[The Orville 015] Zu Hause

Lesezeit circa: 4 Minuten
Alaras Körper hat Probleme mit der geringen Schwerkraft auf der Orville. Sie muss heim nach Xelaya.

Staffel 2, Folge 3
„Zu Hause“ – „Home“

Zu HauseHandlung

Isaac bricht Alaras Arm beim Armdrücken. Als sie daraufhin die Krankenstation aufsucht, entdeckt Dr. Finn, dass die Sicherheitschefin ihre übermenschlichen Kräfte verliert. Ihr Körper passt sich langsam an die Schwerkraftverhältnisse der Orville an. Auf ärztliche Empfehlung kehrt Alara auf ihren Heimatplaneten Xelaya zurück, um sich dort zu erholen.

Zu Hause angekommen treten sofort wieder alte familiäre Probleme auf. Alara war immer schwächer als normale Xelayaner und auch ihre geistigen Fähigkeiten blieben unter dem Durchschnitt. Insbesondere ihr Vater wird nicht müde, das zu erwähnen.
Um sich neu kennenzulernen, beschließt die Familie, ihrem Ferienhaus auf einer Insel einen Besuch abzustatten. Dort treffen sie unerwartet auf die „Urlauber“ Cambis Borrin und seine Frau. Die sind allerdings nur dort, um sich an Alaras Vater Ildis zu rächen. Sie machen den Wissenschaftler zu Unrecht für den Tod ihres Sohnes Galdus Harona verantwortlich. Ildis hatte vor einigen Jahren die Behauptung des Sohnes widerlegt, dass eine notwendige Impfung schädlich sei. Galdus‘ Karriere wurde deshalb ruiniert und er beging Selbstmord.
Alara hat inzwischen jedoch genug Kraft zurückgewonnen, um die Eindringlinge zu überwältigen. Es gelingt ihr, ihre Eltern und Schwester zu retten.
In der Zwischenzeit entwickelt Dr. Finn eine Behandlung, die es Alara ermöglicht, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Alara beschließt jedoch, auf Xelaya zu bleiben. Sie möchte ihrer Familie wieder näherkommen. Als sie sich von der Crew verabschiedet, sagt ihr Captain Mercer, dass sie auf der Orville immer willkommen sein wird.

ZU HauseKritik

In „Zu Hause“ dreht sich alles um Alara. Sie muss sich mit ihren familiären Problemen und der Entscheidung herumschlagen, ob sie die Orville nun verlässt oder nicht. Ihr (vorerst) finaler Abschied von der Crew drückte ein wenig auf die Tränendrüse. Warum Halston Sage die Serie wirklich verließ, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben: Eine Theorie besagt, dass Seth MacFarlane und die junge Schauspielerin nach einer Affäre (die nie offiziell bestätigt wurde) wohl lieber getrennte Wege gehen wollten. Andere behaupten, Halston Sage hätte schlichtweg lukrativere Filmangebote bekommen.
So ist es zwar schön, dass die beliebte Figur nicht sang- und klanglos verschwindet. Allerdings ist die Storyline ein wenig dünn. Die A-Handlung drehte sich einmal mehr um Alaras fortwährenden Kampf mit sich selbst. Das wurde allerdings bereits in früheren Folgen abgefeiert. Auch die B-Handlung um die Geiselnahme konnte den Spannungsbogen nicht unbedingt erhöhen.
Zumindest die Gastauftritte von Robert Picardo (unser geliebter Holodoc auf der Voyager) und John Billingsley (Dr. Phlox auf der Enterprise) ließen die Trekkie-Herzen ein wenig höher schlagen. Sie trösteten über die flache Handlung ein klein wenig hinweg. Besonders Picardo kann als perfektionistischer Vater überzeugen. Aber auch Billingsley spielt den durchgeknallten Vater, der über den Tod seines Sohnes nicht hinwegkommt, durchaus überzeugend.
Generell bekommt der Zuschauer den Eindruck, dass Alara ihren Posten als Sicherheitschefin wohl wirklich nur ihren Superkräften verdankt. Mercer sagt ihr, sie könne auch ohne Kräfte auf der Orville blieben. Sie entgegnet: „Keiner nimmt Befehle von einem Kind entgegen.“ Mercer widerspricht ihr erstaunlicherweise nicht.
Ein wenig verstehen kann der Zuschauer die Entscheidung Alaras vielleicht schon. Xelaya wird als wahres Paradies dargestellt: Futuristische Gebäude, viel Grün, exotische Tiere, viel Wasser und ein erstaunlicher Nachthimmel mit sichtbaren Ringen und mehreren Monden.
Humor stand in dieser Folge weitgehend hintenan. Eigentlich lieferte nur der elefantenähnliche Alara-Ersatz als Sicherheitschef einige komische Momente. So nervt er die Brücke, als er lautstark in seinem Essen herumstochert und dieses auch noch recht unappetitlich verspeist. Es stellt sich heraus, dass der „Rüssel“ eigentlich eine zweite Speiseröhre ist. Die Sprüche des Neuzugangs bleiben jedoch eher flach.

Bemerkenswert

  • Galdus Haronas nicht gestützte Behauptung, Impfstoffe seien gefährlich, spielt auf die Anti-Impfbewegung in den Vereinigten Staaten und Europa an.
  • Die Episode „Zu Hause“ wurde von den Kritikern für ihre emotionale Tiefe gelobt und kam beim Publikum erstaunlich gut an.

Fazit

Alaras Abgang wurde für meinen Geschmack mehr als ausreichend gewürdigt. Der Plot blieb dabei eher flach.
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Sabine Jobstmann

Sabine ist Jahrgang 1974 und kümmert sich bei uns vor allem um The Orville.
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Sabine ist Jahrgang 1974 und kümmert sich bei uns vor allem um The Orville.

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