Das Museum Raumschiff Eberswalde schließt für immer. Zeit für einen letzten Besuch.
Die Stimme kennt man doch irgendwoher…
Am 30. Mai war ich mit meiner Freundin in der Privatausstellung des Raumschiffs Eberswalde. Es war unsere letzte Gelegenheit, denn nach 17 Jahren und einem Monat (1701) ist leider Schluss, wie Kurator Benjamin Stöwe erklärte. Der ist übrigens kein Unbekannter, sondern als Synchronsprecher u. a. die deutsche Stimme von Dr. Hugh Culber in „Star Trek: Discovery“. Dementsprechend trug er auch ein passendes T-Shirt.

Für seine Sammlung hat er drei Kellerräume sowie die Gänge des Mehrfamilienhauses vorübergehend genutzt, was seine Nachbarn gnädigerweise toleriert haben. Die Sammlung war durchaus beachtlich, wobei der Fokus auf Postern und Pappaufstellern lag. Jede Menge Actionfiguren diverser Hersteller sowie einige Modelle von Eaglemoss und Fanhome gab es ebenfalls. Das Highlight waren jedoch Bausätze mit kompletter Beleuchtung. Bei der Classic-Enterprise drehten sich sogar die Bussardkollektoren und die DS9-Station hatte unzählige erleuchtete Fenster. Da steckte jede Menge Handarbeit drin. Ebenso beeindruckend waren die selbstgebauten Konsolen und Set-Nachbauten.

Die Enge des Weltraums
In der Hauptausstellung ging es etwas drunter und drüber. Und das nicht nur wegen der Kletterpartie durch einen lebensgroßen Wächter der Ewigkeit. Die zahlreichen Figuren waren weder nach Herstellern noch nach Serien geordnet, teilweise musste man sich schon bücken, um etwas zu erkennen. Keine leichte Aufgabe in dem schmalen Durchgang. Thematisch geordneter war da schon ein Schrein, der ganz Captain Picard gewidmet war. Von der Statue bis zum Quietsche-Entchen war alles dabei!
Nebenan gab es ein kleines Kino mit entsprechenden Sitzmöglichkeiten. Auch hier fanden sich einige Bastelarbeiten, darunter der Maschinenraum sowie die Krankenstation der Enterprise NX-01. In einem weiteren Raum gab es ein selbstgebautes Picard-Shuttle, einen nachgestellten Arbeitsplatz von Gene Roddenberry sowie einen Weihnachtsbaum mit Hallmark-Modellen. Die Uhr an der Wand zeigte 17:01. Für unsere Besuchergruppe, zu der rein zufällig einige Bekannte vom Trek-Dinner Erfurt gehörten, war allerdings schon 16 Uhr Schluss. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug, reichten aber vollkommen aus, um sich alles anzusehen. Zum Abschied haben wir noch jeder eine Mappe mit Postern erhalten.
Wer keinen Besucherslot mehr ergattern konnte, für den gibt es eventuell andere Möglichkeiten, die Sammlung zu besichtigen. Schon in der Vergangenheit hat Stöwe mit dem örtlichen Museum eine Ausstellung organisiert und schließt Leihgaben auch für die Zukunft nicht aus. Zudem gibt es die Sammlung inzwischen online zu sehen geben. Ein Besuch des beschaulichen Städtchens Eberswalde, in der Nähe von Berlin gelegen, lohnt sich natürlich ganz unabhängig davon.
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