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Patti Yasutake ist vor allem für eine bestimmte Gastrolle bekannt.

An der Seite von zwei Captains

Patti Yasutake mag jetzt vielleicht nicht die große Karriere haben. Sie war und ist vor allem eine Schauspielerin, die immer mal wieder in Gastrollen auftrat. Dabei ist sie vor allem für eine bestimmte Nebenrolle bekannt.

Geboren wurde die Darstellerin am 6. September 1953 in Kalifornien. Über ihr Privatleben und schulischen Werdegang sind leider keine Infos vorhanden. Man weiß nur, dass die gemeinnützig engagierte Irene Hirano ihre Schwester war.

Ihr Schauspieldebüt gab Patti Yasutake 1985, als sie in einer Episode von William Shatners T. J. Hooker auftrat. Ein Jahr später hatte sie einen Auftritt in der Clash-of-Culture-Komödie Gung Ho, in der Michael Keaton Hauptdarsteller war. In der 1987 entstandenen, kurzlebigen – nach neun Folgen wieder eingestellt – gleichnamigen Fernsehserienadaption nahm sie ihre Rolle aus dem Kinofilm erneut auf und konnte gemeinsam mit Scott Bakula arbeiten, der ja Jahrzehnte später eine Enterprise kommandieren sollte.

Ein gern gesehener Gast

1988 trat sie in The Wash auf, einem Independent Liebesfilmdrama, in dem unter anderem Mako Hauptdarsteller war. Sie selbst wurde dabei für den Film Independent Spirit Award als beste weibliche Nebendarstellerin nominiert, gewann die Auszeichnung allerdings nicht. Es sollte für lange Zeit der einzige Preis sein, für den sie nominiert wurde.

Von 1990 bis 1994 hatte Patti Yasutake schließlich ihre größte Rolle. In der Star Trek – The Next Generation-Episode „Gedächtnisverlust“ hatte sie ihren ersten Auftritt als Krankenschwester Alyssa Ogawa. Bis zum Ende der Serie war sie eine immer wieder gern gesehene Gastdarstellerin, die in insgesamt 16 Folgen auftrat. Darunter auch in Beförderungen.

Sie selbst spricht nur positiv über ihre Zeit bei Star Trek. So berichtet sie beispielsweise, dass sie mal zu George Takei meinte, dass ihre Figur seine Ur-Ur-Enkelin sei, woraufhin dieser entgegnete, dass der Charakter bitte nicht zu „Ur“ sein sollte, er sei noch nicht so alt. Sie schwärmt von Genesis, die Episode, in der Gates McFadden Regie führte, und bezeichnete sie als großartig. Und noch von vielem mehr. Man merkt dabei, dass ihre Zeit bei der TNG-Serie und bei dem Treffen der Generationen– (1994) und Der erste Kontakt-Kinofilm ihre Lieblingszeit ihrer Schauspielkarriere ist.

Privat = Unbekannt

Parallel zu ihrer Zeit in TNG war Patti Yasutake in andere Projekte involviert. Wie beispielsweise dem Fernsehfilm Without Warning: The James Brady Story (1991), der Sylvester Stallone Komödie Stop! Oder meine Mami schießt (1992) oder dem Charles-Bronson-Actionfilm Punishment – Spur der Gewalt (1993). Zwar hatte sie in keinem der Projekte eine größere Rolle, aber dennoch blieb die Schauspielerin dabei in guter Erinnerung.

1999 hatte sie eine Kleinstrolle in dem Fernsehfilm Incognito und 2003 eine Gastrolle in einer Episode von Emergency Room: Die Notaufnahme. Zwei Jahre darauf wirkte sie erneut in einer Medizindramareihe mit, als sie in einer Folge von Grey’s Anatomy: Die jungen Ärzte zu sehen war. 2009 trat sie außerdem in einer Episode der kurzlebigen SciFi-Serie Flashforward auf.

2010 konnte man Patti Yasutake in dem Fernsehfilm Daddy’s Home bewundern. Und 2013 sprach sie zum ersten Mal nach Star Trek – Armada (2001) wieder eine Videospielfigur. Dieses Mal geschah das in Bioshock Infinite, wo sie ihre Stimme dem Charakter May Lin gab. Seit damals hat sich ihre Karriere verlangsamt und teilweise liegen mehrere Jahre zwischen einzelnen Auftritten. So hatte sie danach erst wieder 2016 in der Fernsehreihe Notorious einen Gastauftritt, für den sie jedoch nicht genannt wurde. Anschließend trat sie 2020 in Unbelievable auf, ehe sie zuletzt 2023 in der Fernsehserie Beef eine wiederkehrende Rolle hatte, für die sie sogar zwei Nominierungen des International Online Cinema Awards einheimsen konnte.

Es ist unbekannt, ob die Schauspielerin verheiratet ist und ob sie Kinder hat. Bekannt ist nur, dass sie eine Weile lang als Administrative Director für das Howard Fine Acting Studio gearbeitet hat.

Patti Yasutake im Web

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Götz Piesbergen

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