Doctor Who

[Review] Doctor Who 001 – Rose

Lesezeit circa: 5 Minuten

Der neunte Doctor eroberte 2005 die Bildschirme zurück.

Die erste Staffel mit 13 Episoden beginnt 2005 und folgt dem Tagesablauf der 19-jährigen Schulabbrecherin Rose Tyler (Billie Piper), die mit ihrer Mutter Jackie (Camille Coduri) in London lebt, bis sie im Keller des Kaufhauses, in dem sie arbeitet, von Schaufensterpuppen gejagt, auf einen ihr unbekannten Mann trifft. 

Die erste Folge Rose kann aus heutiger Sicht durch das etwas billige Aussehen, den hyperaktiven Soundtrack und die schlechten CGI Effekte auf neue Zuschauer abschreckend wirken. Auch die Story ist nicht gerade innovativ und eher nur Beiwerk um den neunten Doctor (Christopher Eccleston) kennenzulernen. Fürchteten sich die Zuschauer nach dem ersten Auftritt der Autons 1970 noch vor den wandelnden Schaufensterpuppen, ist man als Neuzugang der Serie eher verwundert über deren Darstellung. Vielleicht ist das der Grund, aus dem das Nestene Bewusstsein bisher nur einmal in New Who aufgetaucht ist. Es ist ein lebendes Plastikwesen und steuert über ein Relais alles Plastik in London, um die Menschheit zu vernichten und den Planeten zu übernehmen.

Doctor Who Rose

Die 19-jährige trifft den Doctor scheinbar kurz nach seiner letzten Regeneration, da er sich über seine großen Ohren wundert, aber alles in allem mit dem Ergebnis zufrieden zu sein scheint. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist der neunte Doctor mit seiner dunklen Lederjacke eher schlicht gekleidet. Die Kleidung des Doctors ist sein Markenzeichnen und ändert sich nach jeder Regeneration drastisch.

Rose ist neugierig, wen sie da im Keller kennengelernt hat. Sie recherchiert und findet heraus, dass ein Mann genannt „Doctor“ zusammen mit einer blauen Kiste in der gesamten Menschheitsgeschichte zu finden ist, insbesondere wenn eine Katastrophe bevorsteht. Hier bekommt auch der Zuschauer eine erste Idee, um wen es sich bei dem Doctor handelt. Unterstützt wird Rose von ihrem Freund Mickey Smith (Noel Clarke), der zwischenzeitlich von den Autons kopiert und ersetzt wurde, um als Plastikklon Rose und den Doctor auszuspionieren. Erscheint Rose bis dahin clever und aufgeweckt, fragt man sich schon warum sie nicht merkt, dass es nicht ihr Freund ist, mit dem sie sich unterhält. Es ist wirklich mehr als offensichtlich. Nachdem Plastik-Mikey in T-1000-Manier ein Restaurant zerstört hat, machen sich Rose und der Doctor in der TARDIS auf die Suche nach dem Relais, welches die Autons steuert und finden das Nestene Bewusstsein als wabernde Masse in einem riesigen Bottich im Untergrund von London.  Währenddessen greifen dutzende Autons die Besucher einer Mall an, in der auch Jackie sich befindet. Vor dem Hintergrund diverser Amokläufe in den letzten Jahren sieht man hier schon mit einem mulmigen Gefühl zu, wenn die Passanten panisch zu fliehen versuchen.

Doctor Who Rose

Wie es die Art des Doctors ist, versucht er seinen Gegner zum Aufgeben zu überreden und bietet sogar seine Hilfe an, allerdings ohne Erfolg. Mit der mutigen Hilfe von Rose und dem Einsatz von Anti-Plastik kann die Invasion gestoppt werden. Der Doctor ist begeistert von der cleveren jungen Frau und überredet sie, mit ihm zu reisen. 

Hinter den Kulissen

Nachdem die britische BBC Kultserie 1989 mit Silvester McCoy als siebter Doctor ihr vorläufiges Ende fand und der Kinofilm 1996 mit Paul McGann die Fans enttäuschte, startete Showrunner und langjähriger Doctor Who Fan Russell T Davies 2005 einen neuen Versuch, den Doctor zurück auf den Bildschirm zu bringen. Es wurde ein grandioser Erfolg.

Produziert wurde die erste Staffel unter großer Geheimhaltung der BBC unter dem Codenamen Torchwood, einem Anagramm von Doctor Who. 1 Jahr später  wurde aus Torchwood ein sehr erfolgreiches Spin Off, das sich an ein erwachsenes Publikum richtet, da es hier deutlich rauer zu geht und auch sexuelle Beziehungen immer wieder eine Rolle spielen, was in der Familienserie Doctor Who nie ein Thema ist. So darf der neunte Doctor in der Neuauflage zum ersten mal in der Geschichte der Serie sogar mal fluchen.

I am the Doctor by the way. Nice to meet you Rose. Run for your life !

Fazit zu Rose

Auch wenn die erste Episode technisch und inhaltlich nicht ganz überzeugen kann, wird doch eine gewisse Spannung erzeugt, was den Doctor selbst angeht. Die Dialoge von Rose und dem Doctor sind witzig und man merkt das die Chemie zwischen den beiden stimmt.  Es werden einige Andeutungen gemacht, wer er ist, aber so ganz weiß man es dann doch nicht und wird so in die nächste Folge gezogen.


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Stefanie Maus

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