Spotlight: Armin Shimerman

Lesezeit circa: 4 Minuten

Armin Shimerman ist einer jener Schauspieler, deren Name einem in vielerlei Hinsicht über den Weg gelaufen sein dürfte.

Ein sozialer Versuch, aus dem mehr wurde

Geboren wurde er am 5. November 1949 in Lakewood, New Jersey, als Kind jüdischer Eltern. Die Familie zog nach Los Angeles, als er 15 Jahre alt war. Seine Mutter brachte ihn dann in einem Drama-Club unter, damit er soziale Kontakte knüpfen konnte.

Er blieb dem Drama und damit auch dem Theater weiterhin treu, als er auf die Santa Monica High School ging. Er trat in vielen Theaterstücken auf, ehe er 1967 seinen Abschluss machte und sich bei der UCLA, der University of California, Los Angeles, einschrieb. Nach seiner Graduation wurde er als Lehrling am Old Globe Theater in San Diego ausgewählt, was der Anfang für seine Schauspiel-Karriere war. Für diese zog er sogar nach New York, wo er Mitglied des Impossible Ragtime Theaters wurde. Einige Zeit später zog es ihn allerdings zurück nach Los Angeles, wo seine Film- und Fernsehkarriere anfing.

Das war im Jahr 1980, wo er in dem Film Stardust Memories einen Kurzauftritt hatte. Seine erste Fernsehrolle war 1982, wo er einen Auftritt als Phone Man in der Serie »Hill Street Blues« hatte. Das war in den 80ern auch überwiegend typisch für seine Karriere. Armin Shimerman hatte hauptsächlich Gastauftritte im Fernsehen oder Nebenrollen in diversen Filmen.

Armin ShimermanEin Ferengi taucht überall auf

Erst im Jahr 1987 änderte sich dies, als er seine erste wiederkehrende Rolle erhielt. In der TV-Serie »The Beauty and the Beast« (mit Ron Perlman und Linda Hamilton) stellte er in insgesamt 16 von 56 Episoden die Figur Pascal dar. Nach seinem letzten Auftritt hatte er wieder nur vereinzelte Gastauftritte in TV-Serien wie zum Beispiel »L.A. Law« oder »Married… with Children«. Der nächste wiederkehrende Auftritt war für vier Folgen in »Brooklyn Bridges«, wo er Bernard schauspielerte.

Danach wurde Armin Shimerman als Ferengi Quark für »Star Trek – Deep Space Nine« gecastet. Das war seine große Rolle, die er für 172 Episoden lang darstellte. Mit dieser trat er auch  in »Star Trek – Voyager« und »Star Trek – The Next Generation« auf. Damit war er einer der wenigen »Star Trek«-Schauspieler, der seinen Charakter in mehreren »Star Trek«-Serien darstellen konnte. Seine Lieblingsepisode war übrigens »Little Green Men«, da das die einzige Folge ist, wo man ihn ein Schiff steuern sehen konnte.

Parallel zu »Deep Space Nine« hatte er auch eine wiederkehrende Rolle in der Serie »Buffy – The Vampire Slayer«. Von 1997 bis ins Jahr 2000 spielte er Principal Snyder, der ein Gegenspieler der Heldin und der Rektor ihrer Highschool war.

Die Stimme kenne ich doch!

Im Jahr 1999 sprach er zum ersten Mal einen Charakter in einer Zeichentrickserie. Das war in »Rocket Power«, wo er für zwei Folgen Ben Robbins und dem Shopkeeper eine Stimme gab. Seine nächste große Sprechrolle war in »The Grim Adventures of Billy & Mandy«, wo er General Skarr vertonte. Gleichzeitig sprach er weitere Figuren der Serie. Den General synchronisierte er auch in dem Spinoff »Evil Con Carne«.

Neben seiner Karriere als Schauspieler in Film und Fernsehen und als Sprecher in Zeichentrickserien hat sich Armin Shimerman noch ein drittes berufliches Standbein aufgebaut. Er verleiht Videospielfiguren seine Stimme! So kann man ihn in Games wie »X-Men Legends«, »Mass Effect 2« und »LEGO DC Super-Villians« hören. Außerdem spricht er natürlich sein Ferengi Alter Ego Quark in »Star Trek Online«.

Über das Privatleben des Schauspielers ist so gut wie nichts bekannt. Er ist seit 1981 mit der Schauspielerin Kitty Swink verheiratet. Unklar ist, ob das Paar auch Kinder hat.

Armin Shimerman im Web

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Götz Piesbergen

Götz ist Jahrgang 78 und unser Mann fürs literarische Star-Trek-Universum.
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