Der nächste Stopp bei der Reise durch „Die Welten von Deep Space Nine“ ist „Ferenginar“, wo es gilt „Zufriedenheit wird nicht garantiert“.

Ferenginar Zufriedenheit wird nicht garantiert
© Cross Cult

Ein ungeliebter Reformator

Die Welt der Ferengi hat sich verändert, seitdem Rom der neue Große Nagus geworden ist. Der mit der Bajoranerin Leeta verheiratete ehemalige Barkeeper hat zahllose Reformen erlassen und die Gesellschaft seiner Heimat von Grunde auf reformiert. Sehr zum Unfrieden von so manchen Alteingesessenen.

Als der Große Nagus dadurch abgelenkt wird, dass seine Ehefrau ihr erstes Kind erwartet, wollen seine Widersacher diese Gelegenheit nutzen, um ihn abzusetzen. Womit sie nicht gerechnet haben, ist allerdings, dass die Familie von Rom auf Ferenginar ankommt, um das neuste Familienmitglied zu begrüßen. Doch zunächst müssen Quark, Nog und Ro Laren sich um die Leute kommen, denen ein glückliches Familienleben egal ist, weil es kein Geld einbringt.

„Zufriedenheit wird nicht garantiert“ wurde von Keith R. A. DeCandido geschrieben. Der Autor ist bereits durch Werke wie Quintessenz, Die Gesetze der Föderation oder Einzelschicksale bekannt. Er ist einer der besten „Star Trek“ – Schriftsteller, die aktuell Romane schreiben.

Alles Kommerz

Der Planet Ferenginar ist für „Star Trek“ – Fans keine unbekannte Welt. Sie wurde oft erwähnt und man konnte sie in der Folge „Liebe und Profit“ das erste Mal näher kennenlernen. Doch Keith R. A. DeCandido baut das, was man über sie bislang gesehen und gehört hat, in „Zufriedenheit wird nicht garantiert“ enorm aus.

Man merkt es dem Buch an, dass der Autor seinen Spaß daran hatte, eine komplett durchkommerzialisierte Welt darzustellen. Alles kostet Geld, alles kann verkauft werden, sogar ein Taschentuch mit dem Rotz eines hohen Ferengi. Auf solche Gedanken muss man erstmal kommen! Es sind solche Ideen, die dafür sorgen, dass der Roman vor allem im Vergleich zu den vorherigen Büchern der Reihe humorvoll und locker daherkommt. Was eine wohltuende Abwechslung ist zu den teilweise doch sehr dramatischen Ereignissen jener Geschichten.

Natürlich wird auch der Planet Ferenginar verändert. Das ist schließlich das Grundthema von „Die Welten von Deep Space Nine“. Doch anders als die Romane über „Trill“ oder „Bajor“ halten sich hier die Veränderungen in einem überschaubaren Rahmen, beziehungsweise sind nur die konsequente Fortführung eines Plots, der bereits in der Fernsehserie angefangen wurde.

Wiederbegegnung mit Bekannten

Was diesen Roman deshalb so interessant macht, ist, dass man vielen Charakteren wiederbegegnet, die in den „Star Trek“ – Büchern des Cross Cult-Verlags nicht oder nur selten aufgetaucht sind. So gibt es ein Wiedersehen mit Rom und Leeta, aber auch einigen anderen Ferengi, die im Laufe von „Deep Space Nine“ auftraten.

Sehr schön ist dabei, dass jedes Mitglied des Casts etwas zu tun bekommt. Nog darf zum Beispiel seine Mutter wiedersehen. Und Quark, der sich ja oft genug als richtiger Ferengi sieht, muss einmal mehr einsehen, dass Blut dicker als Latinum ist.

Und so bleibt unterm Strich die Tatsache, dass „Zufriedenheit wird nicht garantiert“ der beste Roman der „Die Welten Deep Space Nine“ – Reihe ist.

Bewertung 15/15

Autor: Keith R. A. DeCandido
Titel: Star Trek – Die Welten von Deep Space Nine 05: Ferenginar – Zufriedenheit wird nicht garantiert
Originaltitel: Worlds of Star Trek: Deep Space Nine vol. 3 (Ferenginar & Dominion)
Übersetzer: Christian Humberg
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 11/2012
Einband: Taschenbuch
Seiten: 192
ISBN: 978-3-86425-140-5
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Götz Piesbergen

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