[DSC 022] Licht und Schatten

Lesezeit circa: 5 Minuten

Während Burnham auf Vulkan nach Spock sucht, geraten Pike und Tyler in der Folge „Licht und Schatten“ in eine zeitliche Anomalie.

Staffel 2, Folge 7 – Sternzeit unbekannt
„Licht und Schatten“ – „Light and Shadows“

Die Handlung von „Licht und Schatten“

Dank Sarus (Doug Jones) Wahrnehmung hat man festgestellt, dass der Rote Engel aus der Zukunft kommt. Da aber nach wie vor alles andere über ihn unbekannt ist, muss Spock (Ethan Peck) dringender denn je gefunden werden. Michael (Sonequa Martin-Green) macht sich also auf den Weg zu ihren Adoptiveltern nach Vulkan. Sie bekommt auch Antworten auf ihre Fragen, denn sie findet Spock. Dieser ist allerdings ziemlich verstört und flüstert immer nur Zahlen vor sich hin. Sarek (James Frain) empfiehlt, ihn Sektion 31 zu übergeben, da sie das größte Interesse an seiner Heilung haben. Burnham folgt dem Rat, wird aber von Georgiou (Michelle Yeoh) überzeugt, dass Sektion 31 es nicht gut mit Spock meint. Also befreit Michael ihren Bruder und verschwindet mit ihm.

Die Discovery bleibt derweil noch im Orbit von Kaminar, denn dort entstand eine temporale Anomalie, die untersucht werden will. Captain Pike (Anson Mount) und Tyler (Shazad Latif) fliegen mit einem Shuttle an den Rand um eine Sonde abzusetzen, werden bei dem Vorgang aber in die Anomalie gezogen. Das sorgt für Komplikationen, erst recht als die eigene Sonde 500 Jahre aus der Zukunft zurück kommt und versucht Pike und Tyler zu töten. Diese bekommen Hilfe von Stamets (Anthony Rapp), der durch die Tardigraden-DNA immun gegen temporale Verzerrungen ist. Er beamt an Bord und schafft es, das Shuttle aus der Anomalie zu navigieren.

Licht und Schatten

Kritik

Der Rote Engel ist also aus der Zukunft, das haben ja auch schon etliche Fans spekuliert. Aber das wird nur durch Sarus Wahrnehmung klar? Ja, Tachyonen deuten darauf hin, dass es sich um ein zeitliches Phänomen handelt und der Anzug sieht futuristisch aus, aber das heißt doch eigentlich nichts. Tachyonen können auch auf einen Transporter hindeuten und der Anzug kann einfach einer noch unbekannten Spezies gehören. Die Erklärung finde ich ein wenig dürftig, aber gut, man will ja keine Zeit mit Bla Bla verschwenden sondern lieber heftige Action zeigen.

Die kommt auch nicht zu kurz. Pike und Tyler in Gefahr, so etwas schweißt ja bekanntlich zusammen. Finde ich trotzdem unlogisch, dass Pike Tyler auf einmal vertraut, es ist ja nicht Tyler selbst, dem er misstraut, sondern Voq. Und der kann jederzeit wieder ausbrechen. Apropos Voq. Wo war eigentlich Culber (Wilson Cruz)? Sollte der nicht Maincast sein diese Staffel? Dafür haben wir aber echt wenig von ihm gesehen bisher.

Die Szenen auf Vulkan fand ich ziemlich gelungen, allerdings war die Interaktion von Sarek und Amanda (Mia Kirshner) irgendwie unlogisch, zumindest im Vergleich zu anderen Darstellungen der beiden.
Vulkan wirkte auf jeden Fall sehr stimmig mit den Bildern, die wir bisher gesehen haben. Auch dass Burnham hier mal nicht die absolute Hauptfigur ist hat mich gefreut, die ganze Spock-Geschichte war eher der Ruhepol zur Action im Shuttle. Doch dann kam der Schluss – Leland (Alan van Sprang) ist also verantwortlich für den Tod ihrer Eltern. Ja, es geht natürlich nicht anders als Burnham mit wirklich jedem irgendeine Verbindung zu geben. Na gut, warten wir mal ab, was da noch kommt.

Jetzt stellt sich aber natürlich erst einmal folgende Frage: Was ist mit den Ba‘ul? Was ist mit den Kelpianern? Die werden nicht einmal mehr erwähnt und bei dem temporalen Tsunami am Ende der Folge, dem die Discovery dank Warpantrieb entkommt, müsste Kaminar eigentlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Trotzdem: Diese Folge war extrem unterhaltsam, gelangweilt habe ich mich nie und auch richtig grobe Fehler gab es nicht. „Licht und Schatten“ lief drei Mal durch ohne dass ich großartig bemerkt hätte, dass wir schon wieder am Ende sind. Das Ende fand ich dann sogar recht gelungen, denn die Zahlen die Spock vor sich hin murmelt sind die Koordinaten von Talos IV.

Ach, eines noch: 500 Jahre in der Zukunft ist exakt das Jahrhundert, aus dem der Auftraggeber der Suliban aus Enterprise stammt. Zufall?

Funfacts

  • Leland nennt Spock „Commander“, er hat aber nur den Rang eines „Lieutenant“
  • Star-Trek-Regieneuling Marta Cunningham ist mit Sarek-Darsteller James Frain verheiratet
  • Die Koordinaten von Talos IV stammen aus „Star Trek: The Role Playing Game“

Der deutsche Titel

Der englische Titel wurde korrekt übersetzt. Er bezieht sich wahrscheinlich auf Pike (Licht) und Tyler (Schatten) oder nur auf Tyler, da Pike Voq Tylers Schatten nennt.

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Marco Golüke

Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit He-Man, Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische.

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