Review: Doctor Who 004 – Aliens in London

Lesezeit circa: 5 Minuten

Ein außerirdisches Raumschiff stürzt in London ab und hochrangige Regierungsvertreter verhalten sich äußerst merkwürdig. Viel zu tun für Rose und den Doctor im ersten Teil einer Doppelfolge.

Ach ja, da hat man sich gerade ein bisschen in die Serie verliebt, da kommt die Doppelfolge Aliens in London und Der dritte Weltkrieg. Eigentlich wäre die Story gar nicht so schlecht, wenn man die Aliens, das Schwein und die Fürze einfach ersatzlos streichen würde. Aber vielleicht ist das ja auch nur Geschmackssache und einige mögen gerade diese trashigen Szenen der Serie. Ein wirklich sehr heller Lichtblick in der Episode aber ist in jedem Fall Harriet Jones, Abgeordnete aus Flydale North, gespielt von der fantastischen Penelope Wilton (Simon Peggs Mutter in Shaun of the Dead).

Die Story

Der Doctor (Christopher Ecclestone) bringt Rose (Billie Piper) zurück nach Hause, scheinbar 12 Stunden, nachdem sie mit ihm in die TARDIS gestiegen ist, oder nicht? Jackie (Camille Coduri) hat eine Suchaktion gestartet und Mickey (Noel Clarke) wurde unter Mordverdacht fünfmal von der Polizei verhört, da der Doctor sich leider um 12 Monate vertan hat. Kann ja mal passieren. Dann stürzt auch noch ein außerirdisches Raumschiff ab, zerstört Big Ben und der Menschheit steht der erste Kontakt mit einer außerirdischen Rasse bevor. Einiges zu tun für die beiden.

Dr Who Aliens in London

Rose muss erst einmal die Wogen bei Jackie und Mickey glätten, während der Doctor sich auf die Suche nach dem Bruchpiloten des Raumschiffes macht. Da der Premierminister verschwunden ist und das Parlament im Chaos der Ereignisse außerhalb Londons festsitzt, wird ein stellvertretender Premier ernannt, der sich allerdings äußerst merkwürdig verhält und dringend einen Gastroenterologen aufsuchen sollte. Harriet Jones, Abgeordnete aus Flydale North, ist derweil in 10 Downing Street um ihren Wahlkreis trotz einer nationalen Krise weiterhin in Sachen Gesundheitsversorgung zu vertreten. Dort beobachtet sie, wie sich auf der Stirn des stellvertretenden Premier ein Reißverschluss öffnet und ein großes, grünes Alien mit langen Armen, Kulleraugen und Schmollmund entsteigt. Ein Problem mit dem Gasaustausch in der menschlichen Verkleidung führt zu besagten Flatulenzen. Ja, ja, der Trash. 

Alles nur Fake

In einem Militärkrankenhaus findet der Doctor den Piloten des Raumschiffes als genmanipuliertes Schwein im Raumanzug vor, das als Ablenkungsmanöver dienen soll. Hier ist eine weitere Hauptdarstellerin des späteren Spin-offs Torchwood zu sehen. Naoko Mori spielt Dr. Toshiko Sato, die in dieser Folge den vermeintlichen Bruchpiloten untersucht. Nachdem der Doktor die Täuschung aufgedeckt hat, wird er von der Regierung kontaktiert und zur Downing Street eskortiert. Hier wird ein Team von Alien Experten versammelt, um die Lage einzuschätzen. Ein großer Fehler,  wie sich schnell herausstellt, sind die Feinde doch im Zentrum des Geschehens und lassen ihre Falle zuschnappen. Die Slitheen geben sich zu erkennen und auch Rose und Jackie stehen der Gefahr unmittelbar gegenüber. 

Dr Who Aliens in London

Unified Intelligence Taskforce – U.N.I.T.

In dieser Folge gibt es ein erstes Wiedersehen mit U.N.I.T., einer militärischen Organisation, die schon in den frühen Tagen des Doctors die Erde gegen Außerirdische verteidigt hat und die der Doctor wie selbst verständlich anführt. Er hat eindeutig militärische Erfahrung, auch wenn er eigentlich Pazifist ist. Bis 2008 stand die Abkürzung UNIT für United Nations Intelligence Taskforce. Die reale United Nations (UN) hatte allerdings ein Problem mit der Bezeichnung, so dass Russel T. Davis sich für eine Änderung entschied. Fans der Classic Folgen wissen, dass der Doctor regelmäßig mit UNIT zusammenarbeitete und in seiner dritten Inkarnation, gespielt von Jon Pertwee, in seinem Exil auf der Erde von Brigadier Alistair Gordon Lethbridge-Stewart als ständiger UNIT Mitarbeiter eingestellt wurde.

Excuse me, do you mind not farting while I’m saving the world?

-The Doctor

Fazit

Nach mehrmaliger Begutachtung der Episode im Rahmen dieses Artikels, ist es wie so oft bei Doctor Who, sie wird besser, je öfter man sie sieht. 

Ist man nach dem ersten Durchlauf von dem platten Humor der furzenden Aliens eher abgeschreckt, greift der subtile britische Witz um Harriet Jones erst etwas später. Auch lernt man Mickey als durchaus clever von einer anderen Seite kennen und schätzen. Der Doctor allerdings zeigt hier seine unsympathischeren Charakterzüge, ist er doch äußerst herablassend Mickey gegenüber. Es gibt den ersten, offensichtlichen Hinweis auf den episodenübergreifenden Plot als Graffiti auf der TARDIS. „Bad Wolf“ ist in jeder Folge der ersten Staffel mehr oder weniger offensichtlich zu finden ist, außer in der ersten Folge Rose.  


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Stefanie Maus
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