Ein Schutzschirm erlischt – der endgültige Verfall droht
Worum geht es in diesem Roman?
Der Terranova-Schirm um das Sonnensystem ist nach den Actionen vom Flint Cole zusammen gebrochen und alle unter Abwesenheit ES leidenden Flüchtlingen der Yodor-Sphäre sind ins Sonnensystem eingeflogen.
Das hätte eigentlich die Situation retten sollen, aber es macht die Situation erstmal nur schlimmer …
Der Leseeindruck
Die Superintelligenz ES wurde in dem ikonischen Zentralen Rechner des Sonnenssystems NATHAN zwischengespeichert, um die SI vor dem endgültigen Verwehen zu retten. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Bewohner des Sonnensystems, die unter dieser massiven Ansammlung an Geisteswesen leiden, während die ehemaligien Bewohner der Yodor-Sphäre unter ES Abwesenheit gelitten haben. Die logische Konsequenz diese zusammenzuführen, geht dabei dann aber eher nach hinten los.
So weit das Setting des Romans. Eigentlich genau mein Thema. Leider erwischt mich der Autor hier auf dem komplett falschen Fuß und anstatt mich auf den Roman einzulassen, schweifen meine Gedanken zum Weltenbau und die vielen Aspekte, über die man in dieser Situation nachdenken kann, ab.
In Summe habe ich mich durch die doch eher trostlose Stimmung des Romans gequält und hoffe auf den nächsten Perry Rhodan Roman der nächsten Woche.
Schade, aber nicht alle Experimente klappen. Zumindest nicht bei jedem. Oder bei mir.
Die Punktevergabe
Einstieg (max. 2 Punkte, Koppeln zum Vorgänger, Holt mich der Anfang ab?):
Der Anfang eines Romans hat die Aufgabe den Leser in den Roman hineinzuziehen. Fatal ist es, wenn der Anfang dazu führt, dass man sich auf Recherchereise begibt, um den Weltenbau zu überdenken. An dieser Stelle habe ich überlegt Minuspunkte zu vergeben, belasse es hier aber bei 0 Punkten.
Immersion (max. 2 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt):
Der Roman zeichnet sich durch dauernde Wechsel der Perspektivfiguren aus, durch bricht die vierte Wand, hat eine nihilistische Stimmung und war für mich da eher Pflicht als Kür. Ich vergebe hier 0,25 Punkte.
Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte):
Zu Nachdenken gibt es bei dem Roman einiges. Ob beabsichtigt oder nicht, der Roman regt zu intensiven Reflexionen über das Setting, den Verlauf des Zyklus und eine der Stützen der Serie an. Ich vergebe hier die maximal möglichen 2 Punkte.
Der Handlungs-Spannungsbogen (Max. 2 Punkte):
Der Roman war eine experimentelle Collage. Das war konsequent durchgezogen und handwerklich stimmig. Leider hat mir das so gar nicht gefallen und ich vergebe hier 0,5 Punkte.
Ausblick (max. 2 Punkte. Zusammenfassung. Habe ich Lust, weiter zu lesen?):
Am Ende gibt es noch etwas Hoffnung und ich belasse es hier beim 1 Defaultpunkt.
Das ergibt in Summe bescheidene 3,75 von 10 Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen. Oder für Leute mit viel Zeit die anschließende Teelänge.
Info
Autor: Oliver Fröhlich
Cover-Artist: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 14. August 2026
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