[Perry Rhodan 3037] Der Abyssale Ruf

Lesezeit circa: 3 Minuten

Terraner beim Heiligtum einer Galaxis – es ist das Geheimnis der Phersunen.

Der Abyssale Ruf
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Der Abyssale Ruf
Erschienen: 31. Oktober 2019
Autor: Michelle Stern
Titelbild: Dirk Schulz

Zur Handlung

Perry Rhodan reist in Maske zum Abyssalen Triumphbogen. In typischer Kommandounternehmen-Art schmuggelt man sich so bei den Phersunen ein. Der Triumphbogen scheint eine Verbindung zu einem Wesen namens Phaatom darzustellen.

Überraschungen bei „Der Abyssale Ruf“

Huch. Also wirklich Huch. Was für ein Heft. An sich nicht spektakulär, sondern gut geschriebene Erstauflage. Spannung und alles inklusive. Aber eigentlich nichts Herausragendes. Wenn da nicht das eigentlich wäre.

Phaatom – wenn es sich wie vermutet um eine höhere Wesenheit handelt, scheint es sich hier um eine Materiesenke zu handeln. Also ein Chaoswesen. Und genau diese Materiesenke verleibt sich die vier Galaxien ein. Als Substanzgewinn. Was die Kiste besonders macht, ist der Umgang mit dem Leben in den Galaxien.

Chaotarchen hat man lange mit „böse“ oder „negativ“ gleichgesetzt. Hier liest es sich aber etwas anders. Ja sicher, eine Materiesenke aus einer negativen Superintelligenz ist eine eher parasitäre Lebensform. Eigentlich. Hier liest es sich so, als sei Phaatom eher dem Leben zugeneigt.

Wer sich ihr anschließt – oder zumindest nicht in den Weg stellt – scheint gerettet zu werden. Junge Völker werden angeblich gefördert. Jeder soll aus den Galaxien fliehen können. Passt das denn zu dem bisherig beobachteten Handeln der Phersunen? Nicht ganz, aber uns als Leser bleibt ja auch verschlossen, ob es da nicht jedes Mal eine Vorgeschichte, ein NEIN, gab.

Sollte alles so ablaufen, wie von den Phersunen dargestellt, dann nimmt dieser zukünftige Chaotarch weit mehr auf das Leben Rücksicht, als wir es je bei den Kosmokraten sehen konnten.

Gejammer

Und genau das ist mein Problem mit dem aktuellen Zyklus. Alles, was uns als Gegner begegnet ist, ist höchst ambivalent. Na, im Grunde geht das schon seit etwa Band 2700 so. Wo sind die echt miesen Buben? Die, die mit dem Wissen, Bösewichte zu sein, böse sind? Mir fehlt ein Feindbild. Jemanden, den ich hassen kann.

Aber wie gewohnt ist das jetzt wieder höchst niveauvolles Gemecker. Michelle Stern hat mit Der Abyssale Ruf auf jeden Fall einen Hammer vorgelegt. Ich sabbere bereits auf das nächste Heft!

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Mario Staas

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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