Aber immerhin haben die Sith eine ganze Flotte verloren und das Bündnis zwischen der Allianz und Bastion hat sich gefestigt.

Rezension von Visionen der dunklen Seite

Die erste Geschichte zeigt den erbitterten Widerstand der Mon Calamari gegen ihre Auslöschung durch die Sith. Der Imperiale Ritter Sinde avanciert dabei zu ihrem neuen Volkshelden. Auf der Gegenseite wird Darth Azard mit Vul Isen ein noch widerwärtigerer Charakter an die Seite gestellt. Dieser trägt die Züge eines Dr. Mengele und rühmt sich seiner todbringenden Schöpfungen.

Der Hauptteil setzt diesmal nicht dort an, wo Der verborgene Tempel geendet hat. Darth Krayt ist tot und man fragt sich, wann das denn passiert sein soll. Um die Wissenslücke zu schließen, muss man den zweiten Band von Vector II, Plage der Vergangenheit, lesen. Bei Vector II handelt es sich um ein Crossover, welches sich über vier Zeitebenen von der alten Republik über die Klonkriege und den galaktischen Bürgerkrieg bis hin zur Legacy-Ära erstreckt. Im Zentrum steht den Sith-Artefakt Muur-Talisman, den Krayt an sich bringen will.

Es ist wirklich überaus ungünstig, dass Darth Krayts Tod ausgerechnet in ein solches Crossover außerhalb der regulären Legacy-Reihe fällt. So kommt man nicht umhin, gleich zwei weitere Bände zu lesen, die größtenteils nichts mit der Haupthandlung zu tun haben. Es wäre besser gewesen, eine in sich abgeschlossene Handlung in Vector II einfließen zu lassen, in der nichts wirklich Wichtiges für den Haupthandlungsstrang von Legacy geschieht. So ist man gezwungen, zwei Reihen über Kreuz zu lesen. Oder man wundert sich eben, was sich auf Had Abbadon abgespielt haben mag, dass Krayt nun tot und Azlyn schwer verwundet ist.

In der letzten Geschichte Ein gemeinsamer Feind wird das Hauptaugenmerk wieder auf Admiral Stazi gelegt und dessen Bündnis mit Roan Fel vorangetrieben. Der Sieg über eine Flotte des Sith-Imperiums lässt langsam die Hoffnung aufkommen, dass dieses nach Krayts Ableben so langsam seinem Ende entgegensteuert. Doch noch sind vier weitere Bände übrig.

Zeichnerisch kann die Haupthandlung wieder einmal voll und ganz überzeugen. Die Kurzgeschichten zum Beginn und Ende des Bandes schwanken dagegen wieder etwas von hochdetailliert bis leicht unsauber. Immerhin ist aber die Koloration einheitlich auf hohem Niveau, sodass optisch eine Brücke geschlagen wird. Sie stammt auch aus einer Hand, während zwei unterschiedliche Zeichner am Werk waren.

Fazit

So spannend die Handlung auch ist, der Umweg über die Vector II-Bände ist umständlich und man muss auch erst mal wissen, wo das fehlende Handlungselement zu finden ist. Das schafft unnötige Verwirrung. Ansonsten kann der vorliegende Band 5 aber mit bestem Gewissen weiterempfohlen werden. Erschienen ist Visionen der dunklen Seite u. a. als hochwertige Hardcover-Ausgabe mit der Nr. 55 in der Star Wars-Comickollektion. In dieser stimmt immerhin wenigstens die Reihenfolge, Vector II: Plage der Vergangenheit ist als Nr. 52 erschienen.

Bewertung: 14/15

Text: John Ostrander
Zeichnungen: Jan Duursema & Omar Francia
Farben: Brad Anderson
Verlag: Panini
Sonstige Informationen:

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