[Perry Rhodan 3097] Der Golem

Lesezeit circa: 4 Minuten

Die neue Supermacht der Milchstraße entsteht – und erreicht die Bleisphäre

Der Golem
©Perry Rhodan KG

Titel: Der Golem
Autor: Uwe Anton
Zeichner: Arndt Drechsler
Erschienen: Mittwoch, 23. Dezember 2020

 

 

 

 

 

 

Worum geht es in diesem Roman?

Opt-Atlan zieht mit seiner von den Cairanern nachgebauten Opt-Thora los und vollendet das Supramentum, indem er die Ausweglosen Straßen der Cairaner plündert und Schiff und Besatzung sich mit weiteren, auf dem Weg angeeigneten, Fundstücken weiter optimieren.

Der Leseeindruck

Diesen Roman habe ich zweimal gelesen. Beim ersten Mal bin ich, wohl weihnachtsbedingt, wohlig entschlummert. Das zweite Mal, um zu sehen, ob der Jubel auf Twitter berechtigt war. Ja, wach und ausgeruht kann der Roman seinen Charme entfalten. Und ja, man kann den Roman zweimal lesen.

Es ist das vorvorletzte Heft vor Zyklusende und der große Endgegner wird aufgebaut. Etwas spät, aber immerhin! In PR 3089 von Kai Hirdt ist Opt-Atlan erwacht und es bilden sich Parallelen zu Michelle Sterns PR 3096. Ich hatte mich schon gewundert, warum Perry so leichtes Spiel mit dem Konsul hatte. Der war einfach nur auf dem Laufenden. Geplünderte Ausweglose Straßen sind für die Cairaner wertlos. Ihr eigenes Supramentum hat nun die wertvolle Lebenskraft und Perry darf hinter den Cairanern aufräumen. Eigentlich clever eingefädelt.

Bei guter Prosaliteratur merkt man nichts von der Sprache. Sie dient der Geschichte, denn diese steht im Vordergrund. In dem Sinne hat Uwe Anton Charaktere und Handlung für sich sprechen lassen. Gut, die eine oder andere Anspielung konnte er sich nicht ganz verkneifen, aber dennoch wirkte die Geschichte sehr aufgeräumt und erfrischend.

Auch wenn natürlich ein Antagonist keine Sympathien wecken sollte, so hat Uwe Anton es doch herausragend verstanden, uns in den Kopf jenes Kunstwesens blicken zu lassen, das mit Überheblichkeit, stellenweise brutaler Härte und kruden Argumenten und von seiner eigenen Wichtigkeit vollkommen überzeugte, alles nimmt, was es für die Vollendung des Supramentums benötigt. Also quasi ein Arkonide in Reinkultur.

Wobei man sich dann wieder fragen mag, ob Kunstwesen wie Opt-Atlan wirklich aus eigenem Willen agieren oder so von ihren Erschaffern programmiert wurden, dass sie zwar glauben, aus eigenem Antrieb zu handeln, aber dennoch nur den Willen ihrer Schöpfer ausführen. Eine interessante moralische Frage, wie ich finde.

Somit hat Uwe Anton bei der Charakterisierung Opt-Atlans hervorragende Arbeit geleistet.

Es wird zum Schluss also noch mal so richtig spannend.

Wer noch den weitergehenden Gedanken des Rezensenten lauschen will, dem sei hier die YouTube-Version der Rezension empfohlen.


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Markus Gersting

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