Zum Abschluss der Reihe wird noch mal ein richtiger Cliffhanger aufgebaut.

Fortsetzung folgt?
Dorian Hawkmoon, Yiselda und Oladahn sind Gefangene des Barons Meliadus. Er bringt sie mit seinem Luftschiff zur Kamarg, wo er einen finalen Angriff auf die Stadt durchführen will. Seine drei „Passagiere“ sollen hilflos mit ansehen, wie diese dann der Übermacht der Granbretaner zum Opfer fällt.
Doch in der Nacht werden die Gefesselten von einem Verräter in seinen Reihen befreit. D’Averc hat genug von der Armee des Imperiums und schlägt sich auf die Seite von Hawkmoon. Gemeinsam fliehen sie in die Stadt, wo die Lage allerdings alles andere als gut ist. Der Untergang droht und keiner weiß einen Ausweg. Weshalb sie alles auf eine Karte setzen, dass Heliogon ausrichten und es aktivieren. Wobei ungewiss ist, was dann geschieht.
Mit Das Geheimnis der Runen endet vorerst die Hawkmoon-Reihe. Ob es jemals eine Fortsetzung geben wird, ist aktuell offen. Eigentlich würde sich, angesichts des offenen Endes und der Tatsache, dass mit diesem Band erst der zweite von insgesamt vier Romanen adaptiert wurde, eine Fortführung anbieten. Aber aktuell sieht es nicht danach aus.
Ein starker Beginn
Leider muss man sagen, dass eben das Ende dieses Comics der einzige negative Aspekt eines ansonsten rundum gelungenen Albums ist. Aber wieso und weshalb, wird später noch genauer erklärt.
Vorab muss man sagen, dass die Geschichte sich alle Mühe gibt, um ein bedrückendes Szenario aufzubauen. Das fängt schon mit dem Beginn an, wo Dorian Hawkmoon hilflos miterleben muss, wie er und seine Gefährten von seinem Erzfeind nach Hause transportiert werden. Wo sie dann gefangen den Untergang ihrer Heimat miterleben sollen.
Es ist ein starker Beginn. Der noch durch die arrogante und kühle Art von Baron Meliadus verstärkt wird. Dass er sich so gibt, kommt ja nicht von ungefähr. Er weiß ja, dass alles darauf hindeutet, dass er und seine Soldaten siegreich sein werden. Man sieht ja auch, wie stark und groß die Streitkräfte des Barons sind.
Der Untergang droht
Doch selbst, als Hawkmoon und seine Freunde befreit werden, ist dies nicht Auftakt zu einer großen Heldenaktion, die am Ende zum Sieg der Guten führt. Stattdessen wird das Gefühl der Hilflosigkeit noch mehr verstärkt. Weil noch mal umso deutlicher gemacht wird, wie unterlegen die Kamarg dieses Mal ist. Das und die Tatsache, dass Yiselda immer noch bewusstlos ist und das Juwel in der Stirn von Hawkmoon kurz davor steht, wieder aktiv zu werden, verstärken diese bedrückte Lage.
Weshalb dann auch klar ist, wieso die Helden zu seiner Wahnsinnsaktion greifen und das Heliogon aktivieren. Sie wissen nicht, was es ausrichtet. Aber es ist für sie ein letzter Ausweg, nur auf den Aussagen des Ritters in Gold und Jade basierend.
Und so verstärkt sich das Gefühl des drohenden Untergangs. Bis dann das Artefakt aktiv wird und… der endgültige Konflikt vertagt wird. Derweil gleichzeitig ein anderes Artefakt verhindert, dass Dorian Hawkmoon am Ende noch durch einen heimtückischen Angriff getötet wird.
Ein unbefriedigendes Ende
Es ist zwar kein Wohlfühlende, da wie gesagt, der finale Konflikt nur vertagt wird. Aber es ist ein Ende, an dem die Guten noch leben. Und leider ist es auch ein Ende, das nicht befriedigt.
Ich weiß jetzt nicht, wie das in der Romanvorlage ist. Aber hier im Album hat man das Gefühl, dass das Ende unbefriedigend ist. Dass es nicht klickt, weil es zu einfach ist. Es wird nichts geklärt, es bleibt alles offen. Und da eben eine Fortsetzung aktuell unwahrscheinlich bleibt, ist man entsprechend unbefriedigt.
Dennoch ist es ein guter Abschluss.
Info
Szenario und Adaption: Jerome Le Gris
Zeichnungen: Benoit Dellac, Luca Bulgheroni
Farben: Greg Lofé, Arancia Studio
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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