[Perry Rhodan 16] Die Geister von Gol

Lesezeit circa: 3 Minuten

„Die Großen des Gol werden übermächtig, während du zögerst, Perry Rhodan!“

De Geister von Gol
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Die Geister von Gol
Autor: Kurt Mahr
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1961

Zur Handlung

Perry Rhodan ist weiterhin auf der Spur des ewigen Lebens. In Die Geister von Gol führt die Reise zum Planeten GOL im System der Wega. GOL ist ein typischer Methan-Gasriese, wie wir sie in der Serie noch in Massen kennenlernen dürfen.

Dort angekommen können die Terraner gerade eben so die 916 g (also das 916-fache der irdischen Schwerkraft) kompensieren. Auf der Spur zum Sender, den ES auf diesem Planeten platziert hat, begegnet man Energiewesen – Die Geister von Gol. Die wohl eher nicht sonderlich intelligent sind. Dafür aber gefährlich, denn sie saugen Energie aus den Fahrzeugen, mit denen Perry auf GOL unterwegs ist. Viele kleinere Probleme später hat Perry die nächste Spur zum Planeten des ewigen Lebens in der Tasche.

Energiewesen mit Hunger

Man nehme einen Riesenplaneten, ein paar energiesaugende Leuchtwolken und fertig sind 60 Seiten Heftroman. Klingt zusammengefasst weniger spannend als in Die Geister von Gol selber. Wobei sich die Terraner und Perry hier nicht unbedingt als große Leuchten erweisen. Wenn Energiewesen sich auf Energiequellen als Nahrung stürzen, erscheint es mir doch zwingend logisch, als erstes bessere und stärkere Quellen anzubieten. Heißt wenn die an meinen Generatoren futtern, dann muss ich ihnen mehr und einfacher zu bekommende Nahrung geben. Zumindest sollte dies der erste Ansatz sein. Eine Idee, auf die Perry und seine Truppe aber erst spät im Roman kommen.

Manche Sätze schmerzen

Innerlich grummeln muss ich allerdings immer noch bei solchen Sätzen: »Sie bewies damit, dass sogar Frauen gelegentlich logisch denken konnten« – Echt jetzt? Okay, 1961, zeitlicher Kontext, Bla Bla Sülz. Nein, den Einwand lasse ich so nicht stehen. In TV und Kino war es damals schon üblich, Frauen nicht nur als kreischende oder heulende Staffage zu präsentieren. Sicher waren starke Frauenrollen selten, aber allgemein wurde, auch in der Literatur, nicht derart abwertend geschrieben oder gesprochen. Das waren eher Sätze, die sich, wenn überhaupt, aus dem Kontext und den Aktionen ergaben – oder am Stammtisch (wo man sowas leider heute noch hört). Ich will das jetzt für Die Geister von Gol aber auch nicht überbewerten. Uncool bleibt es jedoch.

Ein Roman als Generalvorlage

Ansonsten bleibt Die Geister von Gol eine Vorlage für viele weitere Abenteuer innerhalb der Serie, die nach exakt diesem Strickmuster wieder und wieder geschrieben wurden. Sobald Energiewesen auftauchen, sind sie an den Aggregaten am lutschen und schalten anscheinend zuvor die Denkfähigkeit unserer Helden aus.

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Mario Staas
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