Diese Episode setzt leider eine Befürchtung in die Tat um, kriegt aber am Ende noch die Kurve.
Furcht bestätigt
Korra (Janet Varney), Mako (David Faustino) und Bolin (P. J. Byrne) trainieren gemeinsam. Sie fühlen sich bereit und fit für das Finale. Noch dazu werden sie ja jetzt auch von Hiroshi Sato gesponsort.
Doch in Wahrheit knirscht es gewaltig im Team. Korra ist eifersüchtig auf Asami (Seychelle Gabriel), weshalb sie mit Bolin ausgeht. Nur, dass dieser mitkriegt, wie sie seinen Bruder küsst. Wodurch die Teilnahme am Finale in Gefahr zu geraten droht.
Ich hatte ja in meiner Rezension zu Die Stimme in der Nacht die Befürchtung, dass die Einführung von Asami zu einem Liebesdreieck führen könnte. Der Geist des Wettbewerbs bestätigt diese Furcht. Denn es kommt zu einem solchen Liebesgeflecht.
Am unschuldigsten
Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Beteiligten dieses Dreiecks nicht all die Personen sind, von denen ich es befürchtet hatte. Asami bleibt in dieser Konstellation außen vor. Sie ist zwar der Anlass für die Entstehung des Dreiecks, taucht allerdings kaum in dieser Folge auf. Es wird hier also vermieden, dass sie irgendwie Stellung beziehen muss und so Öl ins Feuer gießt.
Stattdessen sind die betroffenen Personen Korra, Mako und Bolin. Also das komplette Team der Feuerfrettchen. Dadurch erhält das Dreieck etwas mehr Würze, weil die drei eigentlich aufeinander angewiesen sind. Aber ihr Ziel, ins Finale zu ziehen, gerät auf Grund des Konflikts in Gefahr.
Wobei Bolin von diesen dreien immer noch derjenige ist, der am Geschehen am unschuldigsten ist. Er ist etwas naiv und sieht einfach nur die Chance, bei Korra zu landen, in die er anscheinend heimlich verschossen ist. Dass sie ihn dann quasi mit seinem Bruder betrügt, ist nicht seine Schuld.
Eine bedenkliche Darstellung
Auch Mako ist an diesen Ereignissen eher unschuldig. Es ist nicht seine Schuld, dass Asami an ihm Gefallen gefunden hat. Oder dass Korra ihn ebenfalls liebt. Er zeigt sich eben nur im Laufe der Handlung immer mehr genervt, was dann ebenso zum Konflikt mit seinem Bruder führt, sodass die beiden sich stellenweise sogar regelrecht angiften und als Team nicht mehr funktionieren.
Wenn es eine Person ist, die an den Ereignissen schuld ist, dann ist es Korra. Sie ist es schließlich, die auf Mako eifersüchtig ist, die mit Bolin ausgeht und kurz darauf doch noch Mako küsst. Sie ist es, die das Liebesdreieck überhaupt erst in Gang setzt.
Unnötig zu sagen, dass dies eine sehr bedenkliche Darstellung ist. Es lässt den Avatar nicht eben in einem guten Licht dastehen. Sie wirkt einmal mehr arrogant und ignorant, schon fast überheblich.
Noch rechtzeitig die Kurve gekriegt
Zum Glück kann man sagen, dass die Folge am Ende rechtzeitig die Kurve gekriegt hat. Im Rahmen eines Matches, wo sich zeigt, wie dysfunktional das Team geworden ist, realisieren die Beteiligten, dass die Art, wie sie sich verhalten haben, nicht in Ordnung ist. Bolin und Mako versöhnen sich miteinander und auch Korra macht mit ihren Taten klar, dass es ihr leid tut.
Es ist gut, dass das noch eingebaut wurde. Denn ansonsten hätten die Figuren, vor allem Korra, irreversiblen Schaden erlitten. Und das wäre für diese Serie nicht gut gewesen. Denn dann wäre sie zu einer Soapopera im Zeichentrickformat geworden und nicht zu einer Nachfolgeserie von Avatar: Der Herr der Elemente. Es gab zwar auch hier Momente, wo die Figuren sich daneben benommen haben, aber es wurde dort nie so klischeehaft, wie es jetzt hier der Fall war.
Es ist dann auch das Ende, das diese Folge vor einem kompletten Absturz rettet. So ist sie Mittelmaß.
Info
Regie: Joaquim Dos Santos, Ki Hyun Ryu
Drehbuch: Michael Dante DiMartino & Bryan Konietzko
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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